[RP]Die drei Schwerter

Spieler 1: „Wir sollten dringend an unserer Kommunikation arbeiten!“
Spieler 2: „Idee gut!“

[RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Shibari » Do 11. Nov 2010, 00:07

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Völkerrat, Hauptstad der Menschen

Shy`ias Wut war verraucht oder hatte zumindest ihren Standort, viel mehr das Ziel geändert - ganz zu Beginn war sie einfach in eine dunkle Wolke gehüllt, Gift und Galle spuckend aus dem Boden geschossen, hatte mit Anschuldigungen, Verwünschungen und, wie man ehrlicherweise anfügen muß, ohne hin nicht ausführbaren Vergeltungsakten gedroht. Das hatte sich eigentlich sogar recht gut angefühlt und einige Zeit lang genoss sie die wuselnde Hektik um sich herum, als man versuchte ihren Anklagen Rechnung zu tragen und eiligst und mit aller gebotenen Dringlichkeit den Völkerrat ein zuberufen. Dort hatte sie ihren Verlust erneut gebürend beklagt und die damit vielleicht einhergehenden Konsequenzen klar gemacht.
Und dann.. irgendwann im Laufe der vielen Gespräche war irgendetwas schief gegangen - sie, Botin der Unterwelt merkte zunehmend, daß der Schuldige, den sie suchte nicht mit gesenktem Kopf vor sie treten würde um seine gerechte Strafe zu empfangen, sondern sie viel mehr zunehmend in die Situation geriet, sich rechtfertigen zu müssen. Immerhin war ihr das Schwert abhanden gekommen, sie hatte zugelassen, daß es nun alle bedrohte und auch wenn ihr dieser leise Unterton nicht sonderlich gefiel - einer gewissen Logik, der auch sie sich beugen mußte, entbehrte er nicht. Sicherlich wagte es niemand sie direkt zu beschuldigen, aber dennoch... Shy`ia erkannte, daß sie nicht einfach so mit dem Schwert zurück in die Unterwelt spazieren würde und das eigentlich gar nichts so lief, wie sie sich das in ihrem anfänglichen Zorn vorgestellt hatte.
Am Ende aller Verhandlungen und Gespräche, die nicht unbedingt von Einigkeit geprägt waren, sah sie sich nun mit einer neuen Aufgabe betraut- das zerbrochene Schwert zusammen zusetzen und das gestohlene zu finden. Nicht ganz sicher, wie der Gott der Unterwelt die Nachricht aufnehmen würde, daß seine Untergebene nun statt ihrer eigentlichen Aufgabe nach zukommen durch die Wildnis zog um nach vielleicht winzigen Splittern zu suchen, richtete sich ihre Wut inzwischen gegen sich selbst. Ausserdem sah sie sich mit der überaus unangenehmen Frage konfrontiert wo man eine solche Suche zu beginnen hatte, wie sich die Splitter überhaupt finden lassen sollten und wie sie seinem Besitzer ab zunehmen waren. In dem vollen Bewußtsein, daß sie viel mehr als ein bißchen Zauberei und die Hoffnung, ihr Wesen allein würde ausreichen um jeden Wiederstand im Keim zu ersticken nicht vor zuweisen hatte, waren das nüchtern betrachtet keine sonderlich rosigen oder gar erfolgversprechenden Aussichten.
Bei näheren Betrachtung führten diese Überlegung ausserdem zu zwei grundlegenden Erkenntnissen; zum einen würde sie Hilfe brauchen, um die sie aber schlecht bitten konnte.... und vor allem nicht wollte. Was hätte es auch für einen Eindruck gemacht, wenn ein Wesen der Unterwelt sich dazu herab lies, Sterbliche um Unterstützung zu ersuchen.. eine ziemlich unvorstellbare Situation, die Shy`ia sich lieber gar nicht mehr als irgend nötig ausmalen wollte. Desweiteren bedeutete diese Suche für sie, daß sie die nächste Zeit, und sie ging in ihren Berechnungen nicht von ein paar Tagen aus, an der Oberfläche würde verbringen müssen. Was unweigerlich zurück zu Punkt eins der ganzen Situation führte und somit wohl auch die Ungehaltenheit ihrerseits erklärte.
Die einst menschliche Frau war es gewöhnt Dinge zu entscheiden, daß man tat, was sie sagte und ihr Respekt entgegen brachte, aber nicht, daß man ihr irgendwelche Aufgaben zuschusterte, die sie eigentlich gar nicht gewollt hatte. Unglücklicherweise befand sie sich in einer ziemlich ausweglosen Situation; ohne das Schwert konnte sie nicht zurück kehren, lies sie die Oberflächenvölker allein dannach suchen, konnte sie eben so wenig sicher gehen, es zurück zu erhalten. Da aber höchstwahrscheinlich kein Gedankenleser anwesend war, konnte man ihrem auf ganz eigene Weise doch hübschen Gesicht nur eine deutlich sichtbare Verstimmung ansehen. Und was nun genau Grund dafür war, würde sie ganz sicher niemanden der hier Anwesenden mitteilen. Genau genommen gab es eigenltich niemanden, dem sie irgendetwas mitteilte und kurz stellte sie sich die Frage, ob es vielleicht in Situationen wie diesen einfacher gewesen wäre, jemanden zu haben, mit dem man sich absrprechen und beraten konnte. Wobei... bisher hatte sie sich nie in einer solchen oder ähnlichen Situation befunden hatte und ganz sicher auch nicht so schnell wieder ein eine geraten würde.... Den Kopf unwirsch schüttelnd angesichts solch dummer und im Moment völlig unwichtiger Gedanken konzentrierte sie sich wieder auf das, was um sie herum gesprochen wurde, wobei sie bemerkte wie ihre Konzentration stark in Mitleidenschaft gezogen war- es fiel ihr schwer auf so vieles gleichzeitig zu achten und Lärm und Helligkeit um sich herum war sie auch nicht gewöhnt. Sich leise räuspernd, was ihr augenblicklich die Aufmerksamkeit aller einbrachte (wahrscheinlich weil sie fürchteten, sie könnte dafür sorgen, daß alle Anwesenden augenblicklich in der Unterwelt versanken - etwas das sie ganz sicher nicht konnte, aber auch das mußte man ja keinem sagen.), rang sie sich schließlich nach langem Schweigen dazu durch, eine Entscheidung zu treffen... oder zumindest so zu tun als ob, da ihr ja im Grunde keine andere Wahl blieb.
"Da mein Schwert von einem der euren gestohlen wurde"
mit den euren waren alle Oberflächenbewohner gemeint und selbst Zwerge, die ja bekanntlicherweise tiefer gruben als niemand sonst schloss sie mit ein. Man konnte ihr also zumindest nicht den Vorwurf machen in ihrem schubladenhaften Denken Unterschiede zumachen, sondern quasi alle gleichermassen zu verdächtigen und als unwürdig zu befinden.
"Will ich mich bereit erklären, euch auf der Suche zu begleiten und dafür zu sorgen, daß es an seinen Bestimmungsort zurück kehrt oder vernichtet wird."
Das klang sogar in ihren Ohren ziemlich gut und würdevoll. Ein wenig hölzern vielleicht, aber schließlich war sie es nicht gewöhnt vor Anderen Ansprachen zu halten und selbst wirkliche Unterhaltungen waren in ihrem Leben eigentlich mehr eine Seltenheit.
"Ihr werdet dafür sorgen, daß wir alles Nötige vorfinden und sofort abreisen können."
Mit sich selbst zufrieden und ohne auf einen Entgegnung zu warten, rauschte sie aus dem Raum und beeilte sich, einmal ausser Sicht, die Tür beinahe panisch hinter sich zu zuwerfen, um bloß endlich dieser unbehaglichen Lage entfliehen zu können. Aber als reiner Beobachter konnte man das laute Schlagen der Flügeltüren auch noch durchaus als Zeichen der Verärgerung deuten.
Eine kurze Analyse der Lage brachte sie dazu, nachdenklich aus dem Fenster zu blicken und ein wenig nervös an einem der Anhänger um ihren Hals herum zu spielen. An sich... von aussen betrachtet.. doch, eigentlich sah es zumindest so aus, als liesse sie sich dazu herab zu helfen und im Grunde genommen hatte sie es auch sehr geschickt geschafft, sämtliche Vorbereitungen und weitere Überlegungen von sich abzuwälzen und einem anderen aufs Auge zu drücken. Allein die Frage dannach, was auf eine solche Reise mit zunehmen war bereitete ihr Kopfzerbrechen und die Erinnerung daran, wie sie zuletzt über die Oberfläche geirrt war um in die Unterwelt zurück kehren zu können... kein guter Gedanke, weshalb er sogleich in die hintere Ecke ihres Kopfes verbannt und so schnell nicht wieder ausgegraben wurde.
Sollten sich doch jene, die hier oben hausten darum kümmern wohin sie ging und mit wem und wie sich die vor ihr liegende Aufgabe bewerkstelligen lies. Sie würde warten, bis alle Vorbereitungen abgeschlossen, ihre Gefährten sich eingefunden hatten und versuchen, den Eindruck zu erwecken, als wüßte sie besser als ein anderer was zu tun war....
Zuletzt geändert von Shibari am Do 11. Nov 2010, 18:31, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon laiqalasse » Do 11. Nov 2010, 01:21

Felan & Shy´ia - Völkerrat

Wie nicht anders erwartet von Felan, hatte er es selbstverständlich nicht pünktlich zur Sitzung des Völkerrates geschafft. Wäre dies auch ein Wunder gewesen, wo er doch eher die Tendenz dazu hatte, stetig zu spät zu kommen. Und das auch nur weil ihm unterwegs hier und da eine Fährte in die Nase stieg, die er so interessant fand, dass er gar nicht anders konnte, als ihr zu folgen, woraufhin er die Zeit vergaß.
Im Nachhinein stellte er sich dann jedesmal die selbe Frage, hatten die Wesen in seiner näheren Umgebung am Ende doch recht damit, wenn sie behaupteten das er mittlerweile mehr Hund als Mensch war?
Doch noch bevor er eine Antwort finden konnte, drifteten seine Gedanken bereits wieder ab und er trottete wohlgelaunt seines Weges entlang. Letztendlich spielte es auch keine Rolle ob das Tier, in das er sich so oft verwandelte, bereits auf seinen Charakter übergriff. Wichtig war nur das er sich wohl fühlte und er niemanden damit Schaden zufügte.
Da Felan also vor verschlossenen Türen stand und er sich nicht in die Sitzung hineinschleichen wollte, konnte er es nicht ausstehen wenn er kurzzeitig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, die alles andere als positiv war, suchte er sich ein ruhiges Plätzchen direkt vor der Tür. Als Hund konnte er sich vollkommen unauffällig auf dem Boden ausstrecken und darauf warten das der Rat zu einem Beschluß kam. Er musste lediglich darauf achten das niemand über ihn stolperte. Dank seinem feinem Gehörs konnte er jedem Wort folgen, das hinter der verschlossenen Tür gesprochen wurde. Und so war es im Grunde für Felan fast genauso als wohnte er dieser Sitzung direkt bei.
Bei Shy´ias Worten lachte er Innerlich herzlich auf. Diese Frau schaffte es tatsächlich ihre missliche Lage so hinzustellen, das Gott und Welt daran Schuld trug, dass man ihr das Schwert gestohlen hatte. Aber das es im Grunde genommen ganz allein ihr Fehler war und die Schuld gänzlich auf ihren Schultern lastete, das wagte niemand auszusprechen. Stattdessen befürworteten alle ihre Idee und taten so, als wäre sie Gottes Gnade höchst persönlich.
Herzhaft gähnend kratzte sich Felan mit der Hinterpfote am Hals, als die Tur aufging und eine Wesen zum Vorschein kam, das er so noch niemals erblickt hatte. Eigentlich konnte man sagen die Fremde war menschlich, wenn da nicht die beiden Hörner gewesen wären, die aus ihrer Stirn wuchsen und sich über ihren Kopf hinweg nach hinten krümmten. Ganz offenbar hatte er es hier mit der Hüterin der Tore zu tun, die ganz offensichtlich ein Problem hatte. Zwar konnte Felan nicht sagen was es war, doch er spürte das sie innerlich völlig aufgewühl war. Ein Umstand den sie zu vertuschen wusste, doch die Sinne eines Tieres konnte man nur schwerlich täuschen.
Er schenkte Shy´ia ein kurzes, freundliches Schwanzwedeln, bevor er seinen Kopf wieder auf die Vorderpfoten betete. Vorerst wollte er sich nicht zu erkennen geben, sondern einfach in Ruhe abwarten was noch so alles geschah.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon *Reika* » Do 11. Nov 2010, 11:57

Bild mit Shy´ia und Felan

Vor wenigen Tagen wurde er 18, allen Grund froh und stolz zu sein, doch für Daniel war das ein Weg den er nie einschlagen wollte. Denn sobald er 18 wurde, hatten seine Eltern ihm klar gemacht das er mehr denn je seinen Vater zum Rat der Völker und auf anderen Veranstaltungen, sei es politisch oder sonst was, zu begleiten hatte. Daniel hatte gehofft das dieser Tag nicht sonderlich schnell kommen würde und doch vergingen die Tage des unbeschwerten Lebens für ihn viel zu schnell.
Gelangweilt saß er vor dem Raum, er hatte kein Interesse mit hinein zu gehen und hielt sich absichtlich länger draußen vor dem Rat auf, als er es sollte. Eine Ausrede würde ihm schon sicherlich einfallen. Und wenn nicht, dann war es Pech. Ein paar Fetzen des Gesprächs konnte er doch noch verstehen, allerdings nicht genug um alles ganz genau verstanden zu haben. Die wesentlichen Dinge hatte er jedoch zur Kenntnis genommen. Nun bedauerte er das er nicht drinnen saß denn so hätte er mehr verstanden und hätte sich gleich freiwillig melden können um zu helfen. Für Daniel klang das mehr als Abendteuer. Ein Abendteuer das er sich ungern durch die Lappen gehen wollte. So würde er seinen Verpflichtungen entkommen können die Tagein tagaus langweilig waren. Wenn er hier helfen könnte, wäre er erstmal draußen aus dem alltäglichen Trott und könnte noch einiges erleben.
Sein Blick ruhte auf der Tür und auf den Hund der sich vor der Tür platzierte. Gefährlich sah er ja nicht aus, trotzdem blieb Daniel sitzen und wartete ab bis sich etwas tat, was nicht sonderlich lange auf sich warten lies. Er konnte es nur erahnen das die Frau die herausschoss diejenige war, die mit dem Völkerrat gesprochen hatte. Da sich die Tür nicht erneut öffnete rutschte Daniel von seiner Sitzmöglichkeit herab und trat zögernd näher an das Fenster bei dem die Frau stand. „Verzeihung, ich habe das Gespräch teilweise mitbekommen und würde gerne meine Hilfe anbieten wenn sie erwünscht ist.“ Sein Vater wäre mit der Entscheidung sicher nicht sonderlich glücklich, jedoch Daniel fand das genau richtig. Er musste Entscheidungen treffen und diese, fand er genau richtig für ihn. „Kann ich mich der Suche anschließen oder muss man gewisse Kriterien erfüllen?“ abwartend sah Daniel seine gegenüber an. Sicherlich würden noch ganz andere Geschöpfe ihre Hilfe anbieten. Geschöpfe die mehr konnten und aushalten würden als er und doch wollte er wenigstens versuchen, zu helfen. Das war wie ein Instinkt der in ihm verankert war seit er zurückdenken konnte. Und vielleicht war seine Hilfe ja auch erwünscht.
Zuletzt geändert von *Reika* am Do 11. Nov 2010, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Nessa. » Do 11. Nov 2010, 13:18

Aine - Versammlungssaal - dann Gang mit den Felan, Shy´ia & Daniel

Ohne Probleme war die junge Frau in die Versammlung gelangt, hatte sich kaum ausweisen müssen. Das war zumindest immer noch ein Vorteil, aus dem sie keinen Hehl machte, ihn zu besitzen - ihr Aussehen und die damit verbundene, für Menschen immer noch unmöglich zu widerstehende, Ausstrahlung, welche sie ihrer Mutter zu verdanken hatte. Selbst auf andere Wesen hatte Aine diesen Einfluss, doch lange nicht so stark wie bei dem gewöhnlichen Volk der Erde. So war sie auf jeden Fall ohne Fragen und längere Umschweife in die große, mit Säulen besetzte Halle gelangt, wo sich bereits viele Völker zusammengefunden hatte und wild durcheinanderredeten, was die Geräuschkulisse schier unerträglich gestaltete - vor allem für feine Gehörsinne wie die ihren es waren.
Als die Wächterin das Wort ergriff wurde es blitzartig still und die Gespräche verebbten, als hätte man ihnen die Stimmbänder entfernt. Erwartungsvolle, aber auch unverhohlen missbilligende Blicke richteten sich auf die Frau, die nun das Zentrum der Aufmerksamkeit bildete. Während der Rede hörte Aine in ihrer Nähe oft abfällige Worte, die leise in die, meist ohnehin nicht vorhandenen, Bärte hinein gemurmelt wurden. Aine blickte sich um. Nicht weit von ihr saß eine Gruppe älterer Männer, die bereits einige Lebensjahre und Erfahrung auf dem Buckel hatten und ihre gesamte Haltung spiegelte offenkundige Abneigung aufgrund der Vorwürfe, seitens der Wächterin, wider. Niemand von ihnen schien diese wirklich ernst zu nehmen – im Gegenteil, hie und da konnte die junge Halbelbe sogar höhnisches Lachen vernehmen, welches sich unter das leise Raunen mischte. Menschen. Wenn sie dachten, besser zu sein, dann machten sie daraus auch keinen Hehl - selbst, oder vor allem wenn das Wesen ihnen gegenüber einen offenkundig höheren Status als sie selbst einnahm.
Doch sie konnte es verstehen. Die Anschuldigungen, welche vorgebracht wurden waren meist ohne entsprechende Argumentation und selbstverständlich nur gegen die Erdbewohner gerichtet – dass eventuell einer der Freunde unter der Erde dafür verantwortlich war, auf die Idee kam das Fabelwesen wohl nicht. Aine schüttelte den Kopf und überlegte sich noch einmal, warum genau sie eigentlich hierhergekommen war. Abenteuer? Keine Frage. Aber um diesen Preis? Sie seufzte auf und schloss für einen Moment die Augen, ließ sich von den aufgebrachten Stimmen, die nun wieder lauter wurden, berieseln und wünschte sich wieder in ihr kleines Dorf, welches sie im Morgengrauen zurückgelassen hatte.
Zumindest war der Punkt schnell erreicht, an dem das Geplärre der Völker Überhandnahm, als die Wächterin nach ihren abschließenden Worten aus dem Saal verschwand. Auch Aine erhob sich, nachdem um sie herum eine Diskussion entbrannte und sie keinerlei unmittelbaren Drang verspürte, daran teil zu haben, vor allem, da einige der etwas älteren Männer ihr hin und wieder Blicke zuwarfen, die zweifelsohne nur mehr als unverhohlen lüstern einzustufen waren.
Als die Halbelfe die Türen hinter sich schloss, verebbte die unerträgliche Geräuschkulisse. Für einen Moment lehnte sie sich seufzend an die kühle, graue Wand und schloss die Augen. Jetzt hieß es sich also zu entscheiden – entweder sie marschierte zurück in ihr Dorf, ohne dass je etwas geschehen wäre und machte damit ihrem Vater wohl die größte Freude des Lebens – oder aber sie tat das, weswegen sie hergekommen war – sie folgte einer Rassenfeindlichen Wächterin, die keinen, der ihr folgte, außer er kam persönlich aus der Unterwelt, respektierte oder gar als gleichwertig auffasste und begab sich damit zwar auf ein Abenteuer, nach welchem sie ihr ganzes Leben getrachtet hatte, aber mit den Begleiterscheinungen ständiger unverhohlener Abneigung und offensiven Sticheleien. Zum Glück war sie nicht auf den Mund gefallen.
Also stieß sich Aine von der Wand ab und machte sich auf den Weg um die Türe zu finden, durch welche die Wächterin den Saal verlassen hatte, während ihr dieselben Gedanken aber und abermals durch den Kopf schossen aber keine befriedigende Lösung dabei herauskam. Schließlich gelangte sie zu der klobigen Türe, hinter welcher sie das Fabelwesen erwartete – und trat ein.
Ihr Blick fiel sofort auf die zwei Gestalten am Fenster, von welchen sie eine als die Wächterin identifizierte und die andere als einen jungen Mann, der nicht älter als sie selbst sein konnte. Und er schien ein Mensch zu sein – zumindest auf den ersten Blick.
Ansonsten war noch niemand anwesend bis – auf einen Hund? Zweifelnd blickte sie auf das Tier hinab, welches recht unbeeindruckt von der Gegenwart so vieler anderer Lebewesen wirkte. Kopfschüttelnd lehnte sich die junge Frau neben das Tier an die Wand und beobachtete argwöhnisch die Szenerie am Fenster, ohne sich großartig bemerkbar zu machen.
Zuletzt geändert von Nessa. am Do 11. Nov 2010, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Auria » Do 11. Nov 2010, 15:56

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Rat der Völker --> Halle vor dem Ratssaal.

Mit weit ausgestreckten Beinen und vor der Brust verschränkten Armen lümmelte er sich in seinem Sitz. Es kümmerte ihn nicht, ob jemand an seinem Stand als Adliger zweifelte. Er war nun offiziell ein Edelmann, trug den Namen of Beaufort und hatte Land zugesprochen bekommen. Nicht viel, aber wohl mehr, als jeder andere Bastard einer Schmiedefamilie wohl jemals besitzen würde. Er hatte sich Macht und Einfluss aufgebaut. Aber das reichte ihm nicht. Er wollte mehr, noch viel mehr davon. Und der Diebstahl des Schwertes schien genau die richtige Gelegenheit, sein Vorhaben zu beginnen. Er hatte keine Idee, wer das Schwert gestohlen haben konnte, doch es kam ihm nicht so vor, als dass es sonderlich schwer gewesen sein konnte. Die Hüterin war jedenfalls völlig außer sich, doch was für eine gute Hüterin konnte sie schon sein, wenn sie sich ein solch wertvolles und mächtiges Artefakt unter der Nase wegstehlen ließ. Mehrere Diskussionen brachen im Raum zur gleichen Zeit los, so dass für einen Moment nur ein wildes Stimmengewirr herrschte. Die Hüterin schaffte es jedoch, sich wieder Ruhe zu verschaffen. Und dann kam der Augenblick, auf den Rylan gewartet hatte. Sie fordertete, dass die Erdbewohner ihr das Schwert wiederbeschafften, wobei sie zur Seite stehen würde. Das war perfekt. Er konnte sich unauffällig der Gruppe anschließen und ohne Argwohn zu erregen nach dem Schwert suchen, sowie eventuell weitere Hinweise nach den verlorenen Splittern des zweiten Schwerts finden und das dritte Schwert ausfindig machen. Mit allen drei Schwertern hätten er und seine Kameraden dann die größte Macht, die man überhaupt haben könnte. Die Macht der drei Schwerter. Das Schwert der Unterwelt zu zerstören, kam für ihn gar nicht in Frage. Sollten sie es wirklich finden, würde er entweder alle Mitreisenden meucheln müssen, oder es ebenfalls stehlen. Aber darüber würde er sich mehr Gedanken machen, wenn es denn überhaupt soweit kam. Er wusste, dass die Königsgegner in der Zwischenzeit ebenfalls nach dem Schwert suchen würden und er konnte sie mit Hinweisen über ihren Fortschritt auf dem Laufenden halten. Die Hüterin hatte inzwischen den Raum verlassen und einige andere waren ihr gefolgt. Auch Rylan erhob sich langsam und verließ den Ratssaal, in dem wieder einige heiße Diskussionen entfacht waren. Er zog seine schwarzen Handschuhe wieder an und strich sich kurz über seine lederne Uniform. Das schwarze Haar fiel ihm in die Stirn und unachtsam strich er es nach hinten. Er sah die Wächterin weiter hinten stehen, doch sein Blick fiel zuerst auf eine sehr hübsche, junge Frau, die zwischen einem jungen Burschen und einem Hund stand. Lächelnd ging er hinüber. "Ich nehme an, ihr habt euch hier versammelt, um an der Suche nach dem Schwert teilzunehmen?", fragte er mit galantem Lächeln, schenkte dem jungen Kerl jedoch keinen Blick, sondern war nur auf die junge Frau fixiert. "Allerdings weiß ich nicht, ob das eine gute Idee für eine junge Dames euresgleichen ist. Oder für so einen jungen Burschen wie euch...", fügte er hinzu und warf dem jungen Mann kurz einen abfälligen Blick zu. "Es könnte gefährlich werden, da können wir keine schreienden Gören gebrauchen. Und für eine Dame ist so ein schmutziges Unterfangen doch gewiss auch nichts",. Seine Worte waren nicht mehr ganz so galant. Es war wirklich keine gute Idee, Frauen mit auf eine solche Reise zu nehmen. SIe konnten einfach nicht mit den Strapazen mithalten, weinten schnell und jammerten sowieso viel. Er warf ihr einen nachdenklichen Blick zu. Sie sah nicht wirklich schwächlich aus, doch sie war nunmal eine Frau. "Und was ist das hier für ein Köter?", fragte er schließlich abfällig und stupste das Tier mit seinem Stiefel an. Er schaute kurz zurück zur Ratssaaltür, um zu sehen, ob jemand weiteres ihm gefolgt war, doch dann wurde sein Blick wie magisch von etwas anderem angezogen. Oder eher von jemand anderem und er fragte sich, wie er sie nicht schon vorher hatte bemerken können, so unnatürlich und auffällig war sie. In der Ecke neben der Tür saß ein kleines, weißhaariges Mädchen, welches mit kleinen Holzstücken am Boden spielte. Doch ihr Blick war nicht auf ihr Spielzeug gerichtet, sondern auf die Gruppe, der nun auch eher angehörte. Und es war dieser Blick, der ihm unbehaglich war. Starr, emotionslos und kalt. Schnell wandte er sich wieder ab und stellte sich neben die junge Frau. Was für ein merkwürdiges Kind.

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Vor dem Ratssaal.

Narigorm hatte sich in einer Ecke neben der Tür zum Ratsaal niedergelassen und mit angezogenen Beinen den Unterhaltungen dort drin gelauscht. Da sie ein Kind war, hatte man sie nicht hineingelassen, doch das kümmerte sie nicht. Sie konnte auch so wunderbar verstehen, worum es ging. Eine Gruppe Abenteurer sollte sich demnach auf den Weg machen, dieses mysteriöse Schwert wiederzubeschaffen. Narigorm hatte noch nie von diesem Schwert gehört und eigentlich interessierte sie es auch nicht. Sie wollte nur mit auf die Reise kommen und sie wusste, dass sie einen Plan schmieden musste, sich unter die Abenteurer zu mischen. Einfach so würden sie sie nicht mitnehmen. Vor einer Weile war ein etwas struppiger Hund zu ihr in die Vorhalle gekommen und hatte sich ebenfalls in der Nähe der Tür niedergelassen. Sie betrachtete ihn für einen Moment und ein eisiges Lächeln huschte für den Bruchtteil einer Sekunde über ihre Lippen. Sie wusste, dass das kein wirklicher Hund war. Warum sie das wusste, war ihr nicht klar. Doch sie hatte Recht, dem war sie sich sicher. Während der Rat angehalten hatte, hatte sie obskure Zeichen und Symbole in den Staub gemalt, doch als die Tür aufschwang und die Hüterin herausgerauscht kam, wurden ihre Zeichnungen von der Tür verwischt. Der Hüterin folgten weitere Menschen. Ein sehr junger Mann, eine junge Frau, von der Narigorm wusste, dass sie eine Halbelfe sein musste, und ein Krieger mittleren Alters, der gleich auf die Frau einredete. Narigorms dunkle Augen waren starr auf die Anwesenden gerichtet. Sollte die junge Frau tatsächlich mit auf die Reise kommen, würde es Narigorm ihren Plan unendlich erleichtern. Frauen war immer leicht zu überzeugen, besonders mit unschuldigen Kinderaugen. Während sie so da saß, hatte sie fast unbewusst ihr kleines Lederbeutelchen hervorgeholt und ihre Runen zwischen ihren Beinen ausgeworfen. Ihre rechte Hand ruhte über den den kleinen Holzbuchstaben, ehe sie drei davon herausnahm und vor sich hinlegte. Ihr Blick glitt von der Gruppe weg und nach unten in ihren Schoß, wo die drei Runen ausgelegt waren. 'Interessant', dachte Narigorm mit einem kurzen Lächeln und ihr Blick wanderte wieder zurück zur Gruppe. Sie hatte gesehen, dass es viele Geheimnisse unter diesen Menschen gab, und das würde ihr Spiel noch viel interessanter machen.
Zuletzt geändert von Auria am Do 11. Nov 2010, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Nessa. » Do 11. Nov 2010, 17:39

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In der Vorhalle bei den anderen


Die Türe öffnete sich erneut und ein großer, stattlich aussehender Mann trat ein. Seine Gestalt war zur Gänze in schwarzes Leder gehüllt, was ihm eine besonders bedrohliche Aura bescherte. Doch vor allem waren es seine Augen, die davon zeugten, dass mit ihm wohl nicht gut Kirschen essen war – und sollte er sich mit auf die Reise begeben, was Aine annahm, denn sonst hätte er sich wohl nicht hierher verirrt, würde das bestimmt die eine oder andere überaus nette aber heftige Diskrepanz geben. Er sah nämlich nicht aus wie einer, den man ignorieren konnte. Sein ganzes Auftreten schrie nach Aufmerksamkeit und ja, auch nach Arroganz. Er war offensichtlich jemand, der sich für sehr wichtig nahm und daraus auch keinen Hehl machte. Perfekt hätte er zur Gruppe im Saal gepasst, die die Worte der Wächterin mit einem abfälligen Lächeln aufgenommen hatten.
Sie wandte den Blick wieder von dem Mann ab, in der Hoffnung, dass er ihr dadurch keine Aufmerksamkeit schenkte – immerhin war sie eine Frau und er sah ihr auch nicht danach aus, als würde er das weibliche Geschlecht sonderlich ernst nehmen. Doch in diesem Punkt hatte sie sich zumindest getäuscht, denn er startete ohne Umschweife in ihre Richtung, ohne die anderen auch nur mit einem Wimpernzucken wahrzunehmen. Großartig. Manchmal konnte ihre Aura nicht nur angenehm sondern auch verflucht anstrengend sein, wenn man stets Gesellen anzog, die man ansonsten lieber gemieden hätte. Aine seufzte innerlich auf und wappnete sich auf ein höchst unangenehmes Gespräch, was so sicher wie der Frühling nach dem Winter nun folgen würde.
Blablah…blabla…Aine blickte auf und maß den Kerl, der sie um gut eineinhalb Köpfe überragte mit einem nichts aussagenden Ausdruck im Gesicht. Eigentlich war sie es nicht gewohnt unterschätzt zu werden – aber sie musste sich drauf einstellen, dass sie sich nun in einer anderen und von Männern dominierten Welt befand und nicht mehr in ihrem Dorf, wo man sie bereits kannte und von Haus aus mied. Sollte sie sein Weltbild zerstören und ihn Bekanntschaft mit ihrer Klinge machen lassen? Oder sollte sie sich einen Spaß daraus machen, ihn in dem Glauben zu lassen, sie wäre das schwächliche, hilflose Weib für das er sie hielt?
Ein zartes Lächeln stahl sich auf ihre Lippen.
“Ihr ehrt mich mit eurer fürsorglichen Anteilnahme. Aber wisst ihr…ich habe schon mein ganzes Leben auf eine Chance wie diese gewartet und da dachte ich mir…warum nicht? Ich…“ Sie blickte gespielt beschämt zu Boden, bevor sie wieder zu ihm aufsah. In ihren Augen spiegelte sich überzeugende Unsicherheit.
“Ich hab das Schwert meines Vaters genommen und…bin hierhergekommen! Ihr könnt mich nicht mehr zurückschicken…er...er würde mich zu Tode prügeln!“ Verzweifelt blickte sie zu ihm auf.
“Aber ihr…könnt mich doch beschützen, nicht wahr?! Ihr seid so ein großer, stattlicher und ansehnlicher Mann! Das sollte doch kein Hindernis für euch darstellen und...und vielleicht kann ich etwas von euch lernen!“ Ihre Augen wurden noch eine Spur größer, während sich ihre Lippen zu einem unsicheren Lächeln verzogen. Das konnte durchaus noch ein Spaß werden – aber vermutlich würde sie vorher einfach die Geduld verlassen. Mal sehen, wie lange das dauerte.
Zuletzt geändert von Nessa. am Do 11. Nov 2010, 18:40, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon laiqalasse » Do 11. Nov 2010, 18:17

Bild & Gruppe vor Versammlungsaal

Felan hatte zu seinem Glück die Augen geschlossen, sodass niemand sah wie er genervt die Augen verdrehte, was eine doch äußerst menschiche Reaktion dastellte. Aber dieser arrogante, von sich selbst eingenommene, unhöfliche, respektlose und vollkommen lächerliche Schnösel, der es tatsächlich wagte ihn mit seinem Stiefel zu berühren, entlockte ihm diese Regung. Und zu seinem Glück auch nicht mehr, denn andernfalls hätte er die schmerzliche Bekanntschaft von messerscharfen Zähnen gemacht, die ihm nicht nur seine Lederstiefel zerrissen hätte.
Doch Felan zwang sich dazu ruhig zu bleiben. War es dieses Großmaul einfach nicht wert sich die Zähne schmutzig zu machen. Wobei ihm der Gedanke diesem selbstverliebten Kerl ohne Vorwarnung an die Kehle zu gehen, durch aus gefiel. Oder noch besser, er packte ihn an dem Körperteil der bei einem Mann äußerst empfindlich war. Allderings rief allein die Vorstellung einen fahlen Geschmack in seinem Maul hervor. Zwar würde diesem Kerl wohl eine Lektion wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, doch Felan war nicht bereit dafür alles zwischen die Zähne zu nehmen. Nein, da war es doch besser er hielt sich weiterhin ruhig und bedeckt.
So schenkte er dem Schwarzhaarigen nur einen abfälligen Blick, schnaufte gelangweilt aus und legte seinen Kopf zurück auf die Pfoten. Dabei war er ganz froh das zwischen sich und dem arroganten Kerl die unscheinbare, aber äußerst auffällige Frau befand, sodass er wohl vorerst in Sicherheit war und an Ort und Stelle liegen bleiben konnte.
Zuletzt geändert von laiqalasse am Do 11. Nov 2010, 18:43, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Nin » Do 11. Nov 2010, 20:02

Bild
- & Gruppe vor dem Ratssaal

Es war womöglich Sentimentalität gegenüber längst vergangener Tage zugrunde liegend das die ruhige, stoische Miene Torjans einer minimalen Regung verfiel, als sich der weiße, fast schon etwas struppige Haarschopf des Kindes vor sein Bewusstsein schob, nachdem auch er sich dazu entschieden hatte, der Hüterin zu folgen.
Eine unzulängliche Versammlung deren Reaktion in der Allgemeinheit so ausgefallen war, wie Torjan es sich erwartet hatte: Degradierend, verhöhnend. Spottend, regelrecht. Keine Überraschung für den hochgewachsenen Mann, der sich in einen schwarzen Mantel gehüllt, dessen weite Kapuze tief in die Windungen seiner schmalen wenn auch markanten Gesichtswindungen gezogen hatte, unter die Anwesenden der Versammlung gebracht hatte, so war doch Rassendiskriminierung, durchwoben mit Angst vor dem Unbekannten, nichts, das ihm ungewöhnlich, gar unbekannt wäre.
Es war lange her, das Torjan, der es vorzog in der Anonymität der Schatten dieser Gesellschaft einzutauchen, sich aktiv unter Personen mischte und sich zu erkennen gab und auch, wenn es ihm in dieser Ausartung nach wie vor nicht behagte wusste er ebenso, das er sich selbst hierbei keine Wahl lassen konnte, sich demher mit Gedanken der Unpässlichkeit nicht weiter beschäftigte, die nur aufhielten und im Anbetracht der Umstände nicht relevant waren. So war dies schließlich genau das, worauf er gewartet, worauf er hingearbeitet hatte, nicht wahr? Nun sein Ziel wegen derartigen Dingen, die er als Risiko in Kauf nehmen musste, zu nehmen gedachte, aus den Augen zu verlieren und mochte es auch nur für den Wimpernschlag eines Augenblickes sein, kam für Torjan keineswegs in Frage. Es war nur ein kurzer, vielmehr registrierender Blick, welcher er dem Kind unter seiner Kapuze zukommen ließ, als er die Türe passierte, dabei jedoch darauf achtete, nicht auf jene Holzstückchen zu treten oder diese gar zu verwischen, die es vor sich ausgebreitet hatte.
Nur kurz verweilte er, nur kurz stockte er ob der anderweitigen Präsenzen. Es war nicht seine Art, seine Hilfe anzubieten, entsprach nicht seinem Wesensich zur Verfügung zu stellen und sich damit mit der Verantwortung auseinanderzusetzen, die damit durchaus einhergehen konnte. Dennoch…
Seine behandschuhten Hände in einer langsamen Geste anhebend, streifte er sich die Kapuze von seinem dunkelbraunem, nahezu schwarzen Haupt und neigte seinen Kopf leicht, als Zeichen der Begrüßung, aber auch als Zeichen des dargelegten Respekts. Die anderen Anwesenden wurden zwar wahrgenommen, aber vordergründig nicht als derart relevant eingestuft, das eine Zuwendung seiner Person einer dringlichen Notwendigkeit entsprach.
“Ich möchte mich für die Suche der Splitter mit dem Vollbesitz meiner Fähigkeiten anbieten, verehrte Shy’ia.“ Unbekannt und fremd klang die dunkle, rauchige Stimme in seinen eigenen Ohren; kratzte ihn gegen den Kehlkopf als wäre dieser trocken, er selbst durstig. Es war zu lange her, das er von dieser Gebrauch gemacht hatte.


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- & Gruppe vor dem Ratssaal

Von der Vorsicht, ja nahezu der Unauffälligkeit, welche man bei dem Mann, der in dem schwarzen Mantel eingehüllt war, bemerken konnte; ja klar sagen konnte, das sie ihn auszeichnete und durchwob, wie eine feine, sanfte Melodie, war bei Demetra in keinem Fall irgendetwas zu bemerken.
“Also ich finde das ja alles fürchterlich spannend.“, kündigte sie sich in ihrer melodischen Stimme, die mehr einem Singsang als wahrhaftigen Worten glich, an, noch bevor sie tänzelnd anmutender Schritte durch die Türe trat. “Ich werde mich auf jeden Fall anschließen.“, verkündete sie, bevor sie sich eine goldblonde Haarsträhne hinter ihr Ohr strich und sich ein strahlendes Lächeln auf ihren ebenmäßigen, unnatürlich schönen Zügen ausbreitete. “Und wie ich sehe, bin ich nicht die einzige.“ Leicht in die Hände klatschend, begutachtete sie die Anwesenden, die sich bisher eingefunden hatten, musterte sie in nahezu anmaßend offen dargelegten Neugierde, was auch dem Kind und dem “Oh! Ein Hund!“ gelten sollte, die sie in ihrer Willkür fest inkludierte. Neben dem Hund zum stehen gekommen, raffte sie den Stoff ihres weißen, fließenden Gewandes ein wenig nach oben, bevor sie neben diesem in die Hocke ging und ihn ohne Hintergedanken, das er sie beißen oder gar anknurren könnte – denn das machte keinen Sinn, nicht? Sie tat ihm doch schließlich nichts – über den Kopf streichelte. Das Fell war zwar ein wenig rau, wie die Empfindlichkeit ihrer Fingerspitzen ertastete, aber es war dennoch überraschend gepflegt. Gehörte er Jemanden? Kümmerte sich gar womöglich Jemand um ihn? Das war doch irgendwie ungewöhnlich nicht? “Na, wie heißt du?“, begann sie im spielerischen Tonfall. “Weißt du, ich finde das toll, das du mitkommst. Hunde sind in ihren treuen und so reinen Wesen sehr wichtig für die Menschen. Sie sind manches Mal so fürchterlich verbohrt, das es einem grauen kann. Oder ein wenig verhalten.“ Den Kopf ein wenig seitlich neigend, stupste sie ihm leicht gegen eine Ohrspitze. “Aber wenn du dabei bist, wird das sicherlich besser.“ Sie nickte, ganz so, als bestätigte sie sich selbst, bevor sie ihre Augen auf den blonden, jungen Mann richtete. Kurz. Er war hübsch, wie sie fand. Wohl auch ein Mensch?
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delighted with the enjoyments of Genius;
which to Angels look like torment and insanity.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon *Reika* » Do 11. Nov 2010, 20:57

Bild vor dem Ratssaal

So nach und nach kamen einige die helfen wollten nach dem Schwert zu suchen. Daniel fand es toll das sich so viele an der Suche beteiligten wollten auch wenn er wusste, oder besser ahnte, dass nicht jeder gute Absichten haben würde. Für Daniel stand nicht zur Debatte das Schwert eventuell behalten zu wollen. Er wollte es nur zurückgeben oder sich wenigstens helfen es zu finden damit es wieder in die richtigen Hände gelangen würde. Etwas anderes fiel ihm auch nicht ein. Aus den Augenwinkeln heraus beobachtete Daniel den Mann der näher kam und ihn von der Seite her ansprach. Im ersten Moment wirkte er nett doch auf den zweiten, wusste Daniel das es immer gewisse Spannung zwischen ihm und dem Fremden geben würde. „Ich bin der Meinung das es jedem selbst überlassen sein sollte ob er mitgeht oder nicht. Ob das nun eine junge Dame ist, ein Kind oder ein Hund.“ warf er dem Fremden dunkelhaarigen entgegen. Es war die Art wie er sprach und wie er mit dem Hund umging, die Daniel nicht gefallen wollten. Auch wenn er dem Hund nicht weiter weh tat, denn sonst wäre dieser sicherlich aufgesprungen und hätte zumindest geknurrt, trat man nicht gegen ein Tier. „Ich befürchte fast, das Eure Art und Weise mit anderen Geschöpfen umzugehen nicht sonderlich gut ist. Vielleicht ist es besser wenn ihr erst gar nicht mit auf diese Reise geht um Unannehmlichkeiten gleich aus dem Wege zu gehen. Störenfriede oder Überhebliche Männer sind nämlich auch nicht sonderlich die Art die eine Gruppe gebrauchen kann, müsst Ihr wissen.“ Rein vorsichtshalber trat Daniel einen Schritt zurück. Es war falsch sich zu weit aus dem Fester zu lehnen wenn man nicht wusste mit was oder wem man es hier zu tun hatte. Was Daniel am wenigsten wollte war ein Streit, noch bevor es überhaupt los gehen konnte. Deshalb trat er zurück auch wenn er noch keine Antwort hatte auf seine Frage die Gruppe begleiten zu dürfen. Er hielt sich zurück als die junge Frau erklärte weshalb der Fremde sie nicht zurück schicken konnte. Das war das beste was er tun konnte. Er kniete sich neben den Hund und widmete der Frau die sich vor ihm schon zu dem Tier gewandt hatte, ein kurzes freundliches Lächeln. Sie schien freundlicher als so manch andere hier zu sein, wobei sich das wohl erst auf längere Zeit herausstellen würde. „Ich hoffe er hat dich nicht zu fest getreten. Tut mir leid. Aber weist du, beachte ihn einfach nicht. Manche Leute, sind einfach nur dumm oder versuchen zu imponieren.“ Vorsichtig streichelte er dem Hund über den Kopf. Er mochte Tier gerne. Und Daniel hasste es wenn man sie schlecht behandelte.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Sheireen » Do 11. Nov 2010, 21:09

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Im Ratssaal und dann bei den anderen


Noch immer ein wenig gereizt - man hatte sie zuerst partou nicht in den Ratssaal lassen wollen, weil sie aussah wie ein Kind - lauschte die Werkatze der Anklage der Hüterin. Dass Evanlyn auf Wunsch Henrys von Bergen hier war, einem bedeutendem Adligen in der Stadt - der, aus Angst vor der Hüterin aus der Unterwelt lieber seine Waldläuferin vorschickte - hatte man ihr in den ersten Momenten angesehen. Ihre Miene war düster, was auf einem so zarten Kindergesicht durchaus etwas befremdlich wirken konnte, und man sah ihr an, dass das Schicksal der Hüterin sie herzlich wenig interessierte. Hätte sie sich Vorwürfe und Anschuldigungen anhören wollen, hätte sie auch einfach zu ihren alten Kameraden bei den Waldläufern zurück kehren können.
Die Diskussionen, die dann durch den Raum hallten und in alle verschiedenen Richtungen gingen nahm Evanlyn mit nicht minder säuerlicher Miene auf. Zu allem Übel wurde sie von einem der Adligen auch noch nach ihrer Meinung gefragt.
"Nun...Ich denke, es ist äußerst, nun ja, bedauerlich, dass der werten Hüterin das Schwert entwendet worden ist. Doch die Schuld gänzlich von sich abzuweisen, ist ziemlich anmaßend, denkt Ihr nicht?" Evanlyn bemühte sich um einen ruhigen Ton, doch hatte der Adlige, ein schmieriger Schönling, der gerade einmal mit seinem Schwert herumfuchteln konnte, durchaus herausgehört, dass sie lieber in Ruhe gelassen werden wollte.
Doch ihre Miene änderte sich schlagartig, als dieses unwirkliche Wesen der Hüterin ihre weitere Vorgehensweise festlegte. Evanlyn war davon überzeugt gewesen, dass sie dem Erdenvolk die Bürde der Suche alleine aufschultern würde. Doch zur Überraschung der Werkatze schien sich die Hüterin nicht um ihre Schuld winden zu wollen und bot ihre Hilfe an. Dass sie dabei die gesamte Organisation auf andere abschob war für Evanlyn just in diesem Moment ziemlich unwichtig. Es zählte nur, dass die Hüterin bei der Werkatze einen besseren Eindruck hinterlassen hatte, als es Anfangs den Schein hatte. Und auch Evanlyns plötzlicher Gefühlsumschwung war ihr im Gesicht abzulesen und macht fast mehr Angst als der düstere Ausdruck zuvor. Ein schiefes Lächeln, aufblitzende Zähne und ein gewisses Funkeln in den Augen. In diesem Moment war die Idee geboren und bereit, auch ausgeführt zu werden: Evanlyn würde sich der Gruppe anschließen, koste es, was es wolle.
Mit noch immer demselben Grinsen sah sie der entfliehenden Hüterin nach, wie sie aus der Tür stürmte. Und auch mit demselben Grinsen begann ihre Gestalt nun zu schrumpfen - nicht, dass das noch sonderlich möglich gewesen wäre bei ihrer Größe - und auf ihrem Stuhl saß plötzlich eine große rote Katze mit kuschelig weichem Fell. Leichtfüßig sprang Evanlyn von ihrem Sitzplatz und erntete einen irritierten Blick von diesem schmierigen Adligen. Mit provokant aufgestellten Schwanz, die Spitze leicht hin und her zuckend, schleichte sich die Katze durch die Beine der anwesenden, sich noch immer streitenden Aristokraten und was nicht sonst noch alles. Zielsicher schlich sich Evanlyn auf die Tür zu, durch der einen Augenblick zuvor zwei andere Gäste verschwunden waren - ein Mann und eine durchaus hübsche Frau - und nutzte den Moment, bevor sie zuschlug um hindurch zu schlüpfen. Auf dem Flur angekommen, sträubte sich ihr sofort das Rückenfell, ohne im ersten Moment zu wissen, warum. Sie ließ einen Blick über die Anwesenden streifen und erkannte sofort den Quell ihres Unbehagens. Dort saß doch tatsächlich eines dieser widerwärtigen Wesen, die sich Hund nannte!
Noch ehe Evanlyn alle anderen überhaupt registriert hatte, stand sie auch schon wieder in ihrer menschlichen Gestalt an Ort und Stelle, einen angewiderten Gesichtsausdruck tragend. Sie rümpfte kurz die Nase, atmete dann tief durch und versuchte sich zu beruhigen.
Also kam sie nun endlich dazu, alle anderen zu betrachten und ihr Blick fiel von der Hüterin, die aus dem Fenster sah, zu einem kleinen Mädchen neben der Tür. Sie strahlte etwas geheimnisvolles, mysteriöses aus und das gefiel Evanlyn gar nicht. Die Werkatze hatte es lieber, wenn sie alles um sie herum berechnen konnte und mochte unvorhersehbare oder gar geheimnisvolle Dinge wenig. Ihr stechender Blick wanderte weiter - den Hund gekonnt ignorierend - zu der Gruppe am Fenster. Dort standen die hübsche Frau, wahrscheinlich nicht ganz menschlich, und dieser düster wirkende Mann. Außerdem ein noch unbekanntes Gesicht eines jungen Mannes. Und nur einen Augenblick später erblickte Evanlyn auch einen Mann in schwarzem Mantel, der ihr zuvor kaum aufgefallen war. Seine roten Augen fesselten für einen Moment ihren Blick. Dann kam plötzlich eine andere Präsenz hinter ihr angerauscht. Unwillkürlich, eher aus Schrecken heraus, saß plötzlich wieder die rote Katze da und sah die Elementar aus großen Augen an. Evanlyn war nicht leicht zu erschrecken, doch sie hatte nicht damit gerechnet, plötzlich jemanden hinter sich zu haben.
Zu ihrem Glück wandte sich die Elementar dem Köter zu und Evanlyn konnte sich so ein wenig zurück ziehen. Aus reiner Neugierde heraus setzte sie sich neben das weißhaarige Mädchen - ein Mysterium galt es zu lösen - und legte sich dann gemütlich nieder. Mit wachsamen Augen besah sie sich die kleinen Steinchen im Schoß des Mädchens und konnte bald Runen darauf erkennen.
Also spielte dieses Mädchen nicht einfach nur damit, dachte Evanlyn, sondern versteht sich wahrscheinlich auch auf deren Benutzung.
Na das kann ja interessant werden...
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Auria » Do 11. Nov 2010, 21:12

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Vor dem Ratssaal.

Ein selbstsicheres Lächeln trat auf seine Lippen. Er hatte es doch gewusst – eine typische Frau. Während er ihr zuhörte, schüttelte er seufzend den Kopf. “Das hättet ihr nicht tun sollen. Wisst ihr, auf solchen Reisen gibt es oft viel Schmutz, Blut und Schweiß. Keiner macht einem das Bett und Nahrung wird aus Erfahrung irgendwann knapp. Das wollt ihr euch doch nicht zumuten?“, erwiderte er und legte eine besorgte Miene auf. Er stützte die Hand gegen die Wand hinter der jungen Frau, so dass sein Gesicht ihrem viel näher kam. Es war eindeutig, dass sie es sich wohl nicht ausreden lassen würde, denn obwohl sie sehr naiv daherredete, sahen ihre Augen ernst und entschlossen aus, was ihn etwas überraschte. “Nun, kommt mit, wenn ihr euch sicher seid. Ich möchte nicht derjenige sein, der einer so hübschen Dame einen Wunsch ausschlägt…“, meinte er mit einem charmanten Grinsen. Wenn es ihr zu viel wurde, würde sie auch verschwinden. Und wenn er wirklich alle loswerden musste, wenn das Schwert gefunden war, war sie sicher leichte Beute. Er hoffte nur, dass es nicht sehr viel mehr werden würden. “Nun, ein paar Tipps kann ich euch sicher geben, wenn denn das Schwert nicht zu schwer für euch ist…“, fügte er lächelnd hinzu. Als er sich umwandte, bemerkte Rylan, dass sich noch mehr Leute zu ihnen gesellt hatten. Unter ihnen ein düsterer Mann mit schwarzen Haaren und blutroten Augen, die Rylan fast schon aggressiv machten. Um den Köter neben ihm kümmerte sich jetzt ein blondes, wie es schien, junges Mädchen mit unendlich viel Hingabe. Er seufzte auf. Wollte sie etwa auch mitkommen? Mit zwei Frauen würde das Ganze noch um einiges strapaziöser werden. Er beobachtete, wie sie mit dem Hund sprach und zog eine Augenbraue hoch. „Wer sagt, dass der räudige Köter mitkommt? Wir können nicht noch ein nutzloses Tier durchfüttern!“, meinte er abweisend. Diese junge Dame schien die Naivität der anderen sogar noch zu übertreffen. Er hoffte, er würde seine Nerven zügeln können, denn er musste unbedingt bei der Gruppe bleiben, wenn er eine Chance haben wollte, das Schwert zu finden. Sein Blick wanderte wieder zu dem Kind, das neben der Tür saß. Sie schien sich nicht groß bewegt zu haben. Eine Hand schwebte über ihrem Spielzeug auf den Boden und ihr Blick war noch immer starr auf die Gemeinschaft gerichtet. “Was ist das für ein Kind?“, murmelte er in sich hinein und schüttelte dann sein Unbehagen ab. Egal, er konnte sich nicht noch mit kleinen Gören beschäftigen. Spätestens, wenn sie losgingen, würde er sie wieder vergessen haben. Als der junge Mann ihn schließlich ansprach, huschte ein überhebliches Lächeln über seine Lippen. “Wer von uns beiden nicht mitkommen sollte, wird sich im ersten Kampf gegen unselige Kreaturen oder blutrünstige Banditen zeigen, Bürschchen…“, erwiderte er mit hochgezogener Augenbraue. Noch immer lag das überhebliche Lächeln auf seinen Lippen. “Und es ist meine Sache, wie ich mit wem umgehe. Halte dich lieber aus meinen Angelegenheiten heraus…“, murmelte er nun leicht bedrohlich und das Lächeln war verschwunden. Seine Hand hatte sich auf sein Schwert gelegt. Er hatte nicht wirklich vor, es auch zu ziehen; er wollte dem Jungen lediglich eine Warnung geben. Rylan konnte es nicht ausstehen, wenn jemand meinte, sich gutmenschlich über ihn zu stellen. Überhaupt kam man mit Gutmenschlichkeit und Barmherzigkeit im Leben nicht weiter.

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Vor dem Ratssaal.

Äußerlich teilnahmslos, innerlich jedoch etwas überrascht, blickte Narigorm dem Mann im dunklen Umhang hinterher. Er strahlte eine Aura aus, die sie nur selten bei Männern erlebt hatte. Er hatte sie angeschaut – und das nicht erschrocken oder abweisend, sondern beinahe zärtlich. Leicht zog sie eine Augenbraue hoch. Sollte er etwas ihr Freifahrtschein für diese Reise sein? Die rothaarige junge Frau schien nämlich wesentlich bedachter und intelligenter zu sein, als sie sich dem unhöflichen Mann gab, und war damit eventuell ungeeignet. Ihr Blick wanderte zu der blonden Frau, die sich zu dem Hund gekniet hatte. Sie schien nicht zu merken, dass er nicht wirklich ein Hund war. Wieder huschte ein schnelles Lächeln über ihre blassen Lippen. Auch sie könnte geeignet sein. Ohne Regung in ihrem Blick wandte sie den Kopf und blickte zu der roten Katze, die sich neben ihr niedergelassen hatte. Sie merkte, dass auch das kein gewöhnliches Tier war. Einen Moment starrte sie das Tier nur an. Dann hob sie langsam eine zarte Hand und legte sie der Katze auf den Kopf. Ganz zart strich sie ihr über das Fell, dann nahm sie Hand fast ruckartig zurück. Kurz schwebte diese wieder über den Runen, und ohne hinzusehen, nahm das Mädchen eine weitere auf. Sie schaute auf das kleine Holzstück in ihrer Hand. "Die Reise führt in den Tod", flüsterte sie nur, ihre Stimme klang sanft und kindlich, doch ein gewisser Nachdruck war deutlich herauszuhören. Sie hatte die Katze dabei nicht angeschaut, und es schien, als hätte er sie mehr mit sich selbst gesprochen. Schließlich packte ihre Runen ein und erhob sich langsam. Ohne der Katze einen weiteren Blick zu scheknekn ging mit leichten, kaum hörbaren Schritten zu der Gruppe hinüber. Sie überlegte kurz, lief dann jedoch zu dem etwas finsteren Mann im dunklen Umhang, stellte sich neben ihn und nahm seine Hand. Sie blickte mit ihren dunklen Augen zu ihm auf und versuchte, so viel Emotion in diesen Blick zu legen, wie sie nur konnte. Ihre Hand in seiner war kühl und ihr griff nur sehr zart. Sie schaute wieder runter und lehnte ihren von zuckerwatteähnlichem Haar umringten Kopf an seinen Arm. Kurz wanderte ihr Blick über die Gesichter der Anwesenden. Wie unterschiedlich sie alle waren. Um wie viel vielfältiger ihr Spiel dadurch wurde. Innerlich freute sie sich, doch außen hin regte sich nichts.
Zuletzt geändert von Auria am Do 11. Nov 2010, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Rosinschn [Zaisin] » Do 11. Nov 2010, 21:17

Bild Versammlungssaal des Hohen Rats der Völker zu Hügelstadt

Quinn zog eine Augenbraue steil hoch und beobachtete das unruhige Treiben im Saal. Die feurige Rede und der eindrucksvolle Abgang der Gehörnten hatten die Säulenhalle in einen brodelnden Kessel verwandelt. Ströme von Menschen, Elfen, Zwergen und allerlei anderen Wesen schoben sich zu einem der Ausgänge, andere hatten sich auf ihren Bänken umgedreht und gestikulierten wild mit ihren Armen, während von überall her aufgebrachte Wortfetzen schallten. Wahrscheinlich war er der einzige, der sich keinen Fingerbreit gerührt hatte.
Warum auch? Die Versammlung war zwar augenscheinlich beendet, aber es gab noch so vieles, über das man sich Gedanken machen könnte. Und dieser Ort eignete sich fantastisch dafür. Die Halle war ein eindrucksvoller Ort, und die weichgepolsterten niedrigen Podeste, die für Wesen wie ihn errichtet worden waren, luden wahrlich zum verweilen ein. Vor lauter Behaglichkeit grub Quinn seine Krallen für einen Moment in den flauschigen Stoff.
Nach einer Weile, die ihm selbst wie wenige Augenblicke vorgekommen waren, hob er seine halb gesenkten Lider und riss sich wehmütig aus seiner Lethargie. Die Dame, die so erzürnte und hektische Worte ausgestoßen hatte, kam ihm bekannt vor, er war sich sicher, sie einmal getroffen zu haben, als sie noch jünger war. Nicht viele Menschen errangen die Gunst des Herrn der Unterwelt; die, die es in den letzten Jahrhunderten geschafft hatten, konnte Quinn an einer Hand abzählen. Aber ihren Namen, den er zweifelsohne vor einer halben Stunde vernommen haben musste, konnte er beim besten Willen nicht nennen - Namen waren meist so vergänglich wie ihre Träger.
Mittlerweile hatte sich der Saal mehr und mehr geleert. Die Hüterin der Tore war in einem Nebenraum verschwunden, in den ihr nur wenige gefolgt waren. Nachdem er seine steifen Glieder gestreckt hatte, trottete Quinn ebenfalls dorthin. Schwerter wollten sie suchen, soso. Diese Angelegenheit schien den jungen Burschen allesamt sehr wichtig zu sein. So wichtig, wie er es schon lange nicht mehr gesehen hatte. War vielleicht tatsächlich nicht ganz unbedeutend.
Die Sphinx blieb augenblicklich stehen. An den Wänden zwischen den Säulen hingen einige Gemälde, Urkunden oder sonstige Dokumente, wie es in solchen Hallen üblich war. Sie zeugten von ungeheuren Taten und Ereignissen oder zeigten bekannte Persönlichkeiten. Quinn schenkte ihnen in der Regel genau so viel Aufmerksamkeit, um eine Erwähnung seiner selbst zu finden, die er für längst überfällig hielt. Schließlich war er eines der ältesten Wesen, die noch nicht mit irgendeinem Felsen verwachsen waren. Doch diesmal weckte eine unscheinbare Steintafel sein Interesse, denn die Zeichen darauf waren ihm völlig fremd, sodass er nicht lesen konnte, was dort geschrieben stand. Nicht besonders groß, aber mit Sicherheit von einigem Gewicht, stand sie auf einem niedrigen Podest.
Irgendwo in seinem Hirn hallte noch der Ruf nach, er solle die Hüterin mit den Hörnern aufsuchen, bevor sie und ihre Begleiter von hier verschwanden, doch er hatte seinen gewaltigen Löwenkörper schon vor der Steintafel niedergelassen und beugte sich darüber. Voller Neugierde zuckte die Quaste seines Schwanzes hin und her und erzeugte ein leises Geräusch auf dem marmornen Boden. Das Mysterium der ihm unbekannten Schrift hatte eine weitaus größere Dringlichkeit.
Zuletzt geändert von Rosinschn [Zaisin] am Do 11. Nov 2010, 21:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Shibari » Do 11. Nov 2010, 21:49

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Flur vorm Ratssaal - dann auf Abwegen

Shy`ias Moment der Ruhe dauerte gefühlte zwei Sekunden, als sie auch schon eine Stimme in ihrem Ohr vernahm, die etwas von "Hilfe anbieten" erzählte. Hilfe klang gut. Hilfe war genau das was sie brauchte. Ihr Blick wanderte langsam zu dem jungen Mann der sie angesprochen hatte, sie musterte ihn von oben bis unten, wobei sie keine Miene verzog und man unmöglich erraten konnte, was sie dachte. Sorgen auf Grund seiner jugendlichen Gesichtszüge schien sie sich jedoch keine zu machen und sie erweckte auch nicht den Eindruck, als sei sie ihm in irgendeiner Weise dankbar.
"Du könntest sterben. Wahrscheinlich sogar. Müßtest du nicht, du hast noch ein paar Jahre."
erklärte sie schliesslich achselzuckend und ungerührt, wobei ihr Blick schon gar nicht mehr auf ihm weilte, sondern an dem Hund haftete, der einigermassen teilnamslos am Boden lag. Interessantes Tier. Vor allem weil es im Grunde so uninteressant war. Es lag da und tat eigentlich nichts und vor allem war es im Gegensatz zu den Hunden die sie aus der Unterwelt kannte grade zu winzig. Es hatte nicht mehrere Köpfe, konnte scheinbar nicht Feuer speien und sein Speichel fraß keine Löcher in den säuberlich gefliesten Fußboden. Was taten Menschen denn mit einem solch nutzlosen Wesen? Es lag herum, wedelte ein bißchen mit dem Schwanz, aber was wollte es denn ohne die eben aufgezählten Merkmale schon groß verteidigen? Andererseits... den Kopf ein wenig schief gelegt und die Augen leicht zusammen gekniffen, starrte sie das Tier nun förmlich an. Andererseits war vielleicht grade das sein Geheimnis und vielleicht war es grade dieses einfach nur Daliegen, das Menschen dazu brachte, sich einen solchen Hund zu halten. Er redete nicht. Das machte ihn irgendwie sympathisch. Zumindest in Shy`ias Augen. Der zweite Vorteil war, daß er nicht winselnd davon lief. Die meisten Tiere die ihr bisher begegnet waren, reagierten ausgesprochen panisch auf sie. Warum konnte sie sich nicht ganz genau erklären. Gut, sie mochte Tiere auch nicht sonderlich, lief aber auch nicht schreiend davon wenn ihre eines begegnete. Vielleicht sollte sie einfach den Hund dazu bringen ihr zu folgen und sich heimlich aus dem Staub machen. Er würde unterwegs schweigen und sollte sie sich wieder verirren, wie bei ihrem letzten Besuch auf der Oberfläche konnte man ihn vielleicht essen. Immerhin schien er ja nicht giftig. Daniel schien sie über ihre Gedanken hinweg schlichtweg vergessen zu haben... oder ignorierte ihn gekonnt. Eine Antwort hatte er ja schließlich erhalten und wenn er nun mitkommen wollte bitte, sie konnten sich ja nach erledigter Aufgabe notfalls gemeinsam auf die Suche nach dem Weg zurück ins Unterreich machen.
Ihr Blick riss sich von dem Hund los, als die Tür erneut aufschwang und diesmal eine junge, ausnehmend hübsche Frau heraus trat. Ihr folgte ein Mann, eben so wenig bemerkenswert im Grunde wie der versammelte Rest, wenn man von der Tatsache absah, daß es Shy`ia immer unbehaglicher zu Mute wurde. Gut ja, sie hatte Hilfe gewollt, aber irgendwie doch eher damit gerechnet, daß man ihr eine Armee oder etwas vergleichbares an die Seite stellen würde, nicht aber daß sich alljene die nichts besseres zu tun hatten hier einfanden um ihr im Wege herum zu stehen. Ihre ohnehin wenig zugänglich wirkenden Gesichtszüge nahmen, wenn denn möglich einen noch abweisenderen Ausdruck an und mit den selben zusammengekniffenen Augen, die dieses Mal allerdings kein Interesse wie bei dem Hund, sondern schlichtweg Abneigung zeigten, betrachtete sie die Anwesenden der Reihe nach und machte sich nicht mal die Mühe das zu verbergen. Das kleine Mädchen, welches sie bisher noch nicht einmal bemerkt hatte lies sie kurz innehalten und sie hatte den Eindruck dieses Geschöpf gehöre eher in ihr Reich als hier an die Oberfläche. Wobei.... unter all den Seltsamkeiten die Shy` ia bisher hier oben gesehen hatte war sie eigentlich auch nicht weiter merkwürdig.
Mehr, weil sie nicht anders konnte, als weil sie es wollte, entging ihr die einsetzende Unterhaltung zwischen Aine und Rylan nicht. Und es verstörte sie zutiefst. War das... Paarungsverhalten? Etwas ähnliches mußte es ja sein, sonst würde sie nicht diesen säuselnden Tonfall an den Tag legen und er nicht näher an sie heran rücken. Bitte, lass mich das nicht auch noch sehen... schoss es ihr durch den Kopf, ohne genau zu wissen, wen sie da anflehte, sie aus dieser Situation zu befreien, die sie völlig überforderte.
Scheinbar aber wurde ihre Bitte erhört, denn der Neuankömmling, der sie nun ansprach tat es in einer Art und Weise, mit der sie etwas anfangen konnte. Er zeigte sich respektvoll und zurückhaltend, legte keine befremdlichen Verhaltensweisen an den Tag die sie nicht verstand und war neben dem Hund wohl das erste Wesen, das sie nicht in heillose Verwirrung stürzte. Sein Äusseres schreckte Shy`ia in keinster Weise ab, eben so wenig, wie sie etwas gegen weibliche Begleitung ein zuwenden gehabt hätte, oder gegen den jungen Mann, der sollte er sterben, eigentlich viel zu früh damit dran war. Shy`ias Vorurteile waren globaler, wenn man so wollte. Sie scheerte schlichtweg alles was nicht in der Unterwelt hauste über einen Kamm und trennte dabei weder nach Rasse noch Geschlecht.
Der Ansatz von so etwas wie einem leichten Lächeln deutete sich um ihre Mundwinkel herum an, auch wenn man schon ziemlich genau hinschauen mußte, so verlor ihr Gesichtsausdruck doch einiges an Schärfe und ihre Stimme war leise und gedämpft und hatte so gar nichts mehr von der aufbrausenden Wut, die sie im Saal noch gezeigt hatte, als sie zu einer Antwort ansetzte. Wahrscheinlich waren es die ersten höflichen Worte, die sie sprach, seit sie die Unterwelt verlassen hatte.
"Ihr wärt mir willkommen."
erklärte sie Torjan, was nun auch nicht unbedingt überschwengliche Freude ausdrückte, für ihre Verhältnisse aber durchaus so etwas wie Wertschätzung zu bedeuten hatte.
Dennoch wurde es ihr langsam aber ganz sicher zu eng und zu voll und sie wollte weder Zeuge dieses Paarungsrituals noch der Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern werden. Sollten sie das unter sich klären, immerhin hatte sie nicht umsonst jegliche Verantwortung die Reisevorbereitungen betreffend diskussionslos von sich gewiesen. Vielleicht stritten die beiden aber auch gar nicht wirklich, sondern folgten irgendeinem barbarischen Ritual und wer es gewann, bekam die Frau. Was für ein Blödsinn, da war doch noch eine, sie konnten sie doch aufteilen. Oder sich abwechseln, oder ähnliches. Egal, das hier war nicht die Zeit und der Ort, sich mit dem Balzverhalten fremder Arten zu beschäftigen, aber ein überaus günstiger Zeitpunkt, sich nicht daran zu beteiligen- wenn sie stritten oder sich paarten würde man sie hoffentlich auch nicht weiter vermissen.
"Wir brechen auf, sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind."
erklärte sie in die Runde, womit dann auch klar war, daß es ihr völlig egal war, wer sich nun mit wem, wie und zu welchem Zweck zusammen oder ihr anschloss. Wohl abgesehen von einer Tatsache, denn noch im Gehen, einige Meter enfernt, jedoch ohne inne zu halten oder sich gar um zudrehen, fügte sie in einem Befehlston, den man beim besten Willen nicht überhören konnte, an;
"Der Hund kommt mit !"
Damit war sie um die nächste Ecke verschwunden, man hörte erneutes Türenschlagen, als hätte sie Freude daran die Stabilität der Verankerung zu testen und die Gesandte der Unterwelt war schon zum zweiten Mal am heutigen Tage einfach verschwunden, wahrscheinlich mehr Fragen und Verwunderung zurück lassend, als sie hatte klären können.
Zuletzt geändert von Shibari am Do 11. Nov 2010, 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon laiqalasse » Do 11. Nov 2010, 22:00

Bild & Gruppe vor Ratssaal

Noch bevor Felan registrieren konnte das sich eine weitere Frau der Gruppe anschloss, hörte er auch schon den freudigen Aufschrei und spürte in der nächsten Sekunde zierliche Finger in seinem Fell. Vorsichtig hob er seinen Kopf an, wollte er die Fremde nicht erschrecken, und blickte in ein zerbrechlich, puppenhaft wirkendes Antlitz, das perfekt zu der sanften Stimme passte, die seinen Ohren schmeichelte.
Auf ihre Frage nach seinem Namen hin wedelte er freundlich mit dem Schwanz und schenkte ihr ein hündisches Lächeln, in dem er sein Maul leicht öffnete und kaum merklich zu hecheln begann.
Er konnte nicht sagen was in dieser blonden Frau steckte, war es ihm aber letztendlich auch vollkommen egal. Es interessierte ihn bei niemanden von den Anwesenden, den spielte die Rasse keine Rolle für ihn. Letztendlich war es immer der Charakter auf den es ankam und so konnte ein Dämon zum Weltretter werden, während eine Elfe die Welt ins Chaos stürzte. Und wenn man einmal von dem ungehobelten Klotz absah, der es gewagt hatte ihn verächtlich mit dem Stiefel zu berühren, dann befand sich derzeit niemand in seiner unmittelbaren Nähe, der seine feinen Sinne alarm schlagen ließen. Sicher, es war der ein oder andere dabei der eine merkwürdige und düstere Ausstrahlung besaß, aber dies allein war noch nicht alamierend. Selbst das unheimliche Kind, das mit ihren Steinen spielte und so tat als ginge sie das alles hier nichts an, war für ihn persönlich nur grusselig, aber nicht beängstigend.
Gerade als er den makanten Geruch einer Katze in die Nase bekam, riß der junge Mann das Wort an sich und nahm damit auch Felans Aufmerksamkeit vollkommen ein. Vergessen war die Katze und auch die verwöhnenden Finger glitten in den Hintergrund seines Bewusstseins. Dieser Blondschopf war nicht besonders alt, doch besaß er das Rückrad eines angehenden Kriegers. Zwar war er am Ende doch noch etwas unsicher und duckte sich, wollte er allen Anschein nach keinen Ärger. Aber dieser letzte Funke von unnötiger Demut würde sich im laufe der Jahre oder vielleicht auch bereits in den nächsten Monaten verflüchtigen.
Seinen Kopf in die starke Hand des jungen Mannes drückend, setzte er sich nun auf und blickte den beiden Wesen, die ihn trotz seiner animalischen Form respektvoll aufgenommen hatten direkt in die Augen. Dann stand er mit einmal gänzlich auf und stellte sich in einer unauffällig, beschützenden Form vor die beide und sah zu dem Schwarzhaarigen auf. Von diesem Kerl hatte er so langsam die Schnauze voll und das er mit seiner Hand am Schwert einen Mitstreiter beeindrucken wollte, gefiel Felan nicht und dies zeigte er nun auch deutlich. Er zog seine schwarzen Lefzen zurück, kreuselte seinen Nasenrücken und stellte seine weißen, totversprechenden Zähne zur Show. Doch so rasch seine Drohung gekommen war, so schnell verschwand sie auch wieder. Wollte Felan nur zeigen das auch er mit seinen Waffen zu protzen wusste.
Mit einem verächtlichen Schnauben wand er sich dann auch schon wieder den beiden Wesen zu, die ihn offenbar bereits adoptiert hatten und damit seine Aufnahme in die Gruppe garantierten.
Freundlich und freudig wedelte er so kräftig mit dem Schwanz das sein ganzes Hinterteil mit wackelte. Dann zeigte er seine Zuneigung in dem er beiden nacheinander über das Kinn schleckte, um sich anschließend zwischen ihnen auf den Rücken zu werfen, auf das er noch mehr Streicheleinheiten erschleichen konnte.
Und um dem Schwarzhaarigen noch einen dezenten Dämpfer zu setzen, sprach sich tatsächlich Shy´ia selbst für seine Aufnahme in diese Gruppe aus. Und für einen Moment wäre Felan am liebsten aufgesprungen und hätte sich auf unwiderstehlich hündischer Art bei der Hüterin der Tore bedankt. Aber war er sich auch bewusst das dies unmöglich war, selbst wenn es Shy´ia zugelassen hätte, hätte ihre Ruf doch stark darunter gelitten und das war derzeit wohl etwas das sie sich nicht leisten konnte. Daher blieb Felan an Ort und Stelle liegen und forderten seine beiden Fürsprecher auf ihn Brust und Bauch zu kraulen.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Sheireen » Do 11. Nov 2010, 22:48

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Sich an Narigorms Fersen heftend


Der sanfte Druck auf Evanlyns Kopf jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Die Berührung kam so unerwartet und vor allem so unerwartet sanft, dass die Werkatze ein Schnurren unterdrücken musste. Sie war fast enttäuscht, als das kleine Mädchen die Hand wieder von ihr löste und stattdessen ihre Aufmerksamkeit ihren Runen zuwandte. "Die Reise führt in den Tod."Der Satz, mit der kindlichen Stimme ausgesprochen jagte Evanlyn einen weiteren Schauer über den Rücken. Sie verstand im ersten Moment die Tragweite der Worte nicht, doch als die Bedeutung in Evanlyns Geist waberte, wurde ihr flau im Bauch. Für einen Moment schlich sich der Gedanke ein, hier und jetzt abzubrechen, nicht diese Reise anzutreten. Doch sie schüttelte den Gedanken ab wie eine lästige Fliege und konzentrierte sich nun wieder auf das Hier und Jetzt. Das die Reise gefährlich werden würde, nun, das hätte sie sich auch denken können. Plötzlich stand das Mädchen neben ihr auf und zog damit die Aufmerksamkeit der blauen Augen der Werkatze auf sich. Dass das kleine Mädchen Evanlyn nicht angesehen hatte, nun, das hatte sie seltsamerweise einmal gar nicht gestört. Evanlyns Neugierde jedoch war endgültig geweckt. Nach kurzer Überlegung entschloss sich die rote Katze, vorerst bei dem Mädchen zu bleiben. Zumal ihr alle anderen nicht gerade zusprachen. Ein Adliger, der sich wohl als tollsten Menschen der Welt empfand, zwei naive Frauen und ein Jüngling. Und dazu auch noch dieser Hund, der sich gerade aufführte, wie es sich für diese gunsterschleichenden Wesen nur so ziemte: Schwanzwedeln und Bauch kraulen lassen. Für Evanlyn benötigte es schon einiges, ehe sie sich so verhalten würde. Nur der Mann in dem dunklen Mantel wirkte, nunja, anders. Er hatte eine ruhige Aura. Und das das kleine Mädchen gerade zu ihm aufbrach, machte Evanlyns Entscheidung also noch leichter. So stand sie wieder auf, leckte sich kurz über eine der samtweichen Pfoten und trottete Narigorm hinterher. Mitten in der Bewegung hielt sie inne, als plötzlich ein anderes Wesen den Flur betrat. Wäre Evanlyn in menschlicher Gestalt hätte sie wohl eine Augenbraue hochgezogen. So spielte sie nur mit ihren Ohren und ihr Schwanz wedelte aufgeregt hin und her. Da war doch tatsächlich ein Sphinx in den Raum getreten! Er sah im ersten Moment aus, als würde er zu ihnen stoßen, doch dann blieb er bei einer der Steintafeln an der Wand hängen. In nur wenigen Augenblicken schien er ganz und gar in das Werk aus Stein eingesunken zu sein.
Evanlyn wandte sich wieder ab, noch immer etwas verwundert über das Erscheinen des Sphinx und streifte nun samt um Narigorms Beine ehe sie sich hinsetzte.
Dann plötzlich hörte sie die Stimme der Hüterin, die sie zuvor nicht wirklich vernommen hatte. Etwas verwundert folgte Evanlyns Blick der Frau, als sie nach ein paar Worten davonzog. Nun, dann würden sie halt sobald wie möglich abreisen. Evanlyn hatte eh nicht viel zu holen. Das wenige, was sie besaß, passte alles in eine kleine Umhängetasche.
Statt jedoch aufzubrechen um die Tasche zu holen, blieb Evanlyn hier sitzen und sah zu dem kleinen Mädchen und dem Mann auf.
Zuletzt geändert von Sheireen am Do 11. Nov 2010, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Nessa. » Do 11. Nov 2010, 22:48

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- bei Rylan, Felan und Demetra in der Vorhalle

Ihre Züge drohten für den Bruchteil einer Sekunde zu entgleisen, doch abermals schaffte es Aine mit bemerkenswerter Selbstbeherrschung ihre Maske zu wahren. Es wäre verschwendete Energie gewesen, jetzt bereits den Vorhang fallen zu lassen. Stattdessen bemühte sich die junge Frau, ihrem Lächeln noch eine Spur Freundlichkeit und Naivität angedeihen zu lassen, während sie seinem Blick mühelos standhielt.
Blablahblah – sie konnte ihm einfach nicht zuhören. Wie selbstüberzeugt konnte ein Mensch eigentlich von sich sein? Abermals zwang sie sich zur inneren Ruhe und Contenance. Sie befand sich immer noch in einer Umgebung, die nun einmal nicht mit allem, ihrem Leben bisher bekannten, vergleichbar war. Dies war nicht ihr Dorf sondern die große und weite Welt, die sie nur aus den Geschichten von Niamh kannte – also keineswegs vergleichbar. Vielleicht waren die Frauen hier wirklich so, wie er sie beschrieb – schwach, hilflos und auf die schützende Hand von starken Helden angewiesen. Aber sie konnte nicht urteilen, wenn sie von der Welt bisher nicht mehr gesehen hatte, als diesen Versammlungssaal der Völker und ein paar eingebildeter Menschen, die allerdings nichts Neues waren.
“Schweiß? B-Blut?“ In ihren grünen Augen blitzte es angstvoll auf. Als ob sie nicht schon einmal dem einen oder anderen Bengel im Dorf die Nase blutig geschlagen hatte. Und Schmutz? Damit war sie als Tochter eines Schmiedes aufgewachsen, also sollte er ihr nichts von Schmutz erzählen. Da wirkte er mehr wie jemand, der noch nie in Berührung von Derartigem gekommen war – aber sich anmaßte darüber zu reden, als wüsste er, von was er sprach. Sie sah keine Narben, keine resignierende Müdigkeit in seinen Augen, die davon zeugen würde, dass er es leid war, bereits so viel Blut und Leid gesehen zu haben – und auch sonst wies nichts darauf hin, dass er bereits viel von der grausamen Welt gesehen hatte, von der ihr Niamh immer mit unheilvoller Stimme berichtet und damit der jungen Frau stets einen kalten Schauer über den Rücken und durchwachte Nächte beschert hatte.
“D-danke…ich…ich werde bestimmt keine Last sein! Ich kann auf mich alleine aufpassen und…und ich kann schnell lernen! Ich werde euch nicht enttäuschen, Herr!“ Sie bemühte sich eifrig zu nicken und wie ein braves, artiges Schulmädchen zu wirken, welches um jeden Preis ihren Lehrer überzeugen wollte, dass sie die bessere Note verdient hatte.
Was für ein Trauerspiel.
Als der Mann sich schließlich umwandte, atmete Aine innerlich auf und schloss für einen Moment die Augen, um sich wieder zu sammeln. Sich dämlich zu stellen war definitiv Neuland für sie und forderte dementsprechend ihre vollste Konzentration und damit auch Kraft. Zum Glück füllte sich der Raum nach und nach mit motivierten Neuankömmlingen, sodass die Aufmerksamkeit ihres aufgedrängten Beschützers kurzzeitig auf jene gelenkt wurde. So hatte auch die Halbelfe kurz die Chance sich umzublicken. Die Gruppe bestand mittlerweile aus wild zusammengewürfelten Wesen, die mehr oder minder Freundlichkeit – oder aber absolute Unnahbarkeit ausstrahlten. Gerade als ihr Blick auf einen Mann fiel, dessen Ausstrahlung kühl und distanziert wirkte, wurde ihre Aufmerksamkeit auf eine Frau zu ihren Füßen gelenkt, die sich eifrig daran machte den Hund, welcher ebenfalls neben ihr ruhte, zu streicheln. Aine hob eine Augenbraue an. Wenn das ihr Ernst war, dann hatte dieser Kerl, dessen Name ihr immer noch nicht bekannt war, zumindest immer noch jemanden zum traktieren, sollte ihre eigene Fassade irgendwann fallen und – Moment. Aine hielt inne. Falten bildeten sich auf ihrer sonst makellosen Stirn und in ihre Augen trat Verwirrung. Die junge, hübsche Frau zu ihren Füßen, welche die personifizierte Unschuld mit dem Verstand eines Kindes darstellen konnte, war kein Mensch – sie wirkte vielleicht so, doch sie war es nicht, das konnte die Halbelfe deutlich spüren. Sie wusste zwar nicht genau WAS für ein Wesen sie war, doch definitiv nicht rein menschlich.
Die Stimme des in Schwarz gekleideten, immer noch nahe bei ihr, riss Aines Aufmerksamkeit wieder an sich. Nach wie vor verwirrt wanderten ihre Augen suchend nach dem Ziel, welches wagte, ihm zu widersprechen und damit seinen geblähten Stolz zu spüren zu bekommen. Es war der junge, durchaus hübsche Mann, der bereits vorher im Raum gewesen war, als sie diesen betreten hatte und aussah, als würde der den Worten des Älteren nicht viel Wert beimessen. Die junge Frauen musste ihre vorige Einstellung korrigieren, denn sie hätte dem Burschen kein verbales Gefecht mit einem ihm eindeutig überlegeneren Charakter zugetraut.
Zeit ihrem aufgebauten Ruf alle Ehre zu machen – die Hände erhebend trat sie gleitend ein paar Schritte nach vorne und somit zwischen die beiden Herren.
“Wir wollen doch nicht streiten oder? Schließlich müssen wir…lange Zeit miteinander verbringen! Also…also spart eure Kraft und seid höflich, in Ordnung?“ Aine strahlte abwechselnd zu Rylan und Daniel. Was für eine Farce.
Als ihre zukünftige Anführerin sprach, verstummten kurzzeitig alle Gespräche – um dann, als diese verschwunden war, wieder in gleichem Tempo und gleicher Lautstärke weiterzugehen. Wunderbar. Und…wo würde man sich treffen? Wann? Dachte hier eigentlich jemand mit? Großartig!
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Nin » Fr 12. Nov 2010, 02:48

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- & Gruppe vor dem Ratssaal

Sicherlich konnte man von einer Hüterin ein wenig mehr Engagement bezüglich des geklauten Gegenstandes erwarten, welches man verpflichtend in ihre Obhut übertragen hatte. Sicherlich war es auch das, was Torjan sich erdacht hatte, von den wenigen Dingen, denen er in diesem Belang überhaupt erlaubt hatte, Einzug zu gewähren. Dennoch änderte seine Irritation, die sich in einer dezenten Falte zwischen seinen dunklen Brauen präsentierte, nichts an der Fahrlässigkeit jenen stolzen Wesens, das trotz herrischen und barschen Abganges ihrer Person, die es gewohnt sein musste Befehle zu erteilen, denen man ungefragt Folge leistete, eine gewisse natürliche Eleganz und Anmut zu wahren wusste.
Erst, als die Tür aussagekräftig und unüberhörbar in ihre Angeln fallen sollte, richtete sich kurzweilig die ungeteilte Aufmerksamkeit Torjans auf das Kind, das er als Mädchen vermutete und senkte den Blick seiner blutroten Augen auf den wirren Haarschopf, der sich in nahezu anschmiegsamer Geste an seinen Arm drängte; auf die Hand, welche die seinige, womöglich als ersuchte Hilfe, zaghaft und matt umschloss. Kühl war sie, die blasse Hand; zu kühl für ein Kind, welches sich normaler und intakter Gesundheit erfreute. Auch das weiße Gewand, vielmehr ein schlichtes Hemdchen, schien ihm nicht angebracht für ein Kind angesichts des kühlen Wetters, das durchaus richtige Kleidung einforderte, sodass man sich für den bisweilen kalten und beißenden Wind hinreichend schützen konnte.
Wie nebenbei umgriff er die Hand des Kindes und legte seine andere über den zu kalten Handrücken und rieb diesen leicht, während er seinen Körper ein wenig in die Richtung des stattfindendes Szenarios trieb und seinen Blick kurz über die unnötige Machtdemonstrationen gleiten ließ; unberührt bleiben sollte. Etwas, das man einkalkulieren musste und womit er sich zu arrangieren wusste. Es wäre anmaßend und eine individuelle Beleidigung an einen jeden einzelnen von ihnen zu erwarten, zu verlangen, das sie miteinander auskommen mussten, nur weil sich ihre Interessen, welchen Ursprunges auch immer, in diesen einem Punkt überschnitten und sie zusammengeführt hatte.
“Wir werden eine ungewisse Zeit miteinander verbringen. Es wäre für eine Anfangsbasis wertvoll, wenn wir uns zumindest einander vorstellen würden.“ Die Person mit den meisten Anhaltspunkten oder dem ausgeprägten Wissen gegenüber der Thematik hatte sie sich selbst überlassen und auch, wenn das ein Punkt war, der hinderlichen Ärger heraufbeschwören konnte, gedachte er nicht, sich hierbei entfesseln oder aufhalten zu lassen. Die Suche stand fest, die hier Anwesenden wollten sich daran beteiligen. Es war für das erste alles, was sie brauchten; etwas, womit man durchaus arbeiten konnte, was demnach bedeute das sie im Grunde genommen überaus viel hatten. Die Hand des Kindes in ruhiger Manier freigebend, nutzte er die kurze Pause, die er walten ließ um sie in die Tasche seines Mantels zu führend, ehe er geduldig nach der anderen Griff und ebenso in langsamen, mit minderem Nachdruck waltenden Gesten begann, die kühle Haut ein wenig zu erwärmen.
“Dazu wäre es wohl förderlich, wenn sich auch die Werkatze und der Animagi in ihren ursprünglichen Formen präsentieren.“ Torjan interessierte sich grundsätzlich nicht für ihre Beweggründe der Verschleierung, aber man musste ihn wohl zusprechen, dass der Grundaspekt der Vorsicht durchaus einer gängigen Logik entsprach, die den Umstanden angemessen war.
“Ich bin Torjan. Ein Magier.“, fügte er nach wie vor in einem distanzierten Tonfall hinzu, wenn auch seine Stimme keineswegs kalt ertönte und seine Intonation ablehnender, sondern durchaus ruhiger Art war. Die Sphinx bemerkend jedoch nicht weiter mit seinen Augen verfolgend, hielt er kurz in seiner Bewegung inne und verstärkte den Druck auf die zierliche Hand sanft, um die Temperatur abzuschätzen, die einen gehobenen Eindruck auf Torjan hinterließ, der sein intuitives Wesen diesbezüglich nicht mehr ablegen konnte. Als er sich darüber versicherte, ließ er sie sachte los, zupfte jedoch die Fingerspitzen seines einen Stoffhandschuhs ein wenig weg, bevor er ihn gänzlich auszog und darauffolgend in einer harmonischen Selbstverständlichkeit dem Mädchen überzog; ignorierend, das der Handschuh sehr wohl bei weitem zu groß war.
Der erfüllende Zweck war hierbei das, was zu zählen war.


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- & Gruppe vor dem Ratssaal

Während es noch ein sanftes Lachen gewesen war, als der Hund sich auf den Rücken gerollt und sie aus den samtbraunen Augen fast schon schelmisch angesehen hatte, was sie erst dazu angeleitet hatte das etwas rauere Bauchhaar des Tieres zu kraulen, war sie jedoch ein wenig irritiert über das Verhalten des Mannes mit den etwas längeren, dunklen Haaren. Etwas, das sie so gut zu absorbieren wusste, dass sie sich weniger auf die gebotene Stirn des Blonden konzentrierte, der sich nur löblich und richtiggehend äußerte.
Wieso verhielt er sich so angriffslustig? Wieso demonstrierte er sich in dieser drohenden Art? Und, was noch viel wichtiger war, was versuchte er damit zu bezwecken? Demetra verstand es nicht ganz, hatte ihren Kopf dementsprechend ein wenig zur Seite geneigt und den Blick ihrer hellen, strahlenden Augen eingehend auf sein Erscheinungsbild gerichtet.
“Du scheinst mir gesund zu sein, Fremder.“, begann sie dann, während sich über die Reaktion des Hundes und auch das Involvieren der so schönen Rothaarigen eine gewisse Konzentration bei ihr aufgebaut hatte, die aufgrund ihre Lebhaftigkeit selten vermutet wurde, sie aber durchaus sehr ausgeprägt besaß. “Aber dennoch hast du eine gewisse Unruhe. Das könnte vielleicht an deinem Wasserhaushalt liegen. Er ist ein wenig unausgeglichen, weißt du.“ Ihren Kopf wieder begradigend, ließ ihre Hand nun jedoch ihr weißes Gewand los und sie richtete sich in einer leichtfüßigen Geste auf. “Für dich steht hier sicherlich viel auf dem Spiel, oder?“ Anders war sein Verhalten nicht zu erklären, doch Demetra, die über die Jahre gelernt hatte, das mentaler Stress sehr belastend sein konnte, die Opfer einstweilen sehr darunter litten, schenkte ihm ein warmes, recht freundliches Lächeln. “Du musst dich ein wenig pflegen und aufhören, dir Sorgen zu machen. Das ist wichtig für dich, hörst du.“ Ihm zunickend, blickte sie kurz zu der Rothaarigen, die sich zwischen die beiden Männer gebracht hatte.
Wirklich sehr mutig, wie Demetra fand. Dennoch ein wenig unangebracht, wenn nicht gar unnütz. Was hätte sie denn getan, wenn es ein wenig eskaliert wäre? Sie hatte doch einen so unsicheren Klang in ihrer Stimme; wirkte etwas wankelmütig. Mutig war demher jene Charakterbeschreibung, welche sie der jungen Frau zukommen ließ, was ein wenig Bewunderung in ihr hervorrief. Demetra neigte dazu Grenzen erst auszutesten, bevor sie die überschritt. Sie fühlte sich dadurch bei weitem sicherer.
Ihre Aufmerksamkeit auf den eingehüllten Mann mit den Augen, die sie als fast schon glühend empfand, richtend, lauschte sie seinen Worten und nickte dann bekräftigend. “Eine gute Idee.“, pflichtete sie ihm bei, wenn auch sie die Worte ‚Werkatze‘ und ‚Animagi‘ ein wenig stocken ließen; sie dazu veranlassten, ihren Blick schweifen zu lassen. Wen meinte er denn damit? Innerlich den Kopf schüttelnd, so würde sich ihr Unwissen sicherlich in absehbarer Zeit lichten, stellte also auch sie sich vor. “Ich bin Demetra. Das scheint nicht mein richtiger Name zu sein, aber es ist der, den mir meine Mutter gegeben hat, als sie mich im Wald fand.“ Ein sanftes Lächeln bei der Erinnerung an die gütige Frau, die ihr so viel gebracht hatte. “Ich bin eine Wasserelementare. Ich kann damit die wahnsinnigsten Dinge anstellen, das ist wirklich sehr spaßbringend.“
»As I was walking among the fires of Hell,
delighted with the enjoyments of Genius;
which to Angels look like torment and insanity.
I collected some of their Proverbs.«
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon *Reika* » Fr 12. Nov 2010, 04:23

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vor dem Ratssaal


Nachdenklich über die Worte das er sterben könnte. Oder besser, das er sterben würde, senkte Daniel kurz den Blick. Er würde sterben, früher oder später, das musste jeder. Doch daran zu denken erschien ihm falsch. Fast schon fremdhaft. Er war gerade volljährig geworden da sollte man sich nicht darum kümmern wann wie oder wo man sterben könne.
Kopfschüttelnd sah er den dunkelhaarigen Mann an. Das einzige was dieser Kerl konnte war schleimen und grob werden. Daniel würde sich fern halten. Egal was dieser Kerl von ihm dachte. Manchmal war ein Rückzug besser als Streit heraufzubeschwören. Solange es vermeidbar war. „Wir werden sehen. Und Ihre Angelegenheiten interessieren mich nicht. Werden mich nie interessieren.“ Mit diesen Worten wollte Daniel es dabei belassen. Er wusste selbst das er hier wenn es drauf ankam den Kürzeren ziehen würde abgesehen davon wusste er sich zu benehmen auch wenn es ihm manchmal richtig schwer fiel den Mund zu halten. Beschwichtigend hob er die Hände als die junge Dame sich zwischen ihn und den Fremden stellte. „Schon gut. Ich habe verstanden. Auf Streit habe ich sowieso keine Lust!“ er lächelte auch sie freundlich an. Sie hatte ihm ja nichts getan also sah Daniel keinen Grund unhöflich zu sein. Viel lieber betrachtete er dann den Hund vor sich und schon war der Fremde fast schon vergessen. Wäre der Hund nicht aufgestanden und hätte die Zähne gefletscht. Der Gedanke gefiel Daniel, doch er hatte auch bedenken das der Fremde der zuvor nicht davor gescheut hatte zu treten, es gleich wieder tun würde. „Hey!“ er packte den Hund fast schon vorsichtig und sah ihn an. „Keinen Streit. Nicht jetzt. Ihm wird seine überhebliche Art noch vergehen. Manche ändern sich nicht.“ Es war fast nur ein Flüstern das über Daniels Lippen kam. Und doch war er sich sicher das der Hund ihn gehört und verstanden hatte. Wie so oft lächelte Daniel das Tier an und streichelte es wie der Hund es verlangte, setzte sich dabei auf den Boden. Er fand den Hund klasse. Als er klein war hatte er alles mit ins Haus seiner Eltern geschleift. Egal ob es Hund, Katze oder Maus war. Sehr zu dem verärgern seiner Eltern die keine Tiere mochten. Und jetzt war sein neuer Freund wieder ein Hund, der ihn wahrscheinlich auch schon ins Herz geschlossen hatte, sonst würde er ja nicht das Kinn abschlecken. Daniel kicherte leise, fast ein wenig kindlich und wischte sich über das Kinn. Dann sah er auf, zu der Frau die bei ihm gehockt hatte und ebenfalls den Hund gestreichelt hatte. Sie stellte sich vor, genauso wie der Magier das getan hatte. Dabei biss Daniel sich etwas auf die Unterlippe. Ein Magier, der von Animagi sprach und die Frau, die sich als Wasserelementare vorstellte. Dagegen war er, nicht viel. Fast nichts und doch brachte es ihn nicht von seinem Vorhaben, helfen zu wollen, ab. Er fuhr sich mit der rechten Hand durch das blonde Haar und erhob sich ebenfalls, er musterte dabei beide Tiere. Jemand anderes konnte der Magier nicht mit Animagi oder Werkatze meinen. Schulterzuckend nahm er das einfach so hin und würde sich überraschen lassen mit wem er es außerdem zu tun haben würde. „Dann möchte ich erst einmal sagen, herzlich willkommen Torjan und Demetra.“ er schenkte beiden wieder ein schwaches freundliches lächeln und nickte ihnen zu. „Dann stelle ich mich gleich auch einmal vor. Ich bin Daniel Grigori. Einfach nur Daniel, ich bin 18 Jahre alt und ein Mensch und würde gerne helfen das Schwert oder die Schwerter zu suchen und demjenigen zu überlassen in wessen Hände es liegen sollte. Mehr gibt es über mich nicht zu sagen, wäre ziemlich langweilig.“ Er warf einen skeptischen Blick in die Runde und trat dann wieder einige Schritte zurück um dem oder der nächsten die sich vorstellen wollte, das Wort zu überlassen. Dabei verschränkte er die Arme vor der Brust, er hatte schon einige Kreaturen und Lebewesen gesehen und fand es interessant was sich hier für ein bunter und nicht ganz so zusammenpassender Haufen angesammelt hatte. Man konnte nur hoffen das solche Szenen wie eben mit dem Dunkelhaarigen nicht die Regel wurden.
Zuletzt geändert von *Reika* am Fr 12. Nov 2010, 04:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Auria » Fr 12. Nov 2010, 11:33

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Vor dem Ratssaal.

Rylan nickte zufrieden, als die junge, rothaarige Frau begriffen zu haben schien, auf was sie sich bei dieser Reise einließ. Er würde sie sicher nicht davon abhalten können, mitzukommen, aber immerhin war sie jetzt auf die Gefahren vorbereitet und mit ein bisschen Übung im Schwertkampf - etwas, wofür er sich gern bereiterklärte - könnte sie vielleicht auch im Kampf hilfreich sein. Er hatte sich kurz abgewandt, und bemerkte, dass das merkwürdige Kind zu ihnen getreten war und die Hand des Fremden im dunklen Umhang genommen hatte. Gehörte sie etwa zu ihm? Sollte die kleine Göre etwa mitkommen? Und was war mit der Katze, die ihr folgte? Das wurde ja immer besser. In dem Moment wurde er jedoch wieder von dem jungen Burschen abgelenkt, der etwas auf seine Bemerkungen erwiderte. Rylan wollte grade einen Schritt vor gehen, als plötzlich der Hund zwischen ihnen hochfuhr und sich schützend vor den Burschen stellte. In seiner ganzen Größe war er doch recht beachtlich und seine scharfen Zähne blitzten im Sonnenlicht. Rylan hatte nicht die Muße, sich mit einem Tier anzulegen, also trat er wieder einen Schritt zurück. "Schon gut, Hundchen...ich habe verstanden. Du scheinst ja doch was drauf zu haben...", meinte er mit einem höhnischen Grinsen und wandte sich dann kopfschüttelnd von dem Tier ab, das ich inzwischen wieder beruhigt hatte. Er wollte sich grade nochmal an die rothaarige Frau wenden, als er von dem blonden Mädchen angesprochen, welche so jung aussah, aber irgendwie doch schon recht alt wirkte. Er legte die Stirn in Falten und blickte sie überheblich an. "Was redest du für einen Unfug, Frau? Unausgeglichener Wasserhaushalt?". Er schüttelte den Kopf und schnaubte. Wo war er hier nur hingeraten? Wie sollte er es mit diesen Leuten und Wesen aushalten? "Unruhe? Sorgen? So ein Blödsinn...es geht mir blendend. Kümmer dich lieber um deine Probleme. Zum Beispiel, wie du einen Kampf mit Wesen überleben willst, die wirklich von Unruhe geplagt sind!", knurrte er zwischen seinen Zähnen hindurch und schüttelte erneut den Kopf. Im selben Moment schlug der Fremde mit den merkwürdigen Augen vor, dass sie sich einander vorstellen sollten. Etwas verblüfft schaute er auf den Hund und die Katze. Animagus? Werkatze? Was zur Hölle? Das Blondchen stellte sich als Demetra, eine Wasserelementar vor. Immerhin, vielleicht hatte sie dadurch doch außergewöhnliche Kräfte, die sich noch zeigen würden. Was sie allerdings dazu bewog, sich auf diese Reise zu begeben, war ihm ein großes Rätsel. Der Unbekannte stellte sich selbst als Magier vor, durchaus auch eine respektable Eigenschaft für den Kampf. Rylan beobachtete, wie er dem Kind den Handschuh überzog. Sie konnte nur zu ihm gehören. Aber dieser Torjan konnte doch nicht ernsthaft erwarten, dass das Kind mitkam. Als nächstes stellte sich das Bürschchen vor. Rylan schüttelte mit einem Schnauben den Kopf. Ein 18-jähriger Knabe, eine naive Wasserelementar, ein Köter, der keiner war, eine Katze, die keine war, ein Kind, eine Frau....was sollte das werden?
"Was soll das hier für eine Freakshow werden? Die Reise der Verrückten?", meinte er abfällig. Er hatte nicht laut gesprochen, aber es hatte ihn sicher jeder hören können. Der einzig brauchbare schien wohl der Magier zu sein. Da nun schon alle Blicke auf ihn gerichtet waren, beschloss er, sich selbst vorzustellen. "Mein Name ist Rylan of Beaufort. Ich komme aus dem Osten vom Landssitz der Beauforts. Ich bin ausgebildeter Krieger und habe schon viele Schlachten gefochten", erzählte er. Sein Blick ruhte kurz auf dem 18-jährigen namens Daniel. Wieviel Erfahrung konnte er schon haben? Wahrscheinlich hatte seine Mutter ihm noch sein Reiseproviant zusammengestellt. Er wandte sich wieder ab und blickte zur Torjan. "Euer Kind kann nicht mitkommen. Wir Ihr sicher selbst wisst, wird diese Reise kein Spaziergang. Das ist nichts für Kinder.", sagte er bestimmt und deutete auf das kleine Mädchen, welches ihn von unten herauf anschaute. Die dunklen Augen waren ihm unheimlich und er wandte seinen Blick von der Kleinen ab.

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Die Katze war ihr gefolgt und strich nun um ihre Beine. Narigorm schaute kurz hinab auf das rote Tier, das so groß war, dass es ihr fast bis zur Hüfte reichte. Diesmal fasste sie das Tier jedoch nicht wieder an. Narigorm fragte sich, warum sie nicht ihre wahre Form zeigte. Währenddessen hatte der große Fremde ihr Hand fester gepackt und seine andere Hand darauf gelegt, um sie zu wärmen wie es schien. Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, das jedoch nicht ihre Augen erreichte. Einen Moment beobachtete sie die Streitereien der Erwachsenen und betrachtete eingehend der schwarzhaarigen Mann, der alles begonnen hatte. Er schien voller Zorn zu sein, der aus seiner Vergangenheit herrührte, wie Narigorm aus ihren Runen erfahren hatte. Mit seinen Vorurteilen könnte er leichte Beute werden, wie sie fand. Der Fremde, der nun vorschlug, dass sie sich einandervorstellten, hatte seine eine Hand wieder von ihrer genommen. Sie hörte zu, wie reihum alle ihre Namen nannten. Besonders überrascht war sie, als Torjan, wie sie nun wusste, bemerkte, dass Hund und Katze nicht wirklich Tiere waren. Sie fand das beachtlich, nicht viele Menschen sahen sowas. Torjan hatte ihr seine Hand nun entzogen und ihr seinen Handschuh über die kleine Hand gezogen. Die Wärme in diesen war für Narigorm fast unerträglich, doch sie behielt sie dennoch an. Sie wollte das Bild des beschützenswerten Kindes wahren. "Narigorm", flüsterte sie nur leise und es kümmerte sie nicht, ob es überhaupt jemand gehört hatte. Als der schwarzhaarige Mann namens Rylan nun zu ihnen trat und Torjan belehrte, dass sein Kind nicht mitkommen könne. Narigorm setzte eine verängstigte Miene auf und schrak zurück, wobei sie mit ihrem Fuß die Katze erwischte. Sie kümmerte sich jedoch nicht um das Tier, sondern versteckte sich schnell hinter den Beinen Torjans, um ihre vermeindliche Angst vor Rylan auszudrücken. Es war klar gewesen, dass es einen geben würde, der sie nicht dabei haben wollte. Vielleicht hatte er auch einfach nur Gefahr gewittert. Wenn es denn so war, war er vielleicht doch keine so einfache Beute. Narigorm schaute mit dem Kopf hinter den Beinen hervor und schenkte Rylan einen düsteren Blick.
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Re: [RP]Die drei Schwerter

Beitragvon Nessa. » Fr 12. Nov 2010, 12:14

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- Versammlungssaal bei den anderen


Aine fuhr herum, tat sich dieses Mal bereits deutlich schwerer ihre Fassung originalgetreu aufrecht zu erhalten – und starrte auf den Hund hinter sich, welcher zähnefletschend und in deutlicher Drohgebärde auf den Mann in schwarz starrte – und er starrte wirklich. Nicht wie ein Hund, sondern eindeutig menschlich. Ein Animagus? Warum hatte sie das nicht bereits vorher bemerkt? Ihr außerordentlich feines Gespür für das Andere musste wohl im Dorf mit den Jahren eingerostet sein. Ihr Vater hatte ihr Geschichten erzählt, dass, sollte einmal der Fall eingetreten sein und Fremde sich ins Dorf verirrt hatten, sie immer die erste gewesen war, die Naserümpfend an die seltsam anmutenden Wesen herangetreten war und ihnen Fragen gestellt hatte, die jedem normalen Erwachsenen sofort sauer aufgestoßen hätten. Die Fremden – Elementare, Magier und viel mehr – hatten ihre kindliche Neugier jedoch lediglich mit einem Schmunzeln quittiert und mit Engelsgeduld beantwortet. Doch sie war zu klein gewesen um sich heute noch daran zu erinnern und im Laufe der Jahre waren die Besuche der Zwischenwesen zurückgegangen und schlussendlich gänzlich verebbt.
Ihr Blick wanderte weiter durch den Raum. Mittlerweile zierte wieder dieselbe naive Verwirrung ihren Ausdruck, mit dem sie die Anwesenden eingehender betrachtete. Vermutlich war es eine kluge Entscheidung gewesen, dass man sie in erster Linie unterschätzte, sodass sie in Ruhe die anderen studieren konnte, ohne selbst studiert zu werden.
Eine Werkatze, ein Animagus. Ein Kind, welches nicht nur ihr bizarr und fremdartig erschien, ein junger Bengel,– denn nichts anderes schien er zu sein, zumindest seinen Gebärden nach zu schließen,
der noch weniger als sie selbst von der Welt gesehen hatte und ein Wesen, dessen wirre und zugleich zutiefst reine Aura sie noch nicht zuordnen könnte. Zuletzt war da noch der Mann mit der unnahbaren Aura, die sie genauso wenig zuzuordnen vermochte. In der Tat, zumindest in dem Punkt musste sie dem Adeligen zustimmen – sie waren im Grunde genommen eine Freakshow – was auch immer das Wort bedeuten mochte, aber es klang so, als würde es die Situation perfekt beschreiben.
“Aine Clodagh!“ Stellte sich die Halbelfe in schüchterner Manier vor und bemühte sich, dazu einen passenden Augenausdruck zu finden, der überzeugend wirken konnte.
“Ich komme aus einem kleinen Dorf in den Westlande, ein paar Tagesritte von hier – und…und ich freue mich mitkommen zu können!“ Unsicher knetete sie ihre Hände. Ihr Blick fiel zu Boden.
Zu gerne hätte sie zu Torjan geblickt – seine Ausstrahlung faszinierte sie, da sie diese genauso wenig einordnen konnte, wie die der jungen, hübschen und kindlich wirkenden Frau. Außerdem hegte sie Bedenken, dass er die Wahrheit ihrer Person in ihren Augen erkennen konnte. Er schien ihr als einer der wenigen, der bereits mehr von der Welt als den Weg von seinem Heimatort bis zur Volksversammlung gesehen hatte – und die Entlarvung des Theaters einer erst vierundzwanzig jährigen Halbelfe würde mit Sicherheit nicht einmal ein Quäntchen seiner Anstrengung erfordern. Darum war es besser Distanz zu wahren, bis sie ihn ein wenig näher einzuschätzen vermochte – was selbstredend auch für den Rest der Gruppe galt.
Mit einem lieblichen Lächeln auf den Lippen, hob sie ihren Blick schließlich wieder an und ließ ihn undefinierbar irgendwo im Raum zur Ruhe kommen.
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