Alison Croggon - Die Pellinor-Saga

Von Rafael Abalos bis Allan Zola

Alison Croggon - Die Pellinor-Saga

Beitragvon Seraphina » Mo 28. Jan 2008, 01:59

Wer kennt denn schon die Pellinor-Saga von Alison Croggon?
Erst diesen Monat ist "Die Gabe", der erste Band der Tetralogie auf deutsch erschienen.
In Australien, dem Heimatland der Autorin, sowie in den USA und in England sind die Romane inzwischen zu Fantasy-Bestsellern geworden.
Grund genug, um mein Interesse zu wecken. Ich hab´s ausprobiert ... und bin von dem ersten Band absolut begeistert!
Kann es kaum erwarten, bis die drei Folgebände erscheinen. Band 2 und 3 kommen noch dieses Jahr.
Aber nun Genaueres zum ersten Band:
Wie eine poetische Mischung zwischen "Gilde der Schwarzen Magier" und "Herr der Ringe" erscheint der erste Teil der Pellinor-Saga!
Jedoch nur auf den ersten Blick betrachtet, denn die Handlung ist trotz der paar Ähnlichkeiten ( die einem schnell ins Auge springen ) dennoch sehr eigenständig.
Besagte Parallelen lösten sogar ein gewisses nostalgisches Gefühl bei mir aus ... von daher betrachte ich sie keineswegs als etwas Negatives.
Was bekommt man hier also geboten - ganz allgemein gesagt?
Eine gewichtige Prophezeiung ... eine ahnungslose Auserwählte ... ein weiser Mentor ... ein mächtiger "unsichtbarer" Feind, der einst zu den "Guten" dazuzählte und natürlich eine entbehrungsreiche Heldenreise durch eine mittelalterliche phantastische Welt!
Alles altbekannte Elemente der High Fantasy und doch so neuartig erzählt, daß die Geschichte nur selten vorhersehbar wird und somit spannend bleibt.
Allerdings sollte man eher zu den geduldigen Fantasy-Lesern gehören um dies Buch zu geniessen, denn die Autorin beschreibt gerne, sehr viel und ziemlich genau ( wenn auch nicht allzu extrem, da kenne ich Schlimmeres ).
Man findet in diesem Roman keine klassischen Figuren der High Fantasy, wie Elfen ( bzw. Elben ), Zwerge, Orks, Drachen, etc.
Andererseits erinnert das uralte Volk der Dhyllin doch sehr an das elfische Volk! Aber wirklich sehr! Eigentlich könnte man auch sagen, daß bloss der Name der Rasse anders ist ( und für Puristen die fehlenden Spitzohren! ) ... alles andere passt einfach wie die Faust aufs Auge! ^^
Stattdessen gibt es hier in erster Linie Menschen ( zu denen auch die sog. "Barden" - auf die ich später noch komme - zählen ) und normale ebenso wie ungewöhnliche Tiere. Wobei auch solche Gestalten, wie Untote, Werwesen und Naturgeister vorkommen.
Die Hauptfigur ist das sechzehnjährige Mädchen Maerad, welches zwar seit der frühesten Kindheit die Sklavin eines despotischen Burgherren mitten im Nirgendwo ist, jedoch als Hexe von ihrem gesamten Umfeld gefürchtet und gehasst wird. Das ist ihr sogar recht, denn durch ihre ( sehr wirkungsvollen ) Flüche hatte sie es bisher vermeiden können, von den Männern ihres Herrn geschändet zu werden. So fristet sie tagein-tagaus ein elendes Dasein, in welchem nur das Musizieren ihre einzige Lebensfreude darstellt. Der Wendepunkt in ihrem Leben findet statt, als sie unvermittelter Dinge im Stall auf einen höchst erschöpften älteren Mann trifft. Dieser erweist sich schliesslich als Magier, als sog. "Barde" wie man sie in dieser Welt nennt und er ist auf der Flucht vor etwas. Der Mann namens Cadvan erkennt in Maerad sofort eine unausgebildete "Bardin" und flieht mit ihr zusammen aus der Feste. Und hier beginnt ihre gemeinsame Reise quer durch das Land Edil-Amarandh.
Das Buch gliedert sich in vier Teile, welche die einzelnen Etappen der Reise beinhalten.
Hier im Buch finde ich die Magie dieses "Bardentums" sehr interessant. Sie verehren z.B. "das Licht", wie eine Gottheit. Es gibt drei Künste ( das Lesen, Erschaffen und Behüten ), auf die sich die einzelnen "Barden" spezialisieren und deren Magie beruht z.T. auf Musik ( Sprechgesang ), welche sie in der "Hohen Sprache" ausüben. Besagte uralte Sprache kann übrigens auch verwendet werden, um mit Tieren zu kommunizieren ( verstehen und mitteilen ). Da erging es mir wie Maerad, die staunend ihrem neuen Mentor dabei zusah. Sie selber muß allerdings noch viel lernen um eine vollwertige "Bardin" zu werden. ^^
Genug dazu ... es gibt noch viel mehr!
Wo zu Beginn des Buches noch alles geheimnisvoll und verschwiegen wirkte ( und der Leser geanuso ahnungslos wie Maerad ins Geschehen hineinkatapultiert wurde ), erfährt man im Verlauf der Handlung, was es mit der Geschichte und der Mythologie des Landes, sowie des Bardentums auf sich hat ... auch über Maerads Herkunft und Zukunft, da sie sich nicht bloss als eine normale Barden-Elevin entpuppt.
Und natürlich hat auch ihr Mentor Cadvan seine eigenen düsteren Geheimnisse!
Alison Croggons Sprache ist sehr poetisch ( kein Wunder, da sie auch als Dichterin in ihrer Heimat bekannt ist ) und oft findet man in diesem Buch Lieder oder Gedichte vor. Hut ab vor dem Übersetzer, der diese Texte so schön in deutscher Sprache wiedergegeben hat! ^^
Es gibt natürlich auch eine schön detaillierte Karte von Edil-Amarandh und seinen acht Königreichen.
Zudem noch ein recht seltsames Vorwort, welches den Roman aussehen lässt, als beruhte er auf historischen Fakten.
Am Ende des Buches findet man Anhänge mit genaueren Informationen über a) Hinweise zur Aussprache, b) kurzer Abriss der Geschichte von Edil-Amarandh und seinen Zeitaltern, c) Annar und den sieben Königreichen, d) die Hohe Sprache und e) das Bardentum in Geschichte, Gesellschaft und Kultur.
Da hat sich die Autorin wirklich Mühe gegeben, um einen soliden Hintergrund für ihre Story herzustellen.*daumenhoch*
FAZIT:
Wer die Romane "Der Herr der Ringe" UND (!) "Die Gilde der Schwarzen Magier" mochte, dem dürfte dieses Werk sicherlich sehr gut gefallen!
Ich jedenfalls freue mich schon auf die Folgebände "Das Rätsel", "Die Krähe" und den noch unbenannten vierten Band. ^^
PS:
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die Tatsache, daß die Autorin ihre Magier als "Barden" bezeichnet ( in der Hohen Sprache heißen sie übrigens "Dhillarearë" = Sternmensch ). Im Prolog wird zwar erklärt, warum sie sich für diese Benennung entschieden hat, aber für mein Verständis steht der Begriff Barde für einen Musiker und Dichter aus früheren Zeiten und nicht für einen magischen Beruf.
Aber nun gut! Ändere ich halt das Wort "Barde" jedes mal in "Magier" um, während des Lesens im Kopf. Bis ich mich an den Begriff gewöhnt habe! ^^
Klingt zwar doof, sich über solche Kleinigkeiten zu echauffieren, aber manche stören sich schon an nur einem Buchstaben
( z.B. El-f-en statt El-b-en ) ... also von daher! ^_~
Angaben
Titel: Die Pellinor-Saga [*] Die Gabe -> Cover ( Januar 2008 )[*] Das Rätsel -> Cover ( April 2008 )[*] Die Krähe -> Cover ( Juni 2008 )[*] The Singing -> auf dt. wahrscheinlich Der Gesang / Das Lied ( Ende 2008 / Anfang 2009 )
Autor: Alison Croggon
Verlag: Bastei-Lübbe
Broschiert: je ca 500 Seiten
Gut, wer hat also "Die Gabe" schon gelesen?
Benutzeravatar
Seraphina
Wargen-Würger
Wargen-Würger
 
Beiträge: 535
Registriert: Mo 9. Jul 2007, 01:01
Wohnort: VROENGARD

Alison Croggon - Die Pellinor-Saga

Beitragvon Seraphina » Di 13. Mai 2008, 03:15

Hm. Seltsam das dies noch keiner hier kennt.
Wo sind denn all die Fans von Trudi Canavan bzw. Leser von der Gilde der Schwarzen Magier?
Ich habe heute den zweiten Band "Das Rätsel" fertig gelesen.
Der Titel passt zum Inhalt wie die Faust aufs Auge! ^^
Denn man rätselt so über manches was im zweiten Band geschieht. Über die Identität des "Baumlieds" wie auch über die wahren Absichten der Charaktere und allgemein darüber, wohin die Story letztendlich führen soll.
Im ersten Band war die Handlung noch teilweise vorhersehbar. Im zweiten Band ist das überhaupt nicht mehr der Fall. Doch genau diese Originalität macht ihn so lesenswert, finde ich.
Ebenso wie in "Die Gabe" ist der Inhalt auch hier extrem komplex. Nix fürs schnelle "Zwischendurch-Lesen" während der Bus-und Bahnfahrten!
In "Das Rätsel" wird nachvollziehbar aufgezeigt, daß Maerad keine strahlende Heldin ist und daß sie sehr schwerwiegende Fehler machen kann.
Zudem wird verdeutlicht, daß die "Finsternis" sich nicht so einfach vom "Licht" abgrenzen lässt.
Und sonst was Neues?
Maerad lernt eine ( sehr nützliche ) spezielle magische Fähigkeit kennen ( z.T. mit witzigen Ergebnissen ). Es gibt wieder neuartige zauberische Gegenstände und weitere ( schaurige ) Kreaturen.
Ausserdem kommen zwei berühmte Elementare ( bzw. Elidhu ) in der Story vor. Die bereits bekannte Königin Ardina gibt sich nunmehr etwas häufiger die Ehre und der Winterkönig / Eishexer Arkan erscheint endlich auf der Matte. ^^
Ach ja. Zum vielschichtigen Inhalt kommen noch so einige heftige Überraschungen dazu, z.B. Maerads komplizierte ( Liebes- ) Gefühle.
Den geneigten Leser erwarten wieder mal schön detaillierte Beschreibungen - besonders von der Landschaft. Und abwechslungsreicher als im ersten Band ist die Reise allemal! Diesmal geht es nämlich auf die mediterrane Insel Thorold ( die mich ganz stark an meinen Korsika-Urlaub erinnerte ^^ ) und dann wieder zurück aufs Festland hoch in den eisigkalten Norden.
Dabei wird gesegelt, geritten, mit dem Schlitten gefahren und zu Fuß gelatscht ... auch auf allen Vieren ( ??? Selberlesen! ^_~ )
Leider nimmt die Handlung ab ca. der Hälfte eine seltsame Wendung, die mir nicht so recht schmecken mag. Zwar gefällt mir die nun folgende Unvorhersehbarkeit der Story, doch mit ihr kommen auch ziemlich viele einschneidende dramatische Ereignisse ... etwas zuviel Tragik für meinen Geschmack! Im ersten Band hielt sich das noch in Grenzen. Diesmal wird die Heldin regelrecht psychisch gefoltert von der Autorin! >_<
FAZIT:
"Das Rätsel" ist eine ebenso komplexe, aber originellere Fortsetzung von "Die Gabe" mit etwas melodramatischer Handlung.
Macht richtig Lust auf "Die Krähe" und den noch unbenannten vierten und letzten Band!
PS:
Interessantes Hintergrundwissen bekommt man auch hier in den Anhängen zu lesen. Neben einer Fortsetzung zu "Annar und die sieben Königreiche" gibt es einen Abriss über die menschlichen Völker ( Pilanel, Jussack, ... ) und die Elidhu ( v.a. Ardina und Arkan ) von Edil-Amarandh. Ferner wird hier dem Leser das kompizierte "Baumlied" mit seinen Runen nähergebracht.
Schade nur, daß auf der dazugehörigen Karte die bereisten Nordländer nicht mehr draufgezeichnet sind.
Quelle: screenrant.com
Bild
Daenerys Targaryen - Game of Thrones
Benutzeravatar
Seraphina
Wargen-Würger
Wargen-Würger
 
Beiträge: 535
Registriert: Mo 9. Jul 2007, 01:01
Wohnort: VROENGARD

Alison Croggon - Die Pellinor-Saga

Beitragvon Mithrellas » Di 10. Jun 2008, 20:41

Hi Serafina!
Also ich kenne beide Bücher auch und habe beide zu ende gelesen und das will was heissen :P Die Bücher sind flüssig zu lesen, nicht allzu kompliziert. Mein allererster Eindruck so nach der ersten Hälfte des Buches war 'Boah! Was für eine Dreistigkeit sich alles so zusammen zu klauen aus anderen Büchern!! :grump: '
So etwas habe ich seit Eragon nicht mehr erlebt!
Also niemand wird bestreiten das Croggon sich sehr hat inspirieren lassen von anderen namhaften Fantasy-Autoren ;) Aber irgendwie mochte ich es trotzdem :D
Wie du auch schon gesagt hast, fand ich die Karte ziemlich unzulänglich, aber sonst ganz gut. Was auch klasse ist das alle vier Teile der Pellinor-Saga schon geschrieben sind :lol: Teil drei erscheint wohl noch diesen Monat, Teil vier erscheint diesen Monat in Australien und Anfang näxtes Jahr dann hier.........
Mithrellas
Benutzeravatar
Mithrellas
Boardinventar
Boardinventar
 
Beiträge: 20865
Registriert: Mo 27. Jan 2003, 19:27
Wohnort: 50° 8′ 16″und 8° 26′ 59″

Alison Croggon - Die Pellinor-Saga

Beitragvon Seraphina » So 5. Apr 2009, 22:17

Hab heute den dritten Band "Die Krähe" fertichgelesen!
Wenn man bedenkt, daß es schon von diesem Band vier Auflagen gibt, dann wundert es mich ein wenig, daß hier offensichtlich so wenige die Reihe kennen!
Inhalt:
Eine Welt, in der Barden Magier sind. Ein Mädchen, in dem eine unglaubliche Gabe schlummert. Und ein Rätsel, das alles verändern könnte. - Die ganze Erde ist durchtränkt von Verderbtheit, und die Macht des Namenlosen wächst von Tag zu Tag. Das Baumlied - der Schlüssel zur Wiederherstellung des Gleichgewichts - ist verloren. Der Jungbarde Hem flieht aus der Stadt Turbansk, die unter dem Angriff der finsteren Heerscharen erzittert. Um die Geheimnisse des Feindes zu ergründen, schleicht er sich in ein gegnerisches Ausbildungslager ein. Bald schon zeigt sich, dass sein Schicksal enger mit dem magischen Baumlied verknüpft ist, als er bislang ahnte ...
Kritik:
Die Handlung von "Die Krähe" setzt ungefähr zwei Monate später da ein, wo der erste Band "Die Gabe" aufgehört hat. Sie verläuft also parallel zur Handlung des zweiten Bandes "Das Rätsel".
Diesmal ist Maerads kleiner Bruder Hem die Hauptperson.
Der Junge befindet sich als Bardenschüler in Turbansk, der Hauptstadt von Suderain, unter der Obhut des mächtigen Barden Saliman. Dort lernt er auch die weisse Krähe Irc kennen und freundet sich mit diesem kuriosen Vogel an.
Die Beschreibungen, welche die Autorin von Land und Leuten liefert, klingen ziemlich orientalisch ... inklusive der Namen!
Etwa die Hälfte des Bandes erzählt von der Belagerung Turbansk durch die Schwarze Armee aus der Sicht von Hem ... in all ihren nervenzerfetzenden Einzelheiten, wie z.B. dem Angriff der Totenkrähen, bei dem sich der Junge einen Namen als grosser Vogelbeschwörer macht. Inspiriert wurde die Autorin dabei wohl von Hitchcocks "Die Vögel" ^_~
Ab der zweiten Hälfte gelangt unsere Heldengruppe ( darunter Hem, seine Freundin Zelika, sein Mentor Saliman und ein weiterer Bard ) an einen seltsamen Ort, eine uralte verborgene Steinstadt, wo Hem eine schicksalhafte Begegnung mit einem mächtigen Elementar macht!
Im weiteren Verlauf der Handlung schleust sich der Junge in ein Ausbildungslager der Schwarzen Armee ein, wo geraubte ältere Kinder zu grausamen Soldaten herangezogen werden. Die Verhältnisse im Lager der Kindersoldaten werden von der Autorin ungeschönt drastisch beschrieben. "Bestialisch" dürfte der passendste Ausdruck dafür sein. "Herr der Fliegen" ist nichts gegen diese kleinen "Gehirnwäsche-Drogenabus-Psychopathen"! Hem muß all sein magisches Können und trickreiches Geschick einsetzen, um seine Aufgabe als Spitzel meistern zu können. Sein Freund Irc spielt dabei natürlich auch eine nicht unbedeutende Rolle.
Und wo ich schonmal bei der Krähe bin: Die Coverillustration passt nur augenscheinlich zum Inhalt, denn besagte titelgebende Krähe weist die Besonderheit auf, dass sie WEISSES Gefieder besitzt! Im Allgemeinen finde ich, daß die amerikanischen Cover dieser Reihe besser sind, da sie zumindest zum Inhalt passen. >_<
Was mir noch aufgefallen ist: Die Herrscherin von Turbansk, die Ernani, weist eine verblüffende Ähnlichkeit zu einer älteren gereiften Nasuada auf ( ERAGON-Zyklus ).
Und noch was Interessantes: Ursprünglich sollte dieser Band zusammen mit dem zweiten Band herausgebracht werden, doch weil das Buch dadurch eine zu grosse Seitenzahl gehabt hätte, entschied sich die Autorin dazu, es aufzuteilen. So wurde aus der geplanten Trilogie eine Tetralogie. Wäre aber auch nicht schlecht gewesen. Ein Buch, welches zwei Parts enthält ... Maerads Reise in den eisigkalten Norden und parallel dazu Hems Aufenthalt im heissen Süden!
Was mir nicht besonders schmeckte, ist die Tatsache, daß den Hauptcharakteren nichts so richtig gelingen mag. Sie wuseln sich mehr schlecht als recht durch. Man kann sich nichtmal sicher sein, daß sie nach all den Anstrengungen überleben. Und gerade das nehme ich der Autorin ein wenig übel. In diesem Band lässt sie einen Charakter ohne viel Federlesens einfach so abkratzen! >_<
In dieser Beziehung ist sie sogar schlimmer noch als Trudi Canavan ( Die Gilde der Schwarzen Magier ).
Das ist auch einer der Gründe, warum ich dem Buch nicht die volle Punktzahl vergeben kann. Der Andere ist meine persönliche Vorliebe. Ich ziehe jugendliche Hauptcharaktere den kindlichen vor. Ebenso hab ich es lieber, wenn sie weiblich statt männlich sind.
Ansonsten ist "Die Krähe" aber ein äusserst spannender Fantasyroman, der diesmal wohl auch männlichen Lesern gefallen könnte.
Zum Schluss gibt es auch diesmal einen ausführlichen Anhang, der mehr über den geschichtlichen Hintergrund erzählt:
-> Eine kurze Einführung über Suderain ( die südlichen Monarchien, die Barden von Suderain, der Aufstieg des Namenlosen )
-> Die Elidhu
-> Die Baumlied-Runen
Das Baumlied, der vierte Band, ist dann der krönende Abschluss der Saga!
Quelle: screenrant.com
Bild
Daenerys Targaryen - Game of Thrones
Benutzeravatar
Seraphina
Wargen-Würger
Wargen-Würger
 
Beiträge: 535
Registriert: Mo 9. Jul 2007, 01:01
Wohnort: VROENGARD

Alison Croggon - Die Pellinor-Saga

Beitragvon Smaug72 » Di 8. Sep 2009, 11:00

Dann will ich auch mal meine Meinung zu den Büchern kundgeben! :P
Ich habe jetzt alle vier Teile der Saga gelesen und war durchaus davon eingenommen. Natürlich fallen einem Ähnlichkeiten zu z.B. Tolkien auf, aber das hat mich eigentlich weniger gestört.
Ich mag die Art, wie Alison Croggon die Welt um Pellinor beschreibt, vor allem gefällt es mir, dass sie sehr bildgewaltig berichtet, dass man sich alles vor dem inneren Auge genaustens vorstellen kann.
Die Bücher lesen sich flüssig hintereinander weg, wobei ich nicht sagen kann, dass je Langeweile aufgekommen ist, dazu ist den Hauotcharas einfach zu viel in kurzen Abständen passiert. Mir gefällt auch der dritte Teil, Die Krähe, auch wenn er ausschließlich von Hem und Salimann handelt. Ich fand es weniger schlimm, dass dem Jungen nicht so recht viel gelingen wollte. Immerhin ist er noch sehr jung und sich fast selber überlassen (dadurch das Salimann eine hohe Stellung in Turbanks einnimmt, hat er da natürlich auch viele Verpflichtungen). Außerdem entdeckt Hem ja seine Gabe erst und ich finde man kann gut erkennen, wie er mit jeder Aufgabe ein wenig mehr über sich hinaus wächst. Das A.Croggon eine der Hauptcharaktäre hat sterben lassen, kam für mich nicht wirklich überraschend, immerhin zeichnet sich der Weg da schon deutlich vor, allein durch ihr handeln und ihre Denkweise.
Das Baumlied bildet für mich einen würdigen Abschluss, auch wenn mir gegen Ende des Buches der Teil der Magie, den Hem und Maerad in sich tragen, ein wenig zu groß und heftig wurde. Natürlich zielt die ganze Geschichte darauf ab, aber irgendwie kam mir das zu plötzlich und, natürlich, genau zur rechten Sekunde. Trotzdem ein schönes Buch, welches ich sicher nicht das letzte Mal in die Hand genommen habe. ;)
One word, even if it’s softly spoken, can wreck all dreams...
~~
Prefer et obdura; dolor hic tibi proderit olim
~~
Never trust completely, at a point of no return your heart will be broken
Benutzeravatar
Smaug72
Elbenwald-Tyrann
Elbenwald-Tyrann
 
Beiträge: 8387
Registriert: Fr 26. Aug 2005, 11:00
Wohnort: Somewhere in the Twilight

Re: Alison Croggon - Die Pellinor-Saga

Beitragvon Anne-Shirley Boleynn » Do 23. Feb 2012, 00:21

Guten Abend,

Also ich bin gerade dabei die Bücher zu lesen, das heißt ich bin quasi fast in der Mitte des 2.Bandes. Ich muss mich zu Smaug anschließen. Es ist wirklich flüssig zu lesen und Mrs.Croggon beschreibt die Welt von Pellinor wirklich einzigartig. ;) Aber nun denn ich hatte zu Anfang in einem Anquitariat die ersten drei Bände mir besorgt und hatte gar nicht gedacht das es insgesamt vier Bände sind. Leider musste ich mir daher den vierten Band nachbestellen und bin nun am Lesen. Ich bin mir zwar nicht direkt sicher wie die Geschichte ausgehen wird aber ich hoffe doch mal positiv!

Liebe Grüße
Benutzeravatar
Anne-Shirley Boleynn
Valar-Vertreiber
Valar-Vertreiber
 
Beiträge: 1841
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 15:10


Zurück zu Fantasy- und Mittelalterbücher

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste