[RP]Die drei Schwerter

Spieler 1: „Wir sollten dringend an unserer Kommunikation arbeiten!“
Spieler 2: „Idee gut!“

Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Little Echo [Leia] » Mi 9. Nov 2011, 16:56

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Grünberger Hafen, mit Mhairi und Cygnus

Westley grinste in sich hinein, als Mhairi von einem Rendezvous mit einer Unbekannten sprach. Dieser Kerl? Ein Rendezvous? Wenn das stimmte (und dem darauf folgenden Gerstotter des Knaben war zu entnehmen, dass es wohl stimmte), dann wusste er nicht, mit wem er mehr Mitleid haben sollte – dem Mädchen, das ganz sicher nicht bekam, was es sich erhofft hatte oder diesem kränklichen Typen, der dabei war sich eine Abfuhr einzuholen.
Mhairi bedeutete dem Neuankömmling, sich vorzustellen, als der sandblonde Dieb grad erneut in seinen Apfel biss, was wohl sein Glück war. Denn so wie der Fremde seinen Namen vorgetragen hatte, musste Westley das Gelächter zurückhalten, was ihm nicht sonderlich gut gelang, daher tarnte er es in einem Hustenanfall, gerade so als hätte er sich nur an einem Stück Apfel verschluckt. (Tatsächlich führte das Husten dazu, dass er sich nachträglich noch verschluckte).
Es war aber mitnichten der Name des Mannes gewesen, der diese Reaktion hervor gerufen hatte – auch wenn Cygnus zugegebenermaßen sehr ungewöhnlich, ja schon fast ein wenig überkandidelt klang – sindern das, was auf den Namen folgte. Edle Dame. Er hatte ja schon so einige edle Fräuleins gesehenen und Mhairi war weit davon entfernt. Was man eher als Lob zu verstehen hatte – bei vielen jungen Edeldamen war der äußere Putz und Prunk nur dazu da, die charakterlichen Mängel zu überpinseln und sie trugen ihre Nase stets so hoch, damit sie auch jeden wissen ließen, dass der ländliche Mief ihre empfindlichen Näschen störte.
Man konnte das eine oberflächliche Einschätzung nennen, aber hätte Westley eine andere Meinung gehabt, nun, dann hätte er sich schon bald einen neuen Beruf suchen müssen, nicht?
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Goldy [Mhairi] » So 13. Nov 2011, 17:23

Grünberger Hafen, mit Westley und Cygnus
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Mhairi dagegen entgleisten bei der Andrede "edle Dame" jedoch erstmal für einen Moment alle Gesichtszüge. Wieder fuhr ein Adrenalinstoss durch ihren Körper. Unter ihrem Volk wäre sie aufgrund ihrer Wandlungsfähigkeit tatsächlich eine "edle Dame" gewesen. Hier wollte sie aber nichts weiter, als in der Masse verschwinden. Ihr Herzschlag verlangsamte sich und sie machte sich bewusst, dass dieser junge Mann anscheinend ebenso unsicher war, wie sie auch.
"Mein Name ist Mhairi", stellte sie sich daher auch erstmal vor. "Und das Westley, der sich, würde er nicht an einem bedauerlichen Hustenanfall leiden, sicherlich ebenfalls gerne vorgestellt hätte...", sagte sie mit einem Seitenblick auf ihn.
Da Westley und sie sich bisher noch nicht verbindlich über eine Weiterreise geeinigt hatten, konnte sie ebensogut ihre Neugier stillen und mehr über diesen merkwürdigen Burschen erfahren, der hier aufgekreuzt war und anscheinend seine Herzensdame suchte.
"Bist du auch ein Reisender?", fragte sie daher und musterte verstohlen seine Kleidung...
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Loony » Mi 23. Nov 2011, 19:24

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. Ruine mit Narigrom,Keya,Vrem

Sie wusste nicht so recht wie sie Keyas Schmunzeln deuten sollte. Hatte sie so eine Antwort erwartet oder fand sie irgendetwas daran amüsant das Naima entgangen war? Nachfragen würde sie nicht, aber es verwirrte sie schon, wenn ihre Worte ungewollt solche Reaktionen hervor riefen. Dass Keya sie nicht hinauswarf sondern gewissermaßen einlud die Nacht über hier zu bleiben beruhigte sie ungemein. Der Sumpf gefiel der jungen Frau nicht und auch wenn es unheimlich war eine Nacht in diesen Ruinen zu verbringen so war es ihr lieber als durch die dunklen Sümpfe zu laufen, in denen es von Irrlichtern und anderen gruseligen Geschöpfen sicherlich nur so wimmelte. Nachdem sie fertig gegessen hatte stand sie auf. Bevor sie sich hinlegte musste sie eindeutig nach ihrem Pferd nehm. Sie nahm sich eine Fackel mit und erschauerte als sie hinaus trat. Es war kälter und feuchter als vorher und einen Moment überlegte sie Fallada mit hinunter zu nehmen, aber das Tier würde in der Ruine vermutlich mehr Angst bekommen als hier draußen, denn zu ihrer Überraschung stand er friedlich da und zupfte am Gras. Um ihm die Nacht ein wenig zu erleichtern nahm sie ihm den Sattel ab, rieb in ein wenig trocken und verschwand wieder nach unten. Sie nahm wieder denselben Platz, auf den Rylan sie vorher gelegt hatte, nahm den Sattel als Kopfkissen und wickelte sich in ihre Decke ein. Noch bevor sie sich erneut bei Vrem und Keya für ihre Gastfreundschaft bedanken konnte war sie eingeschlafen.

(Tut mir leid, dass ich das nicht eher hinbekommen habe)
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Auria » Fr 9. Dez 2011, 22:34

Cygnus - Hafen mit Mhairi & Westley

Cygnus mochte zwar nicht der selbstbewussteste Bursche sein, doch er hatte ein sensibles Gespür dafür, wenn sich jemand über ihn lustig machte, und so schenkte er Westley nur einen zornigen Blick. Klar, dieser Schmarotzer war mit einem ebenmäßigen, gut anzuschauenden Gesicht und Körper gesegnet, er konnte es sich erlauben, auf geringere Geschöpfe hinabzublicken. Cygnus wandte seine Aufmerksamkeit schließlich wieder der rothaarigen, jungen Frau zu und lächelte freundlich. Es freut mich, eure Bekanntschaft zu machen, Mhairi!" erwiderte er lächelnd und verbeugte sich nochmal in ritterlicher Manier. Auf ihre nächste Frage hin folgte jedoch ein kurzes Stocken und Beunruhigung flackerte in seinen Augen auf. Für einen Augenblick hatte er vergessen, dass er sich auf der Flucht befand und sich am besten so unauffällig wie möglich verhalten sollte. Er warf einen nervösen Blick über seine Schulter, ehe er sich wieder fasste und erneut versuchte, ein Lächeln aufzusetzen. "In der Tat. Ich bin immer auf Reisen, um ehrlich zu sein", antwortete er schließlich und gab die Frage dann an Mhairi zurück. Cygnus fragte sich, in welcher Beziehung Mhairi und Westely zueinanderstanden. Wie ein Liebespärchen kamen sie ihm nicht vor, doch für Bruder und Schwester hatten sie eindeutig zu wenig Ähnlichkeit.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Little Echo [Leia] » Do 5. Jan 2012, 14:48

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Grünberger Hafen mit Mhairi & Cygnus

„Nun, wer hätte gedacht, dass wir etwas gemeinsam haben?“, murmelte Westley, immer noch vergnügt dreinschauend. Er rieb sich den Hals, der nicht schmerzte, aber um die ‚Ich musste nur husten‘ Scharade etwas weiter zu treiben. Nicht, dass es einen Unterschied machte. So sauertöpfisch, wie Cygnus ihn ansah könnte man fast meinen Westley hätte ihm eine Beleidigung an den Kopf geworfen.
Pft. Wenn er jemanden beleidigen wollte, dann richtig. Er mochte keine halbe Sachen.
„Reist ihr um des Reisens Willen oder aus geschäftlichen Gründen?“, fragte der Dieb so unschuldig wie möglich. Cygnus sah nicht wie ein Händler aus (schon allein, weil er keine Waren dabei hatte) aber vielleicht war er ja ein Bote oder so etwas. Oder ein Musiker (aber dazu fehlte das Instrument) oder ein Poet.
Westler drehte den Apfel in seiner Hand ein wenig, um ihn besser abessen zu können, und warf Mhairi einen fragenden Blick zu. Was bezweckte sie eigentlich damit, dass sie den Mann fragte, ob er ein Reisender war? Nur um Konversation zu machen? Sah ihr irgendwie nicht ähnlich – sofern er es beurteilen konnte.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Sheireen » Di 10. Jan 2012, 23:07

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In der Ruine mit Rylan


Für einen klitzekleinen Moment erwägte die Werkatze, dem Mann vor ihr einen gehörigen Schrecken einzujagen. Denn Rylan war während der gesamten Zeit, die sie nun schon gemeinsam reisten, noch kaum jemals nett gewesen. Doch wo sie ihn jetzt, so offensichtlich ängstlich und hilflos ob der Dunkelheit, vor sich sah, konnte sie es einfach nicht tun.
Also wechselte sie wieder ihre Gestalt - die Ratte war ja mittlerweile eh über alle Berge - und trat näher an Rylan heran, während sie mit beruhigender Stimme sprach.
"Ich bin's, Evanlyn. Tut mir Leid, dass ich dich so umgerannt habe - ich war etwas abgelenkt von meiner Beute. Kann ja keiner ahnen, dass du hier..."
Mitten im Satz brach sie ab. Mit geweiteten Augen schaute sie an Rylan vorbei. Denn in der Dunkelheit hinter ihm schien die Werkatze ein schwaches Leuchten zu sehen, wie ein pulsierendes Licht.
Mit zusammen gekniffenen Augen schaute sie genauer hin - das Licht kam aus einer Mauerspalte, etwa zehn Schritte hinter Rylan.
"Ähm...Ich glaube, ich seh da was...Da ist ein seltsames Leuchten hinter dir in der Mauer. Warte, ich mach dir mal eben Licht."
Mit diesen Worten kramte Evanlyn aus ihrer Gürteltasche eine kleine Kerze hervor, die sie mithilfe ihres Feuersteines entzündete. Erst nach dem vierten Versuch fing der Docht Feuer.
Nun konnte die Waldläuferin Rylan auch besser sehen - und musste sich ein Lachen verkneifen. Er war schmutzig, nass und sah vollkommen verdattert aus. An seinem Kopf rann etwas Blut herunter, wahrscheinlich hatte er sich irgendwo gestoßen.
Mit einem schiefen Grinsen auf dem Gesicht schritt Evanlyn an Rylan vorbei und auf die Spalte zu.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Auria » Fr 13. Jan 2012, 22:45

Rylan

Er war mehr als erleichtert, als sich die vermeintlich gefährliche Kreatur in der Dunkelheit nur als Evanlyn herausstellte. Er wollte sie schon wütend zurechtweisen, als er die leichte Reflektion ihrer Katzenaugen sah und es dauerte einen Moment, bis er realiserte, dass das bedeutete, dass es irgendwo eine Lichtquelle geben musste. Und Evanlyn schien tatsächlich etwas zu sehen. Auf ihre Bemerkung hin, drehte er sich um und kniff die Augen zusammen. Er konnte ein mehr als schwaches Glimmen erkennen, konnte jedoch nicht feststellen, wo genau es herkam. Jedes Mal, wenn er versuchte, seinen Blick darauf zu fokussieren, schien es wieder verschwunden zu sein. Evanlyn machte sie derweil daran zu schaffen, eine Kerze zu entzünden, was ihr nicht sofort gelang. Rylan wurde mehr als ungeduldig. "Nun mach schon!" zischte er und erhob sich langsam. Sein Kopf dröhnte noch immer, doch er nahm es ob des Adrenalins, das in ihm freigesetzt wurde, kaum noch wahr. Konnte es sich tatsächlich um einen der Splitter handeln? Schließlich schaffte Evanlyn es, den kleinen Docht zu entzünden und ein schwaches Licht fiel auf die feuchten Mauern. Evanlyn marschierte an ihm vorbei und auf einen schmalen Spalt in der Mauer zu. Rylan holte sie mit zwei großen Schritten ein und drängte sie recht unsanft aus dem Weg. "Lass mich mal sehen ...", murmelte er und kniete sich vor den Spalt. Es war ihm nicht ganz geheuer, mit der Hand in den Spalt zu langen, doch er atmete einmal tief durch und tat es dann doch. Seine Finger ertasteten mehrere metallene Splitter, die sich seltsam warm unter seinen Fingern anfühlten. Er griff beherzt und aufgeregt zu, doch zog eine Hand sofort wieder zurück. [b]"Was zur ... "/b], murmelte er und blickte auf seinen Finger. Die Splitter schienen unnatürlich scharf und er hatte sich tief in den Finger geschnitten. Dennoch, er musste sie haben ...

~~

Mit einiger Mühe hatten Evanlyn und Rylan es schlussendlich geschafft, mehrere kleine und größere Splitter aus der Mauerwand zu ziehen. Für einen Moment hatte Rylan erwägt, Evanlyn an Ort und Stelle zu töten und mit den Splittern zu verschwinden ... doch er hatte schnell realisiert, dass er nicht allein aus dem Moor finden würde. Und Keya und Vrem schienen den Weg gut zu kennen, es war sicher geschickter, erst einmal bei der Gruppe zu bleiben. Auch wenn eine Flucht mit den beiden geübten Kämpfern in der Gruppe noch unwahrscheinlicher erschien. Doch er hatte keine Wahl. Er und Evanlyn waren zu den anderen zurückgegangen und hatten sich auf dem Weg entschieden, der Gruppe nichts von ihrem Fund zu berichten, schließlich war Narigorm die einzige außer ihnen, die von der ursprünglichen Gemeinschaft übrig war, und was ging es denn ein Kind an? Zu Rylans Unbehagen hatte Evanlyn die Splitter an sich genommen und verwahrt, was ihm mehr als ungelegen kam. Sie verbrachten die kommende Nacht alle zusammen in der Wohnhöhle von Vrem und Keya und Naima schien sich wieder einigermaßen zu erholen. Die Gruppe teilte die Nahrung, die sie hatten und kochten einen dünnen Eintopf aus getrocknetem Fleisch und getrockneten Bohnen, gewürzt mit ein wenig Kräutern. Es war nicht viel, doch es war warm und das tat den leeren Mägen gut.
Früh am nächsten Morgen standen alle wieder auf und die Gruppe einigte sich darauf, dass Vrem und Keya sie aus den Sümpfen begleiten würden. Was danach passieren würde, stand noch in den Sternen, doch Rylan war froh, wenn sie erst einmal hier heraus kamen. So machte sich die ungleiche Gruppe auf den Weg, nachdem Vrem und Keya ihre Habseligkeiten zusammengepackt hatten und Naima wieder einigermaßen bei Kräften zu sein schien.
Nach einem strammen Tagesmarsch, als die Sonne gerade unterzugehen begann, schien der Boden unter ihren Füßen langsam fester zu werden, in der Ferne konnten sie Felder und Wälder, sowie einzelne Bauernhäuser erkennen. Sie schienen den Sumpf tatsächlich hinter sich gelassen zu haben. Das beruhigte Rylan ungemein, dennoch war er mit der Situation nicht zufrieden. Sein Blick ruhte immer wieder auf Evanlyn, die fröhlich vor ihm herlief. Sie hatte die Splitter ... die Splitter, die er haben wollte. Doch er würde sie schon noch bekommen.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Goldy [Mhairi] » So 15. Jan 2012, 23:15

Grünberger Hafen, mit Westley und Cygnus

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Mhairi widerstand dem Drang unbehaglich hin und her zu rutschen oder an ihren Fingernägeln zu kauen. Sie wollte keine Unsicherheit zeigen und bereute es nun fast Cygnus eine Frage gestellt zu haben. Denn jetzt senkte sich Schweigen über die Gruppe. Die junge Drákon überlegte... Wäre es nicht klug, einen weiteren Begleiter auf ihrem nächsten Reisewegstück zu haben. Sie warf schnell wieder einen Blick auf Westley. Was würde ihr - ihr ebenfalls noch relativ unbekannter Begleiter - dazu sagen, falls sie Cygnus fragen sollte. Sie beschloss daher erstmal nichts in die Richtung anzudeuten und sah auf ihre Füße.

Unter ihren langen Wimpern wanderte ihr Blick vorsichtig zu Cygnus. Irgendetwas verbarg er. Ihr Raubtierinstinkt nahm einen Hauch von Unruhe wahr. Wer war diese geheimnisvolle Lhajita? Warum reiste dieser junge Mann für Sie umher? Neugierig war sie schon. Aber sie traute sich nicht in diese Richtung weiterzufragen. Die meisten Bewohner von Grünberg hatten etwas zu verbergen und dass er sich, wie sie selbst, wie sie sich eingestehen musste, im Hafen herum trieb, bestätigte ihren Verdacht noch einmal.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Mania Adun » Do 19. Jan 2012, 13:46

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Mit jedem Schritt, der sie weiter aus dem Sumpf herausführte, schien sich das Gemüt des Halborks weiter und weiter zu verdunkeln. Einem Außenstehenden mochte das nicht auffallen - so groß war der Unterschied zwischen seinem normalen und seinem unzufriedenenen Gesichtsausdruck nämlich nicht - aber Keya konnte es unmöglich entgangen sein. Trotzdem führte sie das merkwürdige Grüppchen verlässlich auf den Pfaden, die sie beide kannten, wie ihre Westentasche.
Weil er es nicht gewagt hatte tief und fest einzuschlafen, war die Nacht für ihn nicht gerade die erholsamste gewesen. Natürlich besserte das seine Laune nicht. Sein einziger Lichtblick war wie immer Keya gewesen auch wenn sie es war, die sie überhaupt erst in diese Situation gebracht hatte. Wäre Vrem alleine gewesen, diese seltsamen Leute würden ihm jetzt sicher nicht hinterherdackeln weil sie selbst nicht in der Lage waren sich im Sumpf zurecht zu finden. Pfff...
Da Naima sich auf Keyas Lager breit gemacht hatte und die Rothaarige nichts weiter dagegen unternommen hatte, war es darauf hinausgelaufen dass sie mit bei ihm geschlafen hatte. Und auch wenn das ein weiterer Grund für seinen Schlaflosigkeit war, so war es ihm das doch fast wert gewesen. Keya konnte so viel Unsinn machen wie sie wollte, sich offen gegen seinen Willen stellen und ihm auf der Nase herumtanzen, sie musste ihn nur einmal anlächeln und er konnte ihr nicht mehr böse sein. Und auch jetzt erwischte er sich dabei, dass seine Mundwinkel sich zu einem schwachen Lächeln heben wollten, wann immer sie ihn anschaute.
Er entschied sich aber stoisch zu bleiben und weiterhin alle wissen zu lassen, dass er nicht begeistert war. Nicht, dass es eine Rolle gespielt hätte, denn er hatte ohnehin nicht vor sich weiter mit irgendeinem von den Fremden zu befassen. Zu diesem Zeitpunkt ahnte er ja auch noch nicht, dass ihre gemeinsame Reise sehr viel länger andauern würde als bloß bis zur nächsten Siedlung.
Kaum kamen die ersten Häuser in Sicht, schlang Vrem seinen großen löchrigen Umhang enger um die breiten Schultern und bald darauf zog er die zugehörige Kapuze über. Sein fahles Gesicht mit den merkwürdig pupillenlos scheinenden Auge vermochte sie nicht zu verbergen, aber doch immerhin die spitzen Ohren. Bei einem flüchtigen Blick ging er als großer Mann mit ungesunder Hautfarbe durch und mehr konnte Vrem sich sowieso nicht erhoffen. Er und Keya blieben meist sowieso nicht lange genug an einem Ort dass sich seine wahre Natur herumsprechen konnte und damit den ansässigen Bauern einen Grund geben konnte einen mit Fackeln und Forken bewehrten Lynchmob zu bilden. Orks waren nicht sehr beliebt hierzulande. Und der Mischling konnte es ihnen nicht mal mehr verübeln.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Syrinja » So 5. Feb 2012, 18:58

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Keya mochte Vrems schlechte Laune nicht im geringsten teilen, doch auch sie war relativ ruhig.
Wie am abend zuvor hatte sie versucht ein Gespräch zu beginnen, aber es war ihr nicht wirklich gelungen.
Irgendwann in der Zeit, in der sie nur noch mit Vrem unterwegs gewesen war, musste sie ihre kommunikative Seite verloren haben.
Oder zumindest ihr Talent andere Menschen in ein Gespräch zu verwickeln.
Nun ja vielleicht lag es auch einfach nur an den anderen der Gruppe. Die Rothaarige gab sich Mühe nicht zu sehr darüber nachzugrübeln.
Ihre Wege würden sich ohnehin bald trennen. Natürlich wäre es nett gewesen einmal wieder mit einem anderen Wesen als Vrem zu reden, aber wenn dem nicht so sein sollte, dann sollte es nicht sein.
Sie würde sich nie über die einsilbige Gesellschaft des Orks beschweren, dafür schätze sie ihn viel zu sehr.
Aber Keya war nuneinmal ein Mensch und wollte genau das, was sie nicht hatte.
War ihr Leben turbulent gewesen und voller Schwätzer, hatte sie sich nach einem Gefährten wie Vrem gesehnt...
Und jetzt wo sie alle Ruhe und Abgeschiedenheit hatte wünschte sie sich ein oberflächliches Gespräch mit Fremden.
Über ihre eigene Verdrehtheit musste sie lächeln und schüttelte kaum merklich den Kopf.
Ihr Blick glitt zu Vrem, der bereits verhüllte und ihr Lächeln wurde matter, bevor auch sie ihre Kaputze überzog.
Immerhin war sie nicht so groß und auffällig wie Vrem, aber ihre feuerrote Mähne war auch Grund genug, um sich verstecken zu müssen.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Loony » Do 9. Feb 2012, 14:19

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Grünberg mit den anderen

Wenn man bedachte, wie hart und für sie ungewohnt unbequem ihr Nachtlager gewesen war, hatte Naima gut geschlafen. Sie fühlte sich regelrecht ausgeruht und erholt, als sie am Morgen in der Wohnhöhle aufwachte. Noch bevor es etwas zu essen gab eilte sie nach draußen um nach ihrem Pferd zu sehen. Der Hengst schien leicht nervös, die junge Frau schob es auf die Umgebung, war ansonsten aber gut über die Nacht gekommen. Schweigend hatte sie mit den anderen den dünnen Eintopf gegessen und sich auch nicht weiter um etwas anderes gekümmert. Nicht aus Desinteresse, aber die Stimmung war einfach merkwürdig gewesen, besonders Rylan und Evanlyn machten einen angespannten Eindruck, der nichts mit dem Sumpf zu tun hatte, schließlich waren sie auf dem besten Wege hier heraus zu kommen. Nach einem schier endlosen Marsch kamen sie endlich aus dem Sumpf heraus. Dem Stand der Sonne nach zu urteilen waren sie den ganzen Tag unterwegs gewesen, Naima fühlte sich aber mehr als wären es zwei gewesen. Da nun endlich wieder zuverlässiger fester Boden unter ihren Füßen war, stieg sie kurzerhand vor Narigrom auf ihr Pferd. Sie hatte Fallada schließlich nicht dabei, um ihn die ganze Reise über zu führen. Immer häufiger sahen sie kleinere Bauernhäuser am Rand des Pfades, kleinere Viehherden und nach und nach auch andere Reisende. Aus dem Augenwinkel sah Naima, wie Vrem sich in seinen Umhang hüllte, um so wenig wie möglich von sich preis zu geben. Auch wenn der Anblick des Halborks für sie nichts gewohntes war, so hatte sie einen Teil ihrer Angst vor ihm verloren. Weniger wegen seiner Haltung ihr gegenüber, aber seine rothaarige Begleiterin schien ihn gewissermaßen im Griff zu haben und auch wenn sie Keya nicht kannte, die Frau vertraute dem Mischling sicherlich aus gutem einem Grund. Naima sah keinen Grund sich zu verhüllen, niemand kannte sie hier und zu ihrem Glück hatte sie optisch keinerlei Ähnlichkeit mit ihrem Vater, also würde sie auch niemand erkennen. Langsam füllte sich die Straße und sie konnte nicht umhin sich über ihre Gruppe zu amüsieren. Die anderen waren um sie herum formiert als wären sie ihre Garde. Keya und Vrem liefen jeweils rechts und links vom Kopf ihres Pferdes, Evanlyn und Rylan zu jeweils einer Seite von ihr. Zu schade, dass sie gerade nicht sonderlich nach einer Edeldame mit Gefolge aussah. “Halt!“, blaffte sie plötzlich ein Wachmann an. Naima hatte gar nicht gemerkt, dass sie schon fast die Tore der Stadt erreicht hatten. “Was bringt euch und eure Leute nach Grünberg ?“ Die junge Frau erstarrte in ihrem Sattel, während sie auf eine Antwort wartete. Kurz sah sie sich um, auch andere Leute waren angehalten worden, vermutlich kassierten sie Wachmänner Wegzoll um sich heute Abend in der Gaststube voll laufen zu lassen. Ein Räuspern ertönte und erst jetzt begriff sie, dass der Mann zu ihr sprach, und nicht wie sie gedacht hatte zu Rylan. Naima war keine gute Lügnerin und brauchte einen Moment, bis sie eine Antwort gefunden hatte. “Wir sind auf der Durchreise.“ Sie war es zumindest. Die anderen würden aber bestimmt auch nicht in Erwägung ziehen, sich in dem Ort niederzulassen. Grünberg war zwar weithin bekannt für seinen Ruf als Gesetzesfreie Zone, allerdings brachte das allerlei zwielichtige Gestalten in die kleine Hafenstadt. “Und wohin soll es danach gehen?“ Was wusste sie denn? “Seestadt.“ Sie hätte mehr Aufmerksamkeit für die Karten im Haus ihrer Eltern aufbringen sollen, denn außer Seestadt war ihr absolut kein anderer Ort mehr eingefallen. Aber der Wachmann schien sich damit zufrieden zu geben und beäugte die Größe der Gruppe. “Macht 6 Goldstücke.“ Widerwillig gab sie dem Mann die Münzen, hier wurde nicht verhandelt. Man zahlte und durfte weiter oder musste das Weite suchen. Er grinste, als er das Geld in seinem Lederbeutel verschwinden ließ und wünschte ihnen überschwänglich einen schönen Aufenthalt.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Sheireen » Di 14. Feb 2012, 14:11

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Grünberg mit den anderen


Evanlyn hatte es für das Beste gehalten, wenn sie vorerst die Splitter an sich nahm. Nicht nur, weil sie Rylan nicht vollends vertraute. Denn sie alleine war in der Lage die Splitter wirkungsvoll zu verstecken - wenn sie in ihrer Katzengestalt war, konnte niemand ihr etwas abnehmen, dass sie an sich trug. All ihre Sachen verschwanden mittels Magie in einem "Zwischenlager", in einer Dimension, an die man nicht so leicht herankam.
Also wäre die Werkatze am liebsten in Katzengestalt weiter gezogen, denn sie würden genügend Feinde haben, die ebenfalls auf der Suche nach den Splittern waren, davon war Evanlyn überzeugt. Doch die feuchte Luft machte es ihr nach wie vor fast unmöglich, in Menschengestalt konnte sie die Nässe wenigstens aushalten, als Katze nicht wirklich.
Vom Abendessen nahm sich die Waldläuferin nichts - sie hatte ja kurz zuvor Frischfleisch gehabt. Also hatte sie sich in eine Ecke gesetzt und ihren Bogen kontrolliert. Geschlafen hatte sie wohl am Besten von allen - zusammengerollt vor dem niederbrennenden Feuer in Katzengestalt.

Die gesamte Wanderung über war Evanlyn recht gut gelaunt. Sie hatte seit langem mal wieder im Trockenen und Warmen geschlafen, sie würden den Sumpf hinter sich lassen und sie hatten die ersten Splitter gefunden. Besser konnte es kaum laufen.
Also schritt sie mit einem Dauergrinsen neben Naima und Narigorm auf dem Pferd einher. Natürlich bemerkte sie, dass Rylan sie regelmäßig mit Blicken durchbohren zu schien, dass Vrem das alles hier mehr als nur schlecht fand.
Dennoch, ihre Laune wurde ihr nicht vermiest. Sie wurde sogar noch besser, als sie endlich den Sumpf hinter sich gelassen hatten und Grünberg in Sicht kam.
Das Geplänkel mit den Wachen am Stadttor beobachtete die Werkatze nur mit geringem Interesse. Viel lieber beobachtete sie die Leute um sich herum.
Natürlich lieg Grünberg über vor zwielichtig aussehenden Gestalten. Und da machte ihre Gruppe auch keine Ausnahme.
Noch immer hatten sie kein Wort gewechselt, als sie sich schon in den Straßen der Stadt befanden.
Als schön konnte man Grünberg nun wirklich nicht bezeichnen. Es stank auf den Straßen nach Unrat und Wer-Weiß-Was. Lediglich die Hauptstraßen waren mehr schlecht als recht gepflastert, der Rest der Wege bestand nur aus Matsch. Die Gebäude sahen heruntergekommen aus, alle nicht höher als zwei Stockwerke.
Und doch, für Evanlyn war es ein Segen gegenüber dem immerfeuchten und gruseligen Sumpf. Kurzerhand drehte sie sich zu ihren Mitstreitern um, als sie schon ein Stück weit in Richtung des Hafens gegangen waren und nun ein Gasthaus vor ihnen war.
"Ich würde sagen, wir werden uns jetzt Zimmer in diesem wunderbaren Gasthaus namens 'Zum grinsenden Fisch' besorgen und eine ordentliche Mahlzeit bestellen. Ich sterbe regelrecht vor Hunger und ein wenig Ruhe könnte uns allen gut tun."
Auf das zustimmende Gemurmel hin betrat die Gruppe das kleine Gasthaus an der Hauptstraße zum Hafen. Es hatte zwei Stockwerke, im unteren Bereich einen großen Schankraum, in der oberen Etage wohl die Zimmer für die Gäste.
Innen sah es fast genauso schäbig aus, wie von außen. Doch das war der Werkatze herzlichst egal.
Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen fragte sie nach Zimmern für ihre kleine Gruppe. Der Wirt - man kann schon sagen der miesgelaunte Wirt - führte sie wenig motiviert in die obere Etage und zeigte ihnen zwei Zimmer.
"Das macht 3 Goldstücke die Nacht. Wird im Vorraus bezahlt." Unfreundlich streckte er Evanlyn - die hatte ja für sie alle gesprochen - die offene Hand entgegen. Noch immer lächelnd reichte sie ihm die Goldstücke. Und schon ließ sie der Wirt alleine und verschwand mit schlurfenden Schritten wieder nach unten.
"Also, wer schläft mit wem in einem Zimmer?", fragte die Werkatze in die Runde.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Auria » Mi 15. Feb 2012, 05:38

Cygnus

Mhairi schien ein wenig ruhiger und vorsichtiger zu werden und Cygnus ueberlegte schon, ob er etwas falsches gesagt hatte, doch bevor er sich recht Gedanken darueber machen konnte, stellte Westley ihm eine Frage. Wieder blickte er den jungen, gutaussehenden Mann an und war sich nicht sicher, ob er ihn leiden konnte oder nicht. Er tendierte eher zum 'oder nicht'. "Aus geschaeftlichen Gruenden, wenn man so will. Ich bin Geschichtenerzaehler ... ", erwiderte er unwirsch, bereute seine Worte jedoch sofort. Er haette das nicht erzaehlen sollen, schliesslich war noch immer ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Und Cygnus bezweifelte nicht, dass Westley zu der Sorte gehoerte, die ihn ohne Wenn und Aber ausliefern wuerde. Auch, wenn er unschuldig war. Aber was bedeutete das Wort schon? Beweisen konnte er das sowieso nicht. Sein Blick glitt nervoes zwischen Mhairi und Westley hin und her und sein Kopf raste. Wie konnte er die beiden schnell ablenken?
"Wenn ihr ein gutes Wirtshaus sucht, der grinsende Fisch hat weiche Betten und gutes Bier ... ", meinte er schliesslich lahm und nickte die Strasse hinunter. Dann kam ihm eine Idee. "Moechtet ihr mir vielleicht im auf ein Bier oder etwas Wein Gesellschaft leisten?" fragte er laechelnd. Er glaubte nicht, dass diese Lhajita noch auftauchen wuerde. Und es war ihm lieber in einer Gruppe durch die Stadt zu gehen, da das weniger Aufmerksamkeit auf ihn allein lenkte. Sobald die beiden dann im Wirtshaus waren und ein wenig Alkohol intus hatten, konnte er sich im Dunklen davon machen, ohne Aufsehen zu erregen. Ein guter Plan, wie er befand. Nach kurzer Abstimmung stimmten die beiden zu und zu dritt machten sie sich in das besagte Establishment auf.

~~

Rylan

Der Weg aus dem Sumpf am naechsten Tag wurde von einer unangenehmen Stille in der Gruppe begleitet, doch Rylan machte das nicht viel aus. Im Gegenteil, er genoss die Stille mehr als das endlose Geplapper anderer Menschen. Und so machte auch er sich nicht die Muehe, ein Gespraech in Gang zu bringen. Stattdessen beobachtete er seine Mitreisenden. Der Halbork schien sich sichtlich unwohl zu fuehlen und zog sich eine Kapuze immer wieder tief ins Gesicht. Rylan konnte es ihm nicht veruebeln, er glaubte nicht, dass Menschen allzu freundlich auf ihn reagierten. Evanlyn hingegen lief recht beschwingt, was auch nicht ueberraschend war, hatte das Katzenvieh doch schliesslich die Splitter an sich genommen. Naima wirkte noch immer ein wenig blass um die Nase, sah jedoch schon viel besser aus. Keya war ihm jedoch ein Raetsel. Er vermochte die Frau nicht wirklich einzuschaetzen und konnte nicht gerade behaupten, dass er sie mochte. Sobald sie den Sumpf hinter sich gelassen hatte, zog auch sie sich ihre Kapuze ueber. Rylan zuckte aufgrunddessen nur mit den Schultern. Was auch immer sie zu verstecken hatten war nicht sein Problem. Dass sie etwas zu verstecken hatten, stand naemlich voellig ausser Frage. Warum sonst hauste man einsam in einem Sumpf? Nachdem sie beinahe den ganzen Tag gelaufen waren und hier und dort immer mal eine kurze Rast eingeschlagen hatten, kamen langsam Bauernhaeuser und dahinter Strassen in Sicht. Ihre ungewoehnlich Gruppe erreichte die Stadttore und betrat Gruenberg und es war nicht ueberraschend, wie schnell sie die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ein Wachmann hielt sie an und begann sie zu befragen. Rylan wollte schon fuer die Gruppe antworten, doch der Wachmann hatte sich auf Naima fixiert und sie antwortete auch ... wenn auch aeusserst unbedarft und mit einem zu langen Zoegern. Rylan stoehnte genervt auf und rechnete schon fast damit, dass der Wachmann sie abweisen wuerde oder fuer weitere Befragung mit zur Stadtwache nehmen wuerde. Er verlangte jedoch nur eine bestimmte Summe Geld, die Naima ihm dann anstandslos reichte. Damit betraten sie die Stadt. Sie schritten durch die Strassen und waren ein wenig uneinig darueber wohin sie sich wenden sollten, bis sie schliesslich in der Naehe des Hafen endeten. Evanlyn schlug vor, dass sie sich doch Zimmer im hier angesiedelten Gasthaus nehmen sollten und die Gruppe stimmte schliesslich zu. Rylan waere fuer ein weiches Bett und eine anstaendige Mahlzeit mehr als dankbar. Sie betraten das Gasthaus und Rylan stellte schnell fest, dass es recht heruntergekommen war. Das sollte aber zumindest bedeuten, dass es nicht sonderlich teuer sein konnte. Als der Wirt 3 Goldstuecke verlangte, wollte Rylan schon protestieren. Drei Goldstuecke fuer dieses Loch? Doch Evanlyn reichte dem Wirt umgehend das Geld und erneut stoehnte Rylan frustriert da ihm damit jegliche Basis zum Handeln genommen worden war. Bei Evanlyns Frage blickte er skeptisch durch die Gruppe. Vermutlich wuerde es darauf hinauslaufen, dass die Frauen und Kinder sich ein Zimmer teilen wuerden, waehrend er mit dem Ork gestraft sein wuerde. Nicht, dass es die schlechteste Wahl war, immerhin war dieser still. Andererseits konnte er sich angenehmeres vorstellen, als die Nacht neben diesem Ungetuem zu verbringen. Wer wusste schon, ob der Ork, wenn er nachts hungrig wuerde, nicht ihn frass. Rylan sprach seine Gedanken nicht aus und wartete erstmal ab, was die anderen sagen wuerden.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Mania Adun » Mi 22. Feb 2012, 21:35

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Zu dem Zeitpunkt, an dem die Stadttore in Sicht kamen, war Vrems Gesicht so ungewegt, als sei es in Stein gehauen. Nicht, dass er vorher besonders ausdrucksstark gewesen wäre aber jetzt zwang er sich bewusst dazu ruhig zu bleiben.
Allein der unfreundliche Tonfall des Wachmanns reichte um seinen Puls in die Höhe zu treiben und es war wohl ihr aller Glück, dass der Mann das Wort gleich an Naima richtete. Solange er nicht direkt angesprochen wurde, war alles in Ordnung.
Es machte ihn nervös unter so vielen fremden Menschen zu sein.
Und selbst Keya konnte ein Lied davon singen wie ausgesprochen unschön es für alle Beteiligten werden konnte, wenn mit über zwei Zentner Berserker die Nerven durchgingen. Vrem wusste das und gab sich alle Mühe keinen Mucks von sich zu geben, solange sie in irgendwelchen Siedlungen waren. Bloß niemandem einen Grund geben ihn zu provozieren...
Tatsächlich ging seine Taktik auch dieses Mal wieder auf und Dank der jungen Frau auf dem Pferd konnten sie die Stadt am Ende relativ unbehelligt betreten. Der Halbork warf ihr einen langen Blick über die Schulter zu. Nettes Mädchen.
Ein Glück, dass sie ihren Ohnmachtsanfall unbeschadet überstanden hatte.
Lange Zeit blieb ihm nicht um darüber nachzugrübeln, denn schon bald fand er sich wieder umgeben von fremden Leuten. Ironischerweise war es die Gruppe, die ihm ja eigentlich Unbehagen bereitet hatte, die nun aber wieder dafür sorgte, dass er seine Ruhe hatte. Scheinbar fand sich immer irgendjemand der das Wort übernahm und Vrem musste gar nicht erst so tun als verstehe er die menschliche Sprache nicht.
Nur flüchtig sah er sich in dem kleinen Gasthof um und war im Gegnsatz zu einigen seiner Begleiter ziemlich zufrieden. Alles war besser, als in einer düsteren Zelle fernab von jeglichem Sonnenlicht zu verrotten - und selbst wenn der Halbork diese Erfahrung nicht gemacht hätte, so wären seine Ansprüche an eine Unterkunft trotzdem kaum höher gewesen. Er hatte sich immerhin auch in der Ruine im Sumpf wohlgefühlt.
Sie wurden zu den Zimmern geführt und auf die Frage hin wer mit wem eines teilen sollte, wanderten seine gelben Augen durch die Runde, als betrachte er die Leute zum ersten Mal. Hängen blieb sein Blick auf Rylan.
Nicht, dass er unbedingt mit ihm auf ein Zimmer gewollt hätte. Im Gegenteil - er konnte sich tausend Dinge denken, die er lieber getan hätte als mit dem dunkelhaarigen Menschen die Nacht zu verbringen. Aber er wusste auch, dass Naima und die seltsamen Kinder bei Keya besser aufgehoben waren. Wahrscheinlich tat es der Rothaarigen ja sogar mal gut, in weiblicher Gesellschaft zu sein.
Ein lautloser Seufzer kam über seine Lippen. Hoffentlich kam Rylan auf keine dummen Ideen. Das Bild, wie er im Sumpf sein Schwert gezogen hatte, war immerhin noch frisch in Vrems Gedächtnis.
Keya hätte sie einfach vorwarnen sollen.
Mit einer knappen Geste deutete er auf sich und Rylan, während er nach Zustimmung suchend zu Keya blickte.
"Wir zwei und ihr?"
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Little Echo [Leia] » Fr 9. Mär 2012, 15:30

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Grünberger Hafen -> Wirtshaus

Er hatte seinen Apfel abgenagt und warf die kümmerlichen Überreste ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen hinter sich, wo sie mit einem dumpfen Plumps im Wasser verschwanden.
„Ein Geschichtenerzähler? Nett.“ Bemerkte der junge Mann mit einem wilden Grinsen. Schon als kleiner Junge hatte er immer gern Geschichten gehört, am liebsten hatten ihn Geschichten über Helden und Seeräuber gefallen; Abenteuergeschichten die zur Hälfte wahr und zur Hälfte erlogen waren. Welcher Junge mochte das nicht?
Noch interessanter als Cygnus Profession war aber das, was der schmächtige Mann als nächstes vorschlug.
„Na, wer kann den schon zu einem anständigen Bier nein sagen?“, fragte Westley und lachte. „Obwohl ich gehört habe, dass der Portwein hier auch nicht übel sein soll.“
Es war ein ungeschriebenes Gesetzt, dass wer ein anständiger Dieb werden wollte, auch ordentlich trinkfest sein musste. Abgesehen davon, dass ein erfolgreicher Raubzug schon mal mit einem ordentlichen Saufgelage zelebriert wurde, waren Betrunkene leichter auszurauben... mit anderen Worten, Hauptsache man war trinkfester als der, den man zu bestehlen gedachte.
Er stand auf, klopfte sich den Dreck von der Hose und reichte der Dame dann die Hand.
„Wie sieht’s aus Schwester, kommst du mit?“
Wenn nicht, nun, dann konnte man sich immer noch einen Treffpunkt ausmachen, an dem man sich zu späterer Stunde wieder einfand.
Ah, aber auch Mhairi lenkte ein und so fand sich das Dreiergespann, angeführt von dem Geschichtenerzähler, bald in der Gaststube des Wirtshauses „zum Grinsenden Fisch“ wieder, wobei Westley darauf drängte, einen netten Tisch zum Sitzen auszusuchen. Er wählte einen schummrigen Platz in der Ecke, von dem aus man die anderen Gäste beobachten konnte, jedoch selbst nicht so leicht gesehen wurde. Das machte es zwar notwendig, sein Bier am Tresen zu bestellen wenn man nicht Stunden auf die Bedienung warten wollte, aber der Dieb fühlte sich so sicherer. Und seinen zwei Bekannten mochte es da nicht anders gehen.
„Someone needs to tell those tales. When the battles are fought and won and lost, when the pirates find their treasures and the dragons eat their foes for breakfast with a nice cup of Lapsang souchong, someone needs to tell their bits of overlapping narrative. There's magic in that.“
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Goldy [Mhairi] » So 18. Mär 2012, 21:22

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Grüneberger Hafen - im Wirtshaus

Mhairi fand die Idee mit dem Gasthaus auch eine gute Idee. So würde sie nicht länger mit Westley am Hafen herumhängen müssen. Als sie sich zusammen mit ihrer neuen Bekanntschaft (ein "Geschichtenerzähler" so so..) in die schummrige Ecke gesetzt hatte, wurde sie innerlich ruhiger und konnte sich sogar ein wenig entspannen. Hier konnte sie keiner sehen und bei dem Licht würden auch ein paar zerfließende Konturen nicht weiter auffallen. Mhairi seufzte und ihr wurde in diesem Moment zum ersten mal auf ihrer Reise.. Flucht! schalt sie sich selber, klar, dass sie sich von fortan immer in dunklen Ecken würde herumdrücken müssen.

Vergeblich hielt sie nach einer Bedienung Ausschau und wandte sich dann an Cygnus: "Was für Art von Geschichten erzählt Ihr denn so?" Sie hob dabei fragend eine Augenbraue und merkte im gleichen Moment, wie ihr das Blut in die Wangen schoss. Solche Art von Geschichten doch bestimmt nicht, oder? Aber wenn sie sich hier im Wirtshaus so umsah, dann konnte sie sich schwer vorstellen, dass diese grobschlächtigen, rotgesichtigen Männer (über die Frauen, die sich in diesem Etablissement aufhielten, machte sie sich lieber keine Gedanken, immerhin war sie ja auch hier...) sich mit einer romantischen Ballade oder einem Heldenlied zufrieden geben würden. Trotzdem frage sie interessiert: "Balladen? Geschichten aus fremden Königreichen?"
Zuletzt geändert von Goldy [Mhairi] am So 18. Mär 2012, 21:24, insgesamt 3-mal geändert.
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fire his breathing;
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Loony » So 25. Mär 2012, 14:16

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Wirtshaus

Kaum hatten sie die Stadt betreten wollte Naima wieder gehen. Sie hatte das ungute Gefühl, sie würde in dieser Stadt an jeder Ecke beraubt werden. Zu viele dieser Gesichter sahen nicht nur unfreundlich sondern gefährlich aus. Dass die Stadt nicht wirklich hübsch anzusehen war kam noch hinzu und gab dem ganzen einen unangenehmen Beigeschmack. Schon in den Sümpfen hatte die junge Frau sich gefragt, ob ihre Entscheidung wegzulaufen auf der Suche nach jemandem der ihr vor Jahren ein kindliches Versprechen gegeben hatte, wirklich eine gute Idee gewesen war. Doch umkehren war nicht so einfach, schließlich würde das im Moment bedeuten wieder durch den Sumpf zu gehen. Also fügte sie sich und würde sichergehen bei dieser Gruppe zu bleiben so lange es nötig war um sich sicher zu fühlen. Mit etwas Glück würde man ihr das nicht verwehren und noch ein Stück mit ihr reisen. Naima nickte nur stumm, als Evanlyn schließlich vorschlug sich im Gasthaus nieder zu lassen. Es sah heruntergekommen aus, aber es war schwer vorstellbar, dass in dieser Stadt etwas besseres auszutreiben war. Also sorgte sie dafür, dass ihr Pferd versorgt wurde und war gerade noch rechtzeitig im Haus um mit der Gruppe dem Wirt nach oben zu folgen. Die junge Frau musste sich zusammenreißen um nicht gleich wieder kehrt zu machen. Der Preis war Wucher wenn man sich die Zimmer ansah, von dem Rest des Wirtshauses ganz zu schweigen. Aber die Werkatze bezahlte ohne große Umschweife und somit war es zu spät irgendetwas zu verhandeln. Ein wenig überrascht sah Naime zu Vrem, hatte er gerade gesprochen? Sie konnte sich nicht erinnern, dass er im Laufe ihrer kurzen Bekanntschaft die Anstalten gemacht hatte zu sprechen. Seinen Vorschlag nahm sie mit einem Schulterzucken hin, ihr war es ziemlich gleich mit wem sie das Zimmer teilte, nachdem sie in den Ruinen alle im gleichen Raum geschlafen hatten und alle lebendig davon gekommen waren würde jetzt hoffentlich auch nichts passieren. Sie ging also ohne Umschweife in den etwas größeren Raum und versuchte sich nicht zu sehr an dem Zustand der Betten zu stören. Nach den Nächten auf hartem Boden sollte sie dankbar für das Strohbett sein. Ihr Bündel landete auf dem Bett und einen Moment zog Naima es in Betracht sich etwas anderes anzuziehen, aber ihr abgetragenes Kleid war vermutlich dem Etablissement sehr angepasst und bewahrte sie vor Taschendieben. Nur zur Sicherheit schnürte sie ihren Geldbeutel um ihren Oberschenkel, schließlich würde es keiner so schnell schaffen ihr dort unter den Rock zu gehen. Allerdings gönnte sie es sich, ein altes Geschenk ihrer Mutter umzumachen, eine Kette mit einem alten Medaillon. Sie hatte es sich auf dem Markt erbettelt, als sie noch kleiner war und hatte immer behauptet es hätte magische Kräfte, bis sie sich zu alt dafür fühlte und es in ihrem Zimmer hatte Staub fangen lassen. Ohne eine Erinnerung an ihre Mutter hatte sie allerdings nicht gehen können und sie hoffte, die Kette würde durch ihr Alter und die Einfachheit nicht weiter auffallen oder ihr gar gestohlen werden. “Wir sehen uns unten.“, meinte sie nur zu den anderen und stieg die Treppen hinab zum Schankraum. Sie hatte Hunger auf mehr als nur Trockenfleisch und sie wollte etwas anständiges Trinken und hatte keinerlei Geduld im Moment auf irgendjemand zu warten. Auch wenn die Küche hier bei weitem nicht das zu bieten hatte was sie gewöhnt war bestellte sie sich was immer die Tafel mit dem Tagesgericht anpries und dazu einen Krug Wein. Mit etwas Mühe schob sie sich zu einem freien Tisch durch, der auch für die anderen noch ausreichen sollte. Die schummrige Ecke in der Nähe bereitete ihr zwar ein unangenehmes Gefühl, aber so ziemlich jeder Gast in diesem Haus tat das auch.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Syrinja » Sa 31. Mär 2012, 11:37

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Keya behielt ihre Kaputze auf auch als sie ins Gasthaus traten.
Hier gab es so viele zwielichtige Gestalten, dass sie mit dem übergezogenen Mantel sicher weniger auffiel als mit ihren feuerroten Haaren.
Als Vrem so unvermittelt vorschlug mit dem Grobian der Gruppe ein Zimmer zu nehmen huschte ihr Blick unter der Kaputze zu dem Ork.
Innerlich seufzte sie auf. Manchmal war nicht sie es, die zu gut und zu nett war, sondern er genauso.
Sie hatte angeboten die Gruppe aus dem Sumpf zu führen und sie waren eine Hilfe für sie und Vrem gewesen, um in die Stadt zu kommen, aber wenn es nach ihr gegangen wäre hätte hier irgendwann die geselligkeit aufgehört.
Die Rothaarige wusste nicht was ihr mehr sorgen machte. Sie mit der Frau, der Werkatze und dem Kind? Nein, eigentlich nicht... Es bereitete ihr eher Magenschmerzen Vrem mit Rylan alleine zu lassen.
Der Ork würde sich amüsieren, wenn er das erfuhr.
Vielleicht war es auch einfach nur lächerlich. Vrem würde sich selbst gegen einen ausgewachsenen und kampferfahrenen Mann wie Rylan durchsetzten.
Überhaupt sollte der eigenartige Mann es sich wagen Hand an ihren Gefährten zu legen.
Je mehr Keya darüber nachdachte desto mehr war ihr klar, dass ihre Sorgen unberechtigt waren.
Vielleicht hatte sie einfach nur Sorge noch länger in vielleicht angemenssener Gesellschaft zu sein.
Es konnte ihr egal sein was Naima od Evanlyn über sie dachten, aber es war einfach ewig her, dass sie sich mit jemand anders als Vrem umgeben hatte und noch länger her, dass sie nicht nur unter Männern gelebt hatte.
"Ok.", war ihre einsilbige Antwort auf Vrems Vorschlag.
Unter den ächtzenden Stufen folgten sie alle dem Wirt in die Zimmer.
Keya sah genauso wie alle anderen den Schmutz und Dreck, aber sie störte sich vielleicht einfach weniger daran.
Die Zeiten wo sie in einem schönen Haus oder einer hübschen Wohnung gelebt hatte waren vorbei. Genauso wie der Teil ihres Lebens, in dem sie Ansprüche an ihre Unterkunft gestellt hatte.
Sie und vorallem Vrem hatten schon weitaus schmutzer geschlafen.
Während jeder sein Bett bezog, suchte sich auch Keya einen Schlafplatz und schob ihr Bündel unters Stroh.
Nachdenklich zog sie ihr Schwert vom Rücken. Es war zur groß und auffällig um es weiter die ganze Zeit unter dem Mantel zu tragen.
Widerwillig entschied sie es hier zu lassen und schob es ebenfalls unter das Stroh ihres Lagers.
Sie band sich ihren Geldbeutel um und steckte einen Dolch ein.
Als sie sich nach den anderen umdrehte war Naima schon verschwunden.
Kurz runzelte die Rothaarige die Stirn und wandte sich dann an Evanlyn, mit dem Kind hatte sie bis jetzt noch nicht gesprochen und es so richtig auch nicht vor.
"Ich werd zum Markt gehen. Es ist besser wenn Vrem und ich bald wieder aus der Stadt verschwinden."
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Sheireen » Di 3. Apr 2012, 19:52

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Im "Zum grinsenden Fisch"


Damit war zu rechnen gewesen. Natürlich würden die Männer sich ein Zimmer teilen und sie sich zu viert das andere. Nicht, dass es die Werkatze stören würde, mit den anderen Frauen in einem Raum zu schlafen. Sie hätte einfach gerne auch die Möglichkeit gehabt, den Halbork besser kennenzulernen. Ihr war auf ihren Reisen noch nie ein solches Wesen untergekommen und umso mehr wollte sie darüber erfahren.
So jedoch zuckte sie nur mit den Achseln. "Soll mir Recht sein!"
Mit diesen Worten verschwand auch sie in dem größeren Zimmer und folgte damit Naima und Keya. Beide Frauen hatte sich bereits ein Bett ausgesucht und rein aus Gewohnheit nahm Evanlyn das Bett, welches am nächsten zur Tür war. In ihrer Ausbildung hatte sie immer wieder eingetrichtert bekommen, wie wichtig Vorbereitung war. Daher zog sie nun einen Dolch aus seinem Futteral und deponierte ihn unter dem Kissen.
Mit einem dumpfen Aufprall landete der Rucksack der kleinen Frau auf dem Boden. Anders als die anderen beiden hatte Evanlyn vor, sich etwas Frisches anzuziehen und sich ein wenig zu waschen. Sie suchte gerade eine neue Tunika und Hose hervor, als Keya sie ansprach.
Zustimmend nickte die Werkatze.
Tu das. Ich denke du wirst uns nachher alle unten im Schankraum finden. Ich wäre jedenfalls stark für einen gemeinsamen Met." Sie lächelte die Rothaarige breit an, wobei ihre spitzen Zähnchen blitzten und wandte sich dann wieder ihren Sachen zu. Ein Paar frische Socken und ein sauberes Untergewand folgten der Tunika und den Hosen.
Evanlyn winkte Narigorm hinein und schloss dann die Tür des Zimmers. In einer Ecke auf einer kleinen Anrichte fand sie eine Schüssel und einen Krug Wasser. Behutsam ließ sie ein wenig des kalten Wassers in die Schale laufen und befeuchtete dann ein danebenliegendes Tuch.
Mit schnellen Handgriffen war Evanlyn bis auf ihr Untergewand entkleidet und begann, sich zu waschen. Es war eine Wohltat, den ganzen angetrockneten Schlamm und Schweiß von der Haut zu wischen. Schnell wurde das Wasser dunkel vor Dreck.
Als sie fertig war, zog sich Evanlyn ihre frischen Sachen an und schlüpfte wieder in ihre weichen Waldläuferstiefel. Zu guter Letzt legte sie sich ihren Waffengurt wieder an. Den Umhang und den Bogen legte sie auf ihren Rucksack, den sie nun mit einem leichten Tritt halb unter dem Bett platzierte.
Nun der letzte Feinschliff: Mit einem kleinen Kamm bürstete Evanlyn jegliche Knoten aus ihrem Haar und band es dann zu einem Zopf zusammen.
Das Ganze hatte nicht mehr als eine Viertel Stunde gedauert.
"Hach...Endlich fühl ich mich wieder halbwegs manierlich. Ich werde dann jetzt ebenfalls nach unten gehen und mir etwas zu essen und zu trinken holen", meinte die Werkatze zu Narigorm und verließ dann das Zimmer. Unten in der Gaststube fand sie Naima schnell und ging zu ihr an den Tisch. Vor der jungen Frau stand bereits ein leerer Teller.
"Na, was gab es schönes?", fragte Evanlyn mit einem Grinsen im Gesicht. Als sie hinter Naima die Wirtin entdeckte rief sie die etwas rundliche Frau zu sich heran.
"Was darf's denn sein?" Die Wirtin war um einiges freundlicher als der Wirt und hatte lebendige braune Augen und rote Wangen. Mit einem freundlichen Lächeln nahm sie Evanlyns Bestellung entgegen: Ein ordentliches Stück Fleisch mit Soße und Pilzen und einen Becher Met.
Während die Werkatze auf ihr Essen wartete, ließ sie das erste Mal den Blick genauer durch den Gastraum schweifen. Normalerweise sondierte sie sofort den Raum, in dem sie sich gerade befand. Doch dieses Mal war ihr Hunger einfach unüblich groß und mit der Hand am Dolch hatte sie sich vorerst sicher gefühlt.
Nun entdeckte sie drei Gestalten, die in der dunkelsten Ecke des Schankraumes saßes. Etwas misstrauisch versuchte Evanlyn, mehr zu erkennen.
Dann wurde ihr Teller mit dem heißen Essen vor ihr auf den Tisch gestellt und die Aufmerksamkeit der Werkatze war ganz diesem zugewandt.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Loony » Di 10. Apr 2012, 23:31

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Im Gasthaus 'Zum grinsenden Fisch'

Es war schwer sich nicht anzumerken, was sie von dem Aussehen und der Konsistenz der Suppe hielt, die ihr als Erstes vorgesetzt wurde. Doch das Gebräu war warm und einige Gäste an den Nachbartischen hatten die Suppe gegessen und waren noch nicht umgekippt, da würde sie es versuchen. Zur Überraschung der jungen Frau schmeckte die Suppe sogar nicht schlecht, ein paar Gewürze würden vielleicht nicht schaden, aber der Geschmack entsprach nicht der Aufmachung und dafür war sie mehr als dankbar. Das Hauptgericht danach folgte dem gleichen Prinzip, es sah nicht wirklich ansprechend aus und machte geschmacklich dennoch genug her. Satt und einigermaßen zufrieden schob sie schließlich den leeren Teller von sich und griff zum Wein. Der kam ihr allerdings fast wieder hoch. Er war vielleicht nicht komplett verdorben, aber eindeutig hatte er schon eine sauere Note. Zu ihrem Pech gab es in dem Gasthaus ansonsten nur Met zu trinken und das würde sie ganz sicher nicht trinken. Mit Mühe schluckte sie und hatte kurz darauf Gesellschaft am Tisch. "Eine Suppe mit Zwiebeln und anderen Zutaten die ich nicht recht definieren konnte und dann eine Art Braten, von dem ich nicht wirklich wissen will, aus welcher Art Fleisch er gemacht war, mit ein paar Kartoffeln und ich glaube Gemüse." Naima beendete den Satz gerade rechtzeitig, die Wirtin hätte es sicherlich nicht gut aufgenommen, wenn sie vor ihr so über das Essen sprach. Dann verfiel sie wieder in Schweigen. Irgendwie wollte sie Evanlyn fragen, ob sie noch ein Stück gemeinsam reisen konnten, aber sie wusste nicht so recht wie sie fragen sollte. Sie kannten sich nicht und waren vorher auch nur durch Zufall zusammen gekommen, die Werkatze hatte keinen Grund Rylan davon zu überzeugen, Naima noch ein Stück mit ihnen reisen zu lassen. Also versuchte sie es gar nicht erst und sprach etwas anderes an, dass sie seit ihrer Ankunft zum Essen beschäftigte: "Hab ich nur so ein merkwürdiges Gefühl oder werden wir von überall beobachtet?" Sie traute sich nie aufzusehen und direkt in die Richtung zu schauen in der sie einen Beobachter vermutete, aus Angst sich zu verraten und dadurch in irgendwelche Schwierigkeiten zu geraten.
Zuletzt geändert von Loony am So 22. Apr 2012, 18:15, insgesamt 3-mal geändert.
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