Spieler 1: Wir sollten dringend an unserer Kommunikation arbeiten! Spieler 2: Idee gut!
von .Alex » Di 15. Nov 2011, 13:19
Alex wollte sich am Abend mit seinen Kumpels zum Abendessen treffen. Natürlich ein Männerabend, was sonst. Seine Freundin, die er seit etwa 20 Minuten als seine Ex-Freundin bezeichnete, wollte ihm die Sache mit dem Abendessen unter Kollegen partout nicht abnehmen. Völlig aus der Luft gegriffen hatte sie ihm anhängen wollen, sich mit irgendeiner Frau treffen zu wollen. Lächerlich... Aber wenn das Vertrauen einmal dahin war, nützte es alles nichts. Auf dauerhafte Vorhaltungen und eine Beziehung ohne Vertrauen konnte er verzichten. Da er auf eine endlos lange Diskussion keine Lust hatte, hatte er die Wohnung verlassen und sich zu Fuß durch die Strassen geschlagen. Ein Ziel wusste er noch nicht, aber Bewegung an der frischen Luft tat gut und beruhigte die Gemüter. Der recht rasch beginnende Regen hatte ihn schliesslich in die Bücherei getrieben. Hier war es warm und trocken. Eigentlich war es nicht der Ort, an dem er sich normalerweise aufhielt. Alex war alles, nur kein Bücherwurm. Ein achtlos auf einem kleinen Tisch abgelegtes Buch erregte dennoch sein Interesse. „Mein neues Leben als Single“Alex grinste schräg und griff nach dem Buch. Bevor er jedoch dazu kam, es aufzuschlagen, fiel sein Blick auf einen schon recht abgegriffenen Zettel, der darunter lag. stand dort und fast schon reflexartig ging sein Blick durch das grosse Fenster der Bibliothek nach draussen. Gegenüber befand sich ein grosses Leuchtreklame-Werbeschild. Hallo Alex. Ich habe schon auf dich gewartet. blinkte es dort in bunten Lettern. Verdutzt und irgendwie fasziniert war es Alex nicht möglich, den Blick abzuwenden. Du bist ab heute ein Abgesandter der Zeit. Eine Reise in die Vergangenheit wird dich an den Ort deiner Bestimmung bringen. Und ich ... ich werde mich dann wieder bei dir melden. Und ehe er sich versah, schien er in eine Art Zeitreisetrichter gesaugt zu werden. Um ihn herum wurde es tiefschwarz... ************************** Eigentlich war Alex kein Schisser, aber als er rückwärts aus dieser Art schwarzem Loch fiel und weder wusste, wie tief er fiel, noch wo oder wie er landen würde, entfuhr ihm ein tiefer, lauter Schrei. Dieser endete in einem kräftig herausgestossenem “hummmpffff“, als er ziemlich unsanft in einer enormen Menge Sand landete. Wie ein Wasserschwall schlug der Sand über ihm zusammen und belagerte Nase, Augen, Ohren und Mund. Fast schon hektisch schaufelte er mit beiden Armen und Händen den Sand von sich, rieb sich den Sand aus den Augen und spuckte und schnaufte, um wieder Herr seiner Sinne zu werden. Als er es geschafft hatte, fiel sein Blick zunächst auf das, was vor ihm lag: Sand und Dünen, soweit das Auge reichte... “Ach du Scheisse.“ entfuhr es ihm. “Was ist denn jetzt passiert?“ Völlig irritiert blickte er sich um.
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von Elfirin » Di 15. Nov 2011, 15:43
JillianWie oft sie heute schon gegähnt hatte, das wusste sie Jillian schon gar nicht mehr. Sie hatte nicht gezählt und selbst wenn sie gezählt hätte, dann wäre es sicher mehr als zwei Hände voll gewesen. Sie hätte noch die Hände von mindestens einem anderen Studenten hier gebraucht. Aber die waren alle auch damit beschäftigt dem Professor vorne zu zuhören und aufzupassen nicht einzuschlafen. Die Vorlesung heute war wieder einmal stink langweilig, was bei Professor Doktor Jefferson nichts Neues war. Seine Vorlesungen waren immer gleich. Monoton, eintönig und langweilig. Manchmal konnte man echt nur hoffen, dass es wenigstens einen Beitrag gab, den einen interessierte, aber das war nicht der Fall, nicht heute. Nicht an dem Tag, an dem sowieso schon alles falsch gelaufen war. Heute war es ein Beitrag über Rechtmedizin. Ein paar Bilder von Leichen und dann eine weitschweifige Beschreibung dessen was man auf den Bildern gesehen hatte. Die Leinwand war zwar groß, doch der Text der drauf geworfen war, war so klein, das die ganze Wand so aussah als wäre sie damit bedruckt. …Bei schwierigeren Fällen, insbesondere bei Kapitalverbrechen, ist die polizeiliche Bilddokumentation durch den Erkennungsdienst (ED) geboten. Im Rahmen der rechtsmedizinischen Leichenuntersuchung werden fallweise daktyloskopische Abdrücke angefertigt; der Rechtsmediziner kann den Polizeibeamten dabei unterstützen.
Es wird gerne gesehen, wenn die mit dem Fall befassten Personen – namentlich Untersuchungsrichterin oder Untersuchungsrichter, Vertreter der Staatsanwaltschaft, Polizeibeamtin/Polizeibeamte, angehende Ärz-tinnen/Ärzte, Amtsärzte - bei der Autopsie anwesend sind. Dies dient einerseits dem fallbezogenen Informations- und Ideenaustausch und andererseits der Aus-, Weiter- und Fortbildung.…. Der Ellbogen rutschte von der Kante des Tisches und ihr Kopf ruckte. Die monotone und immer gleich bleibende Stimme brachte Jillian noch in den Wahnsinn. Sie wollte nichts mehr über Leichen hören. Sie gähnte wieder. Sie versuchte sich auf die Leinwand zu konzentrieren, aber ihre Gedanken schweiften gleich wieder ab. Ziel und Zweck der Behandlung jeder Leichensache ist es, anhand der erhobenen Befunde Antworten auf bestimmte Fragen zu erhalten… aber willst du das überhaupt Jillian?Jillians Kopf ruckte und sie setzte sich kerzengerade auf. Was stand da auf der Leinwand? Sie las noch einmal, aber es stand wirklich da. Sie tippte ihren Nebenmann an und fragte ihn was er da las. Ey man ich hab grad so gepennt, da steht nichts anderes als dieser langweilige Scheiß von immer…“ Jillian rieb sich die Augen und jetzt stand nichts mehr von dem da was sie eben geglaubt hatte zu lesen. Sie musste mal für einen Moment hier raus. Frische Luft. Also gab sie vor aufs Klo zu müssen. Sie ging hinaus und ging ein paar Schritte. Dann blieb sie an einer der Fenster stehen und stützte sich auf dem Fensterbrett ab. Von hier aus konnte man in den Hörsaal schauen. Sie sah hin, ihr war es egal ob man sie sehen konnte. Die Leinwand flimmerte ein wenig und sie sah hin. Hallo Jillian! Du bist ab heute ein Abgesandter der Zeit. Eine Reise in die Vergangenheit wird dich an den Ort deiner Bestimmung bringen. Und ich… ich werde mich dann wieder bei dir melden. Und ehe Jillian sich versah, schreien konnte, oder irgendetwas tun konnte fand sie sich in einem dunklen Tunnel wieder und schien eingesaugt zu werden. Nichts war zu sehen oder zu hören, bis… ja bis sie auf etwas weichem landete davon bedeckt wurde. Sie prustet und spuckte. Es war Sand der in ihrem Mund Platz gefunden hatte.
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von Eriassa » Di 15. Nov 2011, 17:28
NealGerade hatte Peter Neal, kaum daß er angekommen war, eine neue Fallakte in die Hand gedrückt und Neal studierte sie eingehend. Ein Fall über gefälschte Aktien. Nicht schlecht! Das war genau seine Kragenweite. Zufrieden lächelte Neal vor sich hin als er las und Peter gab ihn noch verbal Informationen. Mit einem Mal verschwammen die Zeilen vor Neals Augen und bildeten neue Worte. Ungläubig rieb Neal sich über die Augen und schüttelte leicht den Kopf, wie um aus einer Trance zu kommen. Neal öffnete die Augen wieder, doch die Worte waren noch da. Er hörte Peter fragen, ob alles in Ordnung sei und verwirrt sah Neal zu ihm, er schüttelte wieder den Kopf und sah zurück auf das Papier. Die Worte waren noch immer da: Hallo Neal. Du bist ab heute ein Abgesandter der Zeit. Eine Reise in die Vergangenheit wird dich an den Ort deiner Bestimmung bringen. Und ich ... ich werde mich dann wieder bei dir melden. Das konnte doch nicht sein! Das mußte ein Scherz sein. Erneut hob Neal den Kopf und sah zu Peter hin, mittlerweile grinste er und deutete auf das Blatt. „Das ist ein Scherz von Dir oder? Da hast Du mich ja wirklich …“ Neal hatte nicht die Gelegenheit, den Satz zu beendet, es wurde finster um ihn und er fühlte sich, als ob er durch einen langen Schacht fiel. Während des Falls wurde ihm die Akte aus der Hand gerissen, dann wurde es hell und er schlug auf etwas auf, das hart und gleichzeitig auch irgendwie weich war. „Au!“ grummelte er und sah sich um. Sand!“ Verdammt! Das war nicht gut für seinen neuen Anzug! Er war aber nicht allein, ein Dunkelhaariger saß ebenfalls im Sand und sah genauso verdutzt drein. „Hi!“ sagte Neal. „Du scheinst auch ein mehr oder weniger unfreiwilliges Sandbad genommen zu haben.“ Noch machte Neal sich keine Gedanken, wo er war und wie er hierher gekommen war, er fand es irgendwie amüsant, wenn es auch das ganz und gar nicht für seinen guten Anzug war. Auch nicht für seine Gucci-Schuhe. Aber er sah die Situation als neue Herausforderungen. Neal schmunzelte und dachte an seine Fußfessel. Hier mußte Peter ihn erst einmal finden.
Connor MacManus: You ready for this shit, my dear brother? Murphy MacManus: Let's do some gratuitous violence. When I raise my flashing sword, and my hand takes hold on judgement, I will take vengeance upon mine enemies, and I will repay those who hate me. Oh, Lord, raise me to Thy right hand and count me among Thy saints. And shepherds we shall be, for Thee, my Lord, for Thee. Power hath descended forth from Thy hand, that our feet may swiftly carry out Thy command. So we shall flow a river forth to Thee and teeming with souls shall it ever be. In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti.
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von Andy Fox » Di 15. Nov 2011, 17:47
Sie zog die Tür hinter sich ins Schloss und ließ ihre Reisetasche achtlos neben der Garderobe auf den Boden plumpsen. Die Schlüssel landeten auf einem kleinen Tischchen mit hübsch geschwungenen Beinen, dass allerdings aussah, als läge seine letzte Restaurierung entschieden zu lang zurück. Ich bin zuhause Liebling!, informierte sie mit deutlich sarkastischem Ton die leere Wohnung. „Liebling“ gab es schon lange nicht mehr. Nicht mehr seit der vor einem halben Jahr die Kellnerin in dem Diner um die Ecke abgeschleppt hatte. Als sie unverhofft früher aus dem Jemen – es war doch Jemen oder? – wieder gekommen war, hatte sie ein Willkommen der unbekleideten Art erwartet. Eine halbe Stunde später hatte sie ihn und seine Sachen aus der Wohnung verbannt. Sie war der Kellnerin dankbar. Jetzt warf sie erst den AB an, während sie mit halbem Ohr dem nasalen Wichtigtue ihres Dekans zuhörte, beschäftigte sich ihr Geist mit der viel elementareren Frage ob erst Schaumbad oder erst fertig Pizza, die bessere Wahl wäre. Der zweite Anruf auf dem Band war von Tante Betty, die üblichen Belehrungen sich doch endlich einen einträglicheren Job oder doch zumindest einen reichen Ehemann zu suchen. Sie verdrehte die Augen, ihre Tante war lieb und nett aber nicht von dieser Welt. Und sie würde nie verstehen, dass sie ihren Job wirklich liebte, auch wenn sie grade heute selbst nicht so ganz wusste wieso eigentlich. Sie hatte sich wirklich was von dieser neuen Grabungsstätte versprochen, aber die paar Tonscherben, die sie gefunden hatten, brachten höchstens dem örtlichen Museum was, aber keine neuen Erkenntnisse. Ich bin einfach ein Jahrhundert zu spät geboren! Den Anrufbeantworter anmeckernd ging sie in die Küche hinüber. Die Pizza hatte gewonnen. Die kam in den Ofen und sie kehrte mit einer Flasche Wasser ins Wohnzimmer zurück, wo sie sich auf das Sofa fallen ließ. Da waren noch Entdeckungen zu machen gewesen, das Tal der Könige noch nicht mit Hilfe von Satellitenfotos erfasst, noch unzählige Gräber, die darauf warteten ihnen ihr Geheimnis zu entreißen, Machu Picchu war noch nicht entdeckt, und noch nicht alles was noch nicht hatte belegt werden können wurde in Fachkreisen in den Bereich der Sage verbannt, wie eben der trojanische Krieg, ihr besonderes Steckenpferd, sozusagen ererbt. Der gleichen Vorliebe ihres Vater verdankte sie ihren Vornamen, ein Glück das er nicht auf Star Wars gestanden hatte, wenn man sie fragte. Schrilles Piepen, schmerzte ihr in den Ohren und ließ sie aufschrecken. Was zum Teufel… dichter Qualm drang aus der Küche und zwang sie zu husten. Sie sprang auf, riss Ofen und Fenster auf und beförderte das Stück Brikett, was einmal eine Pizza war, mit Hilfe eines Handtuchs in die Spüle! Sie musste eingeschlafen sein. Der nervige Feuermelder, der hoffentlich noch nicht alle Nachbarn in Panik versetzt hatte, fiel einer Besenattacke zum Opfer. Das Gehäuse zersprang auf dem Boden und die Batterie kullerte davon. Sofort setze wohltuende Ruhe ein. Gott, wie spät war es überhaupt? Ihr Blick huschte zu der digitalen Uhr auf dem Fernseher. Okay … sie hatte definitiv zu viel Rauch abbekommen… was da zu lesen war, waren keine Zahlen sondern Buchstaben … und das Ding „sprach“ auch noch mit ihr…. Hallo Andy Du bist ab heute ein Abgesandter der Zeit. Eine Reise in die Vergangenheit wird dich an den Ort deiner Bestimmung bringen. Und ich ... ich werde mich dann wieder bei dir melden. So also fühlt sich eine Rauchvergiftung an?, war das letzte was sie noch dachte ehe es schwarz wurde… … Augenblicklich wurde es heiß, fast zu heiß zum Atmen und es stellte sich dieses ungute Gefühl zu fallen ein, das einen so oft kurz vor dem Einschlafen aufschrecken ließ. Der Boden auf dem sie aufkam war weich und jemand schien geschrien zu haben. Es dauerte einen Moment bis sie merkte, dass sie es gewesen war und einen weiteren bis ihr klar war, dass es nicht länger dunkel um sie war, sondern nur ihre Augen geschlossen. Sie schlug sie auf und blinzelte, aus Unglauben und wegen der Sonne die auf dem vielen Sand blendete. Wüste… zwischen Zimmer und Wüste war ein himmelweiter Unterschied. Sie rappelte sich bis ins Sitzen auf. Sie war nicht allein. Wie zum Geier…? Ach du Scheiße ??? Auch sehr treffend. Der dunkelhaarige Mann der unweit von ihr, ähnlich verwirrt im Sand saß, sprach ihr definitiv aus der Seele...oder noch besser: Wo um alles auf der Welt bin ich? Klang das verärgert? Oh ja! Ziemlich. Die Alternative wäre verunsichert gewesen, die war nie gut. Der Reihe nach musterte sie die drei Leute die ebenso wie sie hier mitten im nirgendwo standen oder saßen und überzeugend desorientiert wirkten. Sicher ob sie das glauben wollte war sie aber mal gar nicht. Ok, was soll das? Ist das sowas wie "Verstehen sie Spaß“? Wenn ja... dann nein! Tue ich nicht! Kein bisschen! Wütend funkelte sie den Kerl im Anzug an. Anzug = Showmaster! (zumindest in ihrem derzeit recht überfordertem Verstand!) Außerdem schien er definitiv zu viel Spaß zu haben, angesichts der Umstände. Betäuben und entführen ist ganz sicher kein guter Gag! Eine bessere Lösung fiel ihr nicht dafür ein, wie sie ohne es zu merken hier gelandet war.
Zuletzt geändert von Andy Fox am Mi 16. Nov 2011, 02:08, insgesamt 3-mal geändert.
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von Mylady Alienor de Winter » Di 15. Nov 2011, 18:16
Alienor
Sie war in einen Supermarkt gegangen, um eine Flasche Bier zu kaufen, denn sie wollte sich gleich noch mit Freunden am Bahnhof treffen, um dort ein wenig abzuhängen und Passanten zu provozieren. Es amüsierte sie jedesmal, wenn Passanten ihr entsetzte Blicke zuwachsen, weil sie mit ihrem Punkeroutfit so gar nichts anfangen konnten. Wenn jemand sie anstarrte, blickte sie nur frech zurück, manchmal streckte sie sogar ihre gepiercte Zunge heraus, um den Passanten oder die Passantin noch mehr zu provozieren. Sie ging zielstrebig an den mit Lebensmittel gefüllten Regalen vorbei in Richtung Getränkeabteilung und griff sich dort ein Bier heraus, ein Duffs Bier, ihre Lieblingsmarke. Doch seltsam...auf dem Etikett stand heute ein ganz langer Schriftzug, wie sie es noch nie auf einer Bierflasche gesehen hatte:
Hallo Alienor Du bist ab heute ein Abgesandter der Zeit. Eine Reise in die Vergangenheit wird dich an den Ort deiner Bestimmung bringen. Und ich… ich werde mich dann wieder bei dir melden.
"Ganz schön crazy", murmelte sie vor sich hin, "aber das kommt wohl noch vom Joint von heute morgen." Normalerweise hatte sie solche Halluszinationen nicht, doch diesmal schien das Kiffen voll reingehauen zu haben. "Ich nehme wohl doch lieber eine andere Flasche"; sagte sie sich und stellte die Flasche zurück in den Kasten, aus dem sie sie herausgeholt hatte. Und es kam sogar noch schlimmer, der Trip schien diesmal besonders hart zu sein. Plötzlich begann sich alles um sie herum zu drehen, und dann fiel sie zu Boden, und landete weich, auf Sand. Auf Sand? Wie war das denn möglich, fragte sie sich und blickte sich verwirrt um. Überall Sand, soweit das Auge reichte, vom Supermarkt war nichts mehr zu sehen. Total crazy, wie konnte das sein? Außer ihr waren noch ein paar Leute hier, wie sie auf den zweiten Blick erkannte, und sie fragte sich, ob das hier wohl eine Art Fernsehshow war, in die man sie verfrachtet hatte, ohne dass sie davon wusste. Sie fand das ganz und gar nicht witzig... "Hey...kann mir jemand erklären was das soll?", rief sie laut, "ist das hier ne TV Show oder sowas? Eine Art Big Brother in der Wüste? Shit, ich hab mich für sowas nicht angemeldet, ich will nach Hause! Ihr könnt doch nicht einfach Leute für eure blöde Show entführen!" Kameras waren keine zu sehen..aber vielleicht war das ja was mit einer versteckten Kamera... Die anderen Leute schienen genauso verwirrt zu sein wie sie...waren auch sie gegen ihren Willen hierher verschleppt worden? Wie lange war sie wohl bewusstlos gewesen? Und bewusstlos musste sie gewesen sein, denn sonst hätte man sie nicht hierherbringen können, ohne dass sie das mitbekam.
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von OwenJackson » Mi 16. Nov 2011, 10:09
Es war ein langer Tag. Nach über zwei Wochen war Ewan endlich wieder länger aus dem Haus. Er ging einkaufen. Ein paar Hardwareteile für seinen hochmodernen Rechner, ein paar Dosen Bier und billige Fertiggerichte. Er war in einem schlechten Zustand. Ihm ging es eigentlich total mies. Dann betrat er das alte Gebäude, welches längst renoviert werden müsste, vorbei an zwei Pennern, welche es sich neben der Tür gemütlich machten und lief drei Stockwerke hoch, durch das alte Treppenhaus. Oben angekommen schnaufte er bereits durch, das ständige Sitzen vor dem PC hat seiner Fitness sehr geschadet. Ermüdet schloss er die Tür auf, aber sie klemmte. Er schrie sauer „Mann, geh endlich auf!“ und trat gegen sie. Er war mies gelaunt. Sie öffnete sich und er warf sie hinter sich wieder zu. Etwas ungeschickt tänzelte er sich durch den ganzen Müll auf seinem Boden. Das letzte Mal aufgeräumt hatte er vor vier Monaten. Dann warf er seine Tüten auf sein altes Bett. Es war nur ein Zimmer mit Kochnische und ein kleines Klo mit Dusche. Das Einzige was nicht alt und billig war, war sein PC. Er schaltete seinen Monitor ein und checkte ob die Raubkopie schon auf seiner Platte war, welche er am Anfang des Tages anfing zu laden, sie stand bei 98%. Dann surfte er ein wenig und stieß auf eine Seite mit pornografischen Inhalten. Interessiert wollte er zuerst darauf klicken, überlegte aber kurz und entschloss zuerst auf das Klo zu gehen. Dort fertig, schloss er seine alte Jeans nicht ganz. Er hielt sie mit einer Hand fest und glitt zum PC um dort die Seite zu genießen. Er klickte auf den Link und ein Video lud. Es war eine dunkelhaarige Frau mit gebräunter Haut zu sehen, welche flüsterte: „Soy yo. La caliente Fernanda. Hoy les voy a dar una Presentación Especial. Yo quiero...“ Ewan verstand es und murmelte ständig „Ja…ja. Komm…“ Sie sagte „Ich bin es. Die geile Fernanda. Heute werde ich euch eine besondere Vorstellung geben. Ich will…“ Dann gab es plötzlich eine Störung. Es war nichts zu sehen. Er beugte wütend seinen Oberkörper nach vorne und schrie „Verdammt. Was soll der Scheiß? Ich will die Alte…“, doch er stoppte. Auf dem Bildschirm erschien plötzlich ein Text. Hallo Ewan! Du bist ab heute ein Abgesandter der Zeit. Eine Reise in die Vergangenheit wird dich an den Ort deiner Bestimmung bringen. Und ich… ich werde mich dann wieder bei dir melden. Er ging wieder zurück und sprach „Was? Ich stehe nicht auf billige Rollenspiele. Die sabotier ich, na warte…“ dann klingelte es an seiner Tür und er schrie „VERSCHWINDET IHR PENNER!“ und es entgegnete „Polizei! Herr Lennon, öffnen Sie sofort die Tür. Wir verhaften Sie wegen illegaler Aktivitäten im Internet.“ Hastig sprang er auf und schrie „Kacke.“ Er zog seine Hose hoch und rannte auf die Gegenseite des Raumes, wo er zur Feuerleiter kam. Die Polizei hörte wie er Dosen zertrat und ihr kam sofort die Idee, dass er fliehen wollte, also brachen sie das unsichere Schloss der Tür auf und traten hinein. Ewan war derweil bereits auf der Feuerleiter und wollte runterklettern. Wegen der ungeschlossenen Hose stolperte er allerdings und drohte von der Feuerleiter zu stürzen, doch dann erschien in der Luft ein dunkler Tunnel und saugte ihn ein. Er war verwirrt und verängstigt. Nach wenigen Sekunden fiel er noch etwa einen Meter und rollte einen Hügel runter. Es war heiß, sehr heiß. Er schwitzte und sah sich um. Er fand sich in einer sandigen Wüste wieder. Bevor er richtig anfing sich Gedanken zu machen, zog er sich zuerst seine Hose wieder richtig an und ging einen Schritt, doch es drang Sand dort ein und sorgte dafür, dass sein Geschlechtsteil von den Sandkörnern gerieben wurde. Er brüllte und griff sich in die Hose um den Sand zu entfernen. Nachdem er das schaffte bemerkte er es letztendlich. Von einem Moment auf den anderen war er in einer Wüste und ging irritiert den Hügel hinauf um herauszufinden was geschehen war.
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von .Alex » Do 17. Nov 2011, 17:06
Nur kurz nach ihm plumste eine Frau offenbar vom Himmel. So wie er ? Angefühlt hatte es sich jedenfalls so. Die hübsche junge Frau hustete und prustete wie er.
“Gehts wieder?“ fragte er, als das Husten scheinbar geendet hatte.
Doch schon wenig später schlug jemand dicht hinter ihm auf. Ein „Au“ tat das kund. Doch der junge Mann schien das ziemlich gefasst zu nehmen.
“Ein Sandbad?“ wiederholte er leicht irritiert, blickte sich dann um und konnte sich ein Auflachen nicht verkneifen. “Allerdings...“
Alex rappelte sich aus dem Sand auf, kam auf die Füsse und schon kündigte ein Schrei den nächsten Fallenden an. Oder besser gesagt : DIE nächste Fallende. Eine nicht minder hübsche Frau plumste wenige Meter von ihm entfernt in den Sand.
Wie sie alle wollte sie wissen, wo sie waren. “Zunächst mal im Sandbad.“ grinste er schräg und hielt ihr die Hand hin. “Komm, ich helf dir. “ Ihre Augen funkelten zwar ziemlich wütend, aber keiner von den bereits Anwesenden konnte etwas dafür. Auch wenn ihre Wut ganz offensichtlich dem jungen Mann im Anzug galt.
“Beruhig dich erstmal, ich persönlich weiss auch noch nicht wirklich, wo ich bin und vor allem, wie ich - ausser fallend - dahingekommen bin.“ sprach er ruhig auf sie ein. Warum mussten Frauen eigentlich immer gleich so hysterisch sein?
Schon wieder stob neben ihm der Sand auf und mit fast schon hellseherischer Fähigkeit wusste er, dass dort ein Mensch gelandete war. Was er allerdings zuerst sah, waren knallbunte Haare.
“Wissen wir auch nicht.“ erklärte er der jungen Punkerin. “Jedenfalls noch nicht...“
Alex richtete seinen Blick gen Himmel. Kamen da noch mehr? Konnte man erkenne, woher sie kamen? Netterweise kam auch gleich schon wieder einer. Auch wenn dieser einige Meter weiter von ihnen über eine Düne gerollt kam.
“In England regnet es junge Hunde und hier eben Menschen.“ versuchte er mit einem Witz die angespannte Situation etwas aufzulockern.
Alex konnte sich das Grinsen nicht verkneifen, der arme Kerl schien gerade auf dem Klo gewesen zu sein, jedenfalls deutete der halbhohe Sitz seiner Hose dies an. Der Mann stapfte aber sogleich die Düne hinauf und sah sich um.
“Und ? Sieht man was?“ rief Alex.
Bevor er eine Antwort erhalten würde, drehte er sich wieder zu den anderen um.
“Also ... ich bin Alex und ich habe keine Ahnung, wo wir hier sind und wie ich hergekommen bin.“ stellte er sich vor und kam sich im gleichen Moment vor wie in einer Therapiegruppe...
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von Elfirin » Fr 18. Nov 2011, 10:27
Jillian
Sand, zumindest dachte Jillian es sei Sand, drang überall ein, wo auch nur eine kleine Ritze offen war. Jillian hasste das. Allein wenn sie sich im Urlaub befunden hatte (Gott weiß wie lange das schon her war) und der Sand an ihren Sachen klebte hatte sie schon die Krise bekommen. Ihn im Mund zu haben, war schrecklich eklig und schmeckte auch noch unangenehm. So prustete sie und sah sich dann um. Wobei es nicht viel zu sehen gab… noch nicht zumindest. Verschwommen sah sie eine Gestalt, die auch etwas zu ihr sagte, aber sie war noch nicht in der Lage darauf zu antworten. Sand klebte noch immer in ihrem Mund und alles war noch so unwirklich. Und dann geschah auch noch weiteres. Es fielen noch andere neben sie und jetzt begriff Jillian noch weniger. Was war hier verdammt noch mal los? Warum war sie auf einmal hier, wo sie doch eben noch im Flur vor dem Hörsaal gestanden hatte? Und was sollte diese Nachricht? Sie rappelte sich irgendwie auf, was auf dem Sand mal gar nicht so einfach war.
Jillian schaffte es schließlich und stand da. Sie strich sich durch die Haare. Wenigstens waren die nicht auch noch voller Sand und sahen mehr oder weniger normal aus. Es war doch sowieso egal wie sie aussah. Trotzdem sah sie nach ob auch ihre Kleider noch da saßen wo sie hin sollten. Ihr Shirt war etwas hoch gerutscht und durch einen Riss, den sie wohl beim Fall selbst hineingerissen hatte, konnte man ihren Bauch etwas sehen. Gut, nicht schlimmes. Es war warm und ihr Bauch war nicht gerade unansehnlich, aber trotzdem. Sie war hier unter fremden, und der Kerl, der den Hose auf halb acht hängen hatte, der sah auch nicht gerade total vertrauenswürdig aus. Alex stellte sich vor und Jillian tat es ihm nach um endlich was zu sagen. “Hi! Ich bin Jillian. Ich war gerade noch vor meinem Hörsaal und nun bin ich auf einmal hier….“
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von Eriassa » Fr 18. Nov 2011, 11:32
Neal
Sein Sturz war offenbar nicht der letzte, denn nach Neal kamen noch eine junge Dame, eine Punkerin und ein Kerl, der vom Aussehen her gut zu der jungen Frau mit den wilden Haarfarben paßte. Offenbar hatte der Kerl nicht mal die Hose richtig geschlossen und Neal rümpfte leicht die Nase. Von der Dame, die kurz nach Neal angekommen war, bekam er einen finsteren Blick. Er sah an sich herunter. „Was ist?“ fragte er. Außer daß sein Anzug sandig war, fand er daran nichts auszusetzen; er schien noch in intakt zu sein. Als Neal den Kopf hob lächelte er und seine blauen Augen funkelten. „Nein, ‚Verstehen Sie Spaß’ ist das hier nicht und Sie scheinen auch offenbar keinen zu verstehen.“ Neal drehte sich um die eigene Achse und was er zu sehen bekam, war nur Sand. Vielleicht war das Ganze doch nicht GANZ so spaßig. In seinem Anzug mitsamt hochgeschlossenem Hemd, Krawatte und Weste unter dem Jackett wurde ihm auch langsam ein bißchen warm. Ein bißchen VIEL warm. Der dunkelhaarige Mann, der vor ihm dagewesen war, stellte sich nun vor und die junge Frau tat es ihm gleich. Wenigstens eine Vorstellung war ja schon mal nicht schlecht. „Ich bin Neal …“ sagte er und hielt erst dem Mann und dann der jungen Frau höflich die Hand hin, zuletzt wandte er sich Dame mit dem bösen Blick zu, „und hab auch keine Ahnung wie wir hierher gekommen sind.“ Auch der Dame reichte er die Hand und schon noch ein besonders nettes ‚hi’ nach. Bei der Punkerin war sich Neal nicht sicher, ob er sie anfassen wollte, aber seine Höflichkeit gebot es ihm und er half ihr auf. „Glaub mir, meine Liebe, wir wollen sicher alle nach Hause.“ Zuhause! Da wußte Neal wenigstens, was er tun konnte und eigentlich versuchte er, in allem eine Herausforderung zu sehen, aber was an dieser Menge Sand die Herausforderung war, verschloß sich ihm im Augenblick noch. War es, hier herauszukommen?
Zuletzt geändert von Eriassa am Fr 18. Nov 2011, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.
Connor MacManus: You ready for this shit, my dear brother? Murphy MacManus: Let's do some gratuitous violence. When I raise my flashing sword, and my hand takes hold on judgement, I will take vengeance upon mine enemies, and I will repay those who hate me. Oh, Lord, raise me to Thy right hand and count me among Thy saints. And shepherds we shall be, for Thee, my Lord, for Thee. Power hath descended forth from Thy hand, that our feet may swiftly carry out Thy command. So we shall flow a river forth to Thee and teeming with souls shall it ever be. In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti.
Halt! Nicht bewegen! Ich hab mein Hirn verloren.
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von OwenJackson » Fr 18. Nov 2011, 12:09
Ewan kam den Hügel herunter und sah die anderen Personen. Dann sah er Neal, welcher ihm die Hand geben wollte, aber entzürnt ignorierte er ihn einfach. Sauer ging er auf Alex zu und schrie "Hey Du. Bist du daran schuld, dass ich hier gelandet bin? Ich habe keine Ahnung wie du das gemacht hast, aber ich habe ganz miese Laune. Ich erwarte eine Erklärung... SOFORT!"
Er ging ein paar Schritte, recht breit. Etwas Sand blieb wohl noch übrig. Dann strich er sich über das Haar und holte aus seiner Hosentasche ein hochmodernes Handy mit Touchscreen heraus. Er startete den Opera-Browser, doch es gab keinen Empfang. Erneut griff er sich über das Haar, fing fast an zu verzweifeln. Weshalb? Wie? Wie ist das alles möglich? Dass der Tunnel ihn vor dem Sturz von der Feuerleiter rettete, interessierte ihn nicht im geringsten. Sein Verstand schien noch ein wenig blockiert, er schien mal wieder getrunken zu haben.
Aus seiner Jackentasche holte er eine kleine Flasche mit Wasser heraus und statt den Anderen etwas anzubieten trank er sie halb aus, steckte sie zurück und wartete auf Alex's Worte.
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von Andy Fox » Fr 18. Nov 2011, 14:00
Nur Augenblicke später plumpsten in kurzer Folge noch 2 Leute in den Sand. Ohne Ankündigung Vorwarnung und was sie am meisten verstörte: ohne jede Spur woher. Ungläubig starrte sie statt der Menschen jetzt den rein blauen Himmel an. Kein Flugzeug, Hubschrauber … kein gar nichts. Theoretisch unmöglich. Das Mädel mit den Papageienhaaren brüllte recht sinnlos was von Spielshows in die flimmernde Luft. Ach, woher kam ihr denn der Gedanke bloß bekannt vor? Sie grinste schräg in sich hinein.
Nichts von all dem trug allerdings auch nur im Mindesten zu ihrer Beruhigung bei. Dementsprechend unheilvoll funkelten ihre Augen den Mann an, der sich gleich als Alex vorstellen würde. Oh, es lag ihr so einiges auf der Zunge, dass sie sich aufregen konnte wann und so viel sie wollte und das ihrer bescheidenen Meinung nach, sie vermutlich noch nie vorher im Leben so viel gute Gründe dazu gehabt hätte. Dummerweise vertrat die „vernünftige Andy“ aber die Ansicht, dass er leider sehr recht hatte. Aufregen würde überhaupt so rein gar nichts bringen. Sie schnaufte durch. Also gut … hübsch mit der Ruhe. Sandbad? Ok, den Witz hatte sie jetzt nicht ganz verstanden. Ja.. wie dem auch sei… Von der ausgestreckten Hand blickte sie in das Gesicht des Fremden auf, ihn aus ihren tiefen dunkelblauen Augen musternd, bis sie scheinbar schließlich zu einem Urteil kam und seine Hand ergriff. Danke. Sie rang sich zu einem Lächeln durch, ehe sie zögerlich ergänzte: Doppelt quasi.
Mit einem Sprung ließ sie sich auf die Beine ziehen und stockte. Atemberaubend, also nicht der Mann – auch wenn sie den jetzt auch nicht grad unansehnlich nennen würde, gar nicht – aber in diesem Fall die Wüste. So weit das Auge reicht hob sich Welle an Welle dieses endlosen Sandteppichs gekrönt von azurblauem Himmel. Farben die einen fast um den Verstand bringen wollten, wie oft sich ihr dieser Anblick bot, die Faszination blieb die gleiche. Nur die Gefahr dazu war neu. Jedenfalls bekommt der Ausdruck „gestrandet“ eine ganz neue Dimension! Vielleicht hatte ja wirklich ihr Neuzugang von da oben mehr Glück und sah irgendwas. Sonst könnte, dass hier schwierig werden. Erst jetzt merkte sie, dass sie die Hand noch nicht losgelassen hatte und zog ihre, mit einem verlegenem Räuspern und dezent verfärbtem Gesicht eilig zurück. Entschuldige.
Sorry. , wandte sie sich anschließend auch an den „Showmaster“, also Neal, der inzwischen auch versichert hatte, NICHT verantwortlich zu sein. Angesichts der derzeitigen Situation, war sie geneigt, ihm zu glauben, da scheinbar keiner hier wusste was los war und darum fand sie sich auch großzügigerweise bereit den Zweifel an ihrem Humor zu übersehen. Aber das hier ist definitiv nicht … . Tja was? … normal verbot sich von selbst. … ist einfach völlig verquer. Sie zuckte ratlos die Schultern, klang ziemlich dünn, war aber leider die Wahrheit. Sie schüttelte seine Hand. Mieser Start, aber können wir den abhaken?
Ihr Versuch sich den Sand aus den Haaren zu schütteln erwies sich als ziemlich erfolglos, aber vermutlich würden sie den spätestens heute Abend überall haben – Du gehst also davon aus hier länger festzusitzen? - , das einzige was annähernd so hartnäckig war, waren Tannenbaumnadeln in Flauschteppichen. Dennoch gab sie sich Mühe das Zeug einigermaßen von ihrer zierlichen Gestalt abzureiben. Dabei hatte sie noch Glück gehabt, die andere junge Frau –Jilian wie sie kurz danach auch wusste, hatte es wesentlich übler erwischt, da sie offenbar mit dem Gesicht im Sand gelandet war. Aus der Tasche ihrer Jeans fischte sie ein Papiertaschentuch und hielt es der Rothaarigen hin. Hier … vielleicht hilft es dir. Eigentlich mehr ein Versuch nett zu sein, denn besonders effektiv, aber sie wirkte im Augenblick recht verloren. WASSER wäre natürlich entschieden besser gewesen! A****loch!, ergänzte ihr inneres hilfreich, an den Typen, dessen desolaten Erscheinungszustand sie konsequent zu ignorieren bemüht war, gerichtet. Wut konnte sie nachvollziehen. Wasser zu haben und es wegzupacken statt es Jilian anzubieten – no go.
Alex jedenfalls schien so leicht nichts aus der Ruhe bringen zu können, geschweige denn die Laune zu verhageln. Aber gut sie hatte entschieden, ihm einstweilen zu glauben, dann würde sie das wohl auch erst mal. Wie ein Lügner wirkte er nun auch nicht unbedingt. Alles klar, dann scheidet England schon mal aus. So ein Mist, dabei hätte ich geschworen, auf dem Platz vor dem Buckingham Palace sieht es fast genau so aus!, antwortete sie in ihrer trockenen Art, die ihr Grinsen kaum erkennen ließ. Andy … Fox. , bereicherte sie die Vorstellungsrunde. Und das letze was ich noch weiß...Überlegend legte sie den Kopf schräg. ..ist das mein Wecker Worte gezeigt hat und dann war ich hier, jedenfalls schien mir das so. Noch mal gesondert zu erwähnen, unwissend zu sein, wie sie hergekommen war verzichtete sie, dafür kämpfte sich langsam aber sicher, aber ihre praktische Seite durch: Aber ich würde vorschlagen, dass wir versuchen irgendwo ein bisschen Schatten zu finden. Sonst haben wir in längstens 3 Stunden einen Sonnenstich. Schon jetzt spürte sie wie ein dünner Schweißfilm sich überall auf ihrer Haut bildete… Die eine früher die anderen später. Da klang schon ein bisschen Selbstironie aus ihren Worten, für die sie Neal zuzwinkerte. Aber sie hatte da nicht ausschließlich nur sich gemeint.
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von Mylady Alienor de Winter » Fr 18. Nov 2011, 14:47
Alienor
Sie stand noch immer unter Schock und wusste nicht, was sie von all dem hier halten sollte. Eines schien jedoch klar zu sein, diese Leute scheinen genauso wenig wie sie zu wissen was hier vorging. Einer von ihnen half ihr auf, und sie bedankte sich, anstatt, wie es sonst ihre Art war, zu pöbeln. Falls sie her festsaßen, sagte sie sich, dass es besser war, sich mit diesen Leuten gut zu stellen, auch wenn manche von ihnen genau das waren, was sie sonst verächtlich als Spießer bezeichnete, aber womöglich mussten sie sich zusammentun, um hier wieder heil herauszukommen. "Danke"; murmelte sie, nachdem der Mann ihr aufgeholfen hatte, "also eines ist sicher, sollte das hier so ne Reality TV Show sein, so ne Art Big Brother in der Wüste, dann werd ich den Sender verklagen, denn ich hab mich für so nen Mist nie angemeldet. Und dann hat mir auch noch jemand auf ne Bierflasche im Supermarkt so nen Mist geschrieben, von wegen, Alienor, du bist ab heute eine Abgesandte der Zeit..und eine Reise wird dich an den Ort deiner Bestimmung bringen...so arbeiten sie in solchen Shows doch immer, mit Zettelnachrichten. Also ne Frechheit ist das..." Sie fragte sich, in welcher Wüste sie hier wohl waren...und blickte sich nachdenklich um. "Um uns herum nichts als Sanddünen soweit das Auge reicht..das könnte in Nevada sein, irgendwo im Death Valley...dem Tal der Toten...wo die Siedler früher mit ihren Planwagen durchgezogen sind, und wo selbst heute noch nichts als Einöde ist..ja, das muss es sein...ätzend sowas." Als Alienor dann sah, wie einer der Männer eine kleine Flasche mit Wasser herausholte, trank und die Flasche dann wieder wegsteckte, wurde ihr erst bewusst, was für einen Riesendurst sie hatte. Eine junge Frau schlug vor, dass sie alle sich irgendwo einen Platz im Schatten suchen sollten. "Wenn wir Pech haben, dann müssen wir stundenlang laufen, bevor wir irgendwo ein schattiges Plätzchen finden"; murmelte sie und ließ ihren Blick missmutig über die weitläufige Wüstenlandschaft schweifen, "ich frag mich gerade wirklich, wo die ihre Kameras versteckt haben..hier müssen ja irgendwo Kameras sein, denn das hier kann nur ne TV Show sein." Dann kam ihr ein ganz anderer Einfall. "Hat jemand von euch hier diesen Film mit Jim Carrey gesehen, indem er einen Typen spielte, der sein ganzes Leben lang in einem überdimensional großen Fernsehstudio eingesperrt war, in dem es sogar täuschend echt aussehende Sonne, Meer, Städte und Landschaften gab? Erst als ihm ein SCheinwerfer beinahe auf den Kopf fiel, merkte er, dass etwas nicht stimmte...vielleicht ist das hier ja nur ne künstlich angelegte, täuschend echt aussehende Wüste in nem Fernsehstudio, das ist jedenfalls das einzige, was mir logisch erscheint. Die können ja heute schon einiges erstaunlich realistisch simulieren. Das ist wirklich ne ganz miese Nummer, find ich, ich hab keinen Bock auf sowas." Ja, sie würden den Fernsehsender, der sie gegen ihren Willen hierher verschleppt hatte, verklagen. Dafür würde sie dann bestimmt so viel Geld bekommen, dass sie die nächsten Jahre bequem mit ihren Freunden abchillen konnte un dnicht zu arbeiten brauchte.
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von Eriassa » Fr 18. Nov 2011, 15:12
Neal
Fast war Neal ein wenig erstaunt, daß er tatsächlich ein 'danke' bekam für das Aufhelfen der jungen Frau mit dem bunten Haar. Wieder sah Neal sich um. "Ich glaube nicht, daß das eine Reality Show ist. Das ist ZU real." Dann wurden seine Augen größer. "Tatsächlich?" fragte er, "ich habe auch so eine Nachricht bekommen." Neal sah zu Alex und Andy hinüber. "Habt ihr das gehört? Habt ihr auch so eine Nachricht gekommen? Von wegen Abgesandter der Zeit?" Daß Alex und Andy ähnlich weit wie er mit Alienor gekommen war, hatte Neal nicht mitbekommen. Mit der Vermutung, daß es das Death Valley sein konnte, mochte er sich allerdings nicht so recht anfreunden. Neal schüttelte den Kopf. "Zu wenig Berge hier", stellte er fest und machte mit dem Arm eine ausschweifende Bewegung, "das sind alles nur Dünen." Ihm kam hier eher die arabische oder chinesische Wüste in den Sinn, was die Sache allerdings nicht besser machte, denn mit dem Schatten konnte die Punkerin recht haben. Soweit das Auge reichte, war nicht ein einiger Baum, nicht mal ein vertrockneter; ganz zu schweigen von Palmen, die man an Oasen finden würde. Neal legte den Kopf in die Sonne. So wie sie stand, würden sie vermutlich nicht mal Schatten hinter einer Düne finden. Wenn sie losliefen, konnte es sein, daß sie ausgerechnet in genau die falsche Richtung gingen, aber Neal war auf jeden Fall dafür, daß sie zusammenblieben. Andy zwinkerte ihm zu und er schenkte ihr ein weißzahniges Lächeln. "Ich bin gern bereit, Dir meine Jacke für ein bißchen Schatten zu überlassen."
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von Andy Fox » So 20. Nov 2011, 17:15
Oh, ein echter Gentleman. Mit dem Lächeln könnte Neal sich ohne Probleme für jeden Werbespot anwerben lassen. Verkäufe wären da vermutlich garantiert, stellte sie dabei innerlich schmunzelnd für sich fest. Ich komme unter Umständen darauf zurück. Nur fürchte ich Galanterie löst nicht wirklich unser Problem.
Das Problem irgendwo mitten in der Wüste zu stehen, mit aller Wahrscheinlichkeit ohne das jemand davon wusste. Die Idee eines großen Studios hielt sie mal freundlich ausgedrückt für absurd – das war ein Film, in der Realität kaum umsetzbar – und an eine Show konnte sie nach ein bisschen Zeit zum Überlegen auch nicht mehr glauben. Keine Show der Welt konnte sich 5-faches Kidnapping leisten.
Eins aber war absolut sicher, wenn sie etwas nicht brauchen konnten, dann böses Blut zwischen ihnen. Innerlich seufzend sah sie ihrem letzen Ankömmling nach, der versuchte mit seinem Handy, was zu erreichen, insgeheim drückte sie ihm die Daumen. Nun komm schon! Es weiß scheinbar keiner was hier los ist, Alex so wenig wie der Rest von uns!, rief sie dem Mann hinterher. Wie heißt du überhaupt?
Dem Rest des Gespräches zwischen Neal und der jungen Punkerin, die sich bisher noch nicht vorgestellt hatte folgte sie nur mit halbem Ohr, stimmte aber innerlich zu, die Mojave war das sicher nicht, Sahra oder Gobi würde sie viel eher für wahrscheinlich halten. Was die ganze Sache noch zusätzlich komplizierte. Nicht nur wie sie hier gelandet waren war rätselhaft, sondern sie waren zusätzlich noch auf einem ganz anderen Kontinent? Wir stecken so richtig in Schwierigkeiten, oder?, murmelte sie kaum hörbar vor sich hin und merkte erst wieder auf, als die Rede auf seltsame Botschaften kam, die sie vor ihrer Abreise erhalten hatten.
Schweigend nickte sie, ganz sicher hätte sie die Botschaft nicht wortwörtlich wiedergeben können, dazu war sie zu sehr überrascht worden. Aber der Tenor stimmte. Ja. Auf der Funkuhr. Ich hab es für eine Halluzination gehalten.
Sie schlang über, der grauen Bluse die sie trug, die Arme um ihren Leib. So langsam strich sie seltsam und war versucht es durch unheimlich zu ersetzen. Sie sah fragend zu Alex und Jilian, wie hoffend, dass die etwas anderes sagen würden, obwohl sie es jetzt schon eigentlich besser wusste. Wenn ich das Bedürfnis verspüre, doch noch mal umzufallen... Hilfst du mir wieder hoch? Im Moment schien ihr ein gewisser Galgenhumor die beste Methode, nicht vollkommen durchzudrehen.
Zuletzt geändert von Andy Fox am So 20. Nov 2011, 17:16, insgesamt 1-mal geändert.
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von .Alex » Mo 21. Nov 2011, 17:53
Nachdem er Andy aufgeholfen hatte, funkelte sie ihn immer noch an. Als ob er hier für alles verantwortlich wäre... Immerhin bedankte sie sich und er nickte mit einem Lächeln. “Immer wieder gern.“ Sie hielt sich noch ein paar Sekunden an seiner Hand fest, bevor sie sich an den „Showmaster“ wandte. Alex grinste innerlich, irgendwie hatte der Mann jetzt seinen Spitznamen weg. Andys gemurmelte Entschuldigung quittierte er mit einem Grinsen. Ihren Humor, den sie kurz darauf zum Besten gab, fand er schon mal gut. “Vielleicht hat es nur tierisch geschneit hier vor dem Buckingham Palace und sie haben etwas zuviel gestreut?“ konterte er.
Alex sah, dass auch Jilian auf die Füsse kam. Gut, offensichtlich hatte sich niemand ernsthaft etwas getan. Das Shirt der jungen Frau, die direkt neben ihm in den Sand gefallen war, war zwar zerrissen, aber damit würde sie leben können. Sie hatte offenbar „nur“ den Mund voller Sand. Und die Nase, aber das würde sich mit dem Taschentuch von Andy sicher beheben lassen. Alex lächelte kurz, als sie sich vorstellte. “Hi Jilian. Du warst in einem Hörsaal? Ich war gerade in einer Bücherei...“ Er kratzte sich nachdenklich am Kopf. Sand rieselte aus seinen Haaren und kitzelte im Nacken, so dass er unwillig den Kopf schüttelte. “Sehr seltsam.“ fand er.
Auch der Mann im Anzug stellte sich vor. Nicht als ein Showmaster und nicht aus einer Ulksendung. Schade, aber selbst wenn das so wäre, würde er sich JETZT sicher noch nicht outen...
Die Punkerin hatte sich von Neal aufhelfen lassen und glaubte an eine Reality-Show oder so etwas wie die Trueman-Show. Neal widerlegte das und er selbst meinte “Ich kann mich nicht erinnern, etwas auf den Kopf bekommen zu haben. Ich habe auch nichts getrunken, ich bin einfach nur gefallen.“
Der Mann, der auf der Düne Ausschau gehalten hatte, kam jetzt hinabgestapft. Es war nicht so einfach in dem rieselnden Sand Halt zu finden. Aber die Wut, die in dem Gesicht des Mannes funkelte, schien auch nicht wegen des Sandes so aufgewallt zu sein. Er schrie ihn an, ob er Schuld wäre. Wenn Alex eins nicht abkonnte, dann wenn ihn jemand grundlos anbrüllte.
“HEY!!“ brüllte er zunächst zurück. “Es gibt keinen Grund, mich anzubrüllen, ich bin nicht taub.“ Dann fuhr er mit ruhigerer Stimme fort. “Ich habe nicht mal eine Ahnung, wie ICH hierhergekommen bin, woher soll ich also wissen, wie es euch alle hierher verschlagen hat.“ Der Mann zog ein Handy aus der Hosentasche und versuchte offenbar, Empfang zu bekommen. Anhand der Mimik war jedoch deutlich zu erkennen, dass er damit scheiterte. Auch Andy versuchte, den aufgebrachten Mann etwas zu beruhigen.
Gegenseitig berichteten sie nun, wo sie gewesen waren und was ihnen kurz vorher passiert war. “Hmmm, bei mir war es eine Werbetafel vor einer Bücherei.“ berichtete er dann. Die Worte schienen bei allen nahezu gleich gewesen zu sein.
Mit Sonnenstich gab Andy ein Stichwort, dass ihn dazu brachte, seine braune Lederjacke auszuziehen. Da auch Neal den Gedanken hatte, die Jacke als Schattenspender zu benutzen, nickte er zu dessen Worten. Sie waren 3 Männer und hatten somit 3 Jacken. Es passte.
Andys Humor ging jetzt in die Richtung Galgenhumor. Er schmunzelte. “Vielleicht fällst du ja zurück?“ schlug er vor. “Probier es doch aus, ich helfe dir auch gern noch einmal hoch.“
Dass er mit einem einfachen rückwärtsfallenlassen zurück in die Bücherei fallen würde, wagte er jedoch zu bezweifeln.
Ich wünschte, es wäre gestern, dann hätte ich morgen heute noch...
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von Elfirin » Di 22. Nov 2011, 10:23
Jillian
Ihre Zunge fühlte sich total eklig an und sie wäre froh um ein wenig Wasser gewesen. Reflexartig wollte Jillian in ihre Tasche greifen, in der immer etwas zu trinken war, aber da fiel ihr ein, dass die ja im Hörsaal stand und darauf wartet eingepackt zu werden. Sie fragte sich ob jemandem auffallen würde das sie weg war. Sie schwänzte nie den Unterricht, ja das konnte sie sich auch gar nicht leisten. Ein wenig Panik kam in ihr auf, doch was nützte ihr das jetzt? Der eine holte gerade eine Flasche Wasser aus seiner Tasche und Jillian wollte schon fast daran glauben, dass er ihr davon etwas abgeben wollte, aber er trank nur selbst und steckte sie wieder weg. Während sie noch mehr oder minder Fassungslos auf den Mann starrte, reichte ihr Andy ein Taschentuch. “Danke schön,“ sagte sie, nicht ohne einen wütenden Blick auf den Typen mit der Wasserflasche zu werfen und in Gedanken genau wie Andy „Ar….och“ zu denken. Aber Jillian sagte nichts dazu. Es war zu warm, zu sandig und alles viel zu ungewiss, als das sie sich jetzt schon streiten sollten.
Sie sagten sich gegenseitig was sie dachten und Jillian hörte zu, die Punkerin schien etwas hysterisch zu werden, aber sie beruhigte sich etwas. Trotzdem fand Jillian das sie zu viele Filme gesehen hatte. Nicht das sie selbst nicht gern Filme schaute und auch schon an sowas gedacht hatte, aber ausgesprochen hätte sie es wohl eher nicht. Sie antwortete Alex, nachdem sie sich mit Hilfe des Taschentuchs noch etwas Sand von der Zunge und ihrem Gesicht gewischt hatte: “Ja, ich war im Hörsaal. Wir hatten einen unendlich langweiligen Vortrag über Rechtsmedizin, dass ich beinahe eingeschlafen wäre. Und als dann irgendwas Merkwürdiges auf der Leinwand stand, was eigentlich gar nicht sein konnte, da bin ich dann raus gegangen, weil ich dachte ich bräuchte mal was frische Luft. Aber Schwupps war ich auf einmal hier.“ Keiner der anderen wusste etwas, aber dieser Ewan oder wie er auch immer hieß der schien gleich mal die Schuld auf alle anderen abzuladen, anstatt bei sich selbst zu suchen. Die Idee nach Schatten und vielleicht auch Wasser zu suchen, fand Jillian die beste die bisher gemacht wurde. “Hast Recht wir sollten einen Schattenplatz suchen und dann überlegen was wir machen und wie wir hier wieder weg kommen.“
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von Eriassa » Di 22. Nov 2011, 11:20
Neal
Neal schüttelte leicht den Kopf. Das Benehmen des Mannes mit der tiefsitzenden Hose war unmöglich. Na ja, er mußte sich ja nicht unbedingt mit ihm beschäftigen und der Mann schien sowieso eher einigen Abstand zu bevorzugen. Die anderen Personen kamen ihm dafür ganz vernünftig vor. Es war interessant zu hören, was sie getan oder wo sie sich gerade befunden hatten, als sie aus dem Leben, das sie kannten, gerissen und in dieser Wüste gelandet waren. "Ich habe gerade in einer Fallakte gelesen und haben meinen Kollegen noch beschuldigt, sich einen Scherz erlaubt zu haben, als sich die Worte neu bildeten." Als Neal sah, daß Alex seine Jacke auszog, tat er es ihm gleich und bot sie Jillian an, da Andy, mit der er vorher noch darüber gescherzt hatte, näher bei Alex stand. Er lächelte Andy derweil Andy zu. "Ein ungewöhnlicher Ort und eine ungewöhnliche Art, dort hin zu kommen, ist noch lange kein Grund, nicht höflich zu sein." Neal strich sich durch die Haare und blinzelte in die Sonne. "Offenbar hat jeder von uns etwas gelesen, als der 'Sturz' passierte ..." sinnierte er und leckte sich über die Lippen. Ja, doch, Wassermangel könnte ein Problem werden. Sie sollten auf jeden Fall in irgendeine Richtung laufen. Wenn sie hier stehenblieben, würden sie nie auf Wasser stoßen und deshalb nickte er zu Jillians Vorschlag zustimmend. "Wenn schon nicht Schatten, sollten wir uns zumindest auf die Suche nach Wasser machen. Das brauchen wir sicher nötiger als Schatten."
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von Andy Fox » Di 22. Nov 2011, 20:05
Sie winkte nur ab, bei Jillians Dank. Nicht nur, dass sie es selbstverständlich fand, bei allem was unklar war, eins war dafür mehr als deutlich: sie mussten schon zusammen sehen wie sie hier wieder rauskamen. Daher war Neals Grundsatz, um so unterstützenswerter. Löblich löblich., kommentierte sie als Antwort auf sein Lächeln, dass er der anderen Frau seine Jacke hinhielt.
Echtes Vergnügen funkelte in ihrem Gesicht, als sie leise auflachte und Alex Kopf schüttelnd ansah. Du meinst … sie haben ihn verschüttet? Oh je… immer diese übereifrigen Engländer. Sie machte eine bekümmerte Miene.Das ist das Ende der Monarchie! So lange man noch auf seinen 2 Beinen stand und klar denken konnte, war die Situation auch noch nicht so furchtbar, dass ihr ein Lachen nicht bekommen würde. Und rumheulen lag ihr auch einfach so gar nicht.
Während sie den anderen zuhörte, die darüber sprachen „woher“ sie gekommen waren, unterzog sie sich einer kurzen Selbstinspektion. Ging recht schnell. Ihre Taschen förderten ein Feuerzeug und ein Taschenmesser, die sie eigentlich immer mit sich herumtrug, ein Haargummi und den zerknitterten Zettel der Gepäckausgabe zutage. Noch nicht mal einen Ausweis hatte sie bei sich, falls sie irgendwen finden sollten, den man nach Hilfe fragen könnte. Nicht unbedingt was sie eine gelungenen Notfallausrüstung nennen würde. Mit den Jeans und der leichten, aber langärmligen Bluse hätte sie es allerdings schlechter treffen können, so lange es Tag war. Wenn erst mal die Nacht anbrach würde sie dafür frieren wie ein Schneider. Prickelnde Aussichten! Wenigstens hatte sie ihre Boots an und nicht irgendwelche Turnschuhe oder noch besser Socken oder barfuss sein, immerhin hatte sie eigentlich ganz gemütlich auf ihrem Sofa geschlafen. Sie stutze, stopfte ihre „Schätze“ wieder in die Taschen zurück und blickte verwirrt zu den anderen. Sagt mal: Bei euch war es nicht Nacht?
So langsam fand sie, je mehr sie erfuhren, desto sonderbarer wurde die ganze Sache. Das macht doch alles keinen Sinn. Menschen fallen nicht einfach durch imaginäre Löcher und landen woanders. Außer natürlich sie heißen Alice. Aber ein weißes Häschen hat hier vermutlich von euch auch keiner gesehen, oder? Dacht ich mir! Dabei musste es doch eine logische Erklärung geben. Ganz sicher, sie musste nur die richtige Frage stellen. Woher seid ihr gekommen? Also, ich meine ich war in Boston ehe ich hier war. Keine Antworten zu den passenden Fragen zu finden, war etwas, dass sie schlicht wahnsinnig machen konnte. Trotzdem, war das nicht ihr dringlichstes Problem, Jillian bewies eine Menge gesunden Menschenverstand, in dem sie dafür plädierte zuzusehen, dass sie hier wegkamen und auch Neal hatte recht. Wasser war auch ein dringendes Problem. Sie nickte einverständlich zu beidem.
Schön wäre es ja schon einfach noch mal umfallen und wieder auf dem heimischen Fußboden landen. Nur tendierte die Wahrscheinlichkeit deutlich gegen null, dass es so einfach sein könnte. Deine Idee, dein Versuch! Schalk irrlichtete durch ihre Augen, als sie wieder zu Alex sah und eine „Nach dir“- Geste vollführte. Ich helf auch Sand abklopfen wenn es nicht klappt!
Zurück zur Tagesordnung: Sie blinzelte zur Sonne hinauf. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht im Kreis gehen. Vielleicht sollten wir versuchen der Sonne nachzugehen. Dann haben wir wenigstens eine Richtung.
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von .Alex » Do 24. Nov 2011, 18:19
Alex schüttelte leicht den Kopf. Es gab nicht wirklich einen Zusammenhang, wo sie sich aufgehalten hatten. Fakt war, dass jeder einen sehr ähnlichen Wortlaut irgendwo gelesen hatte. Das schien zumindest ihr Schlüssel zu sein. Neals Worte, dass man in jeder Situation höflich sein konnte, bestätigte er mit einem Nicken. Das schien ein vernünftiger Kerl zu sein. Allerdings hatte das sein Äusseres auch schon vermuten lassen. Alex wusste, dass man vom Äusseren niemals auf das Innere schliessen sollte. Er beherzigte das auch allgemein. Was jetzt wichtig war, war Schatten und etwas zu trinken. Doch sein Blick fand nur Sand und landete schliesslich in Andys blauen Augen. “Sie meinten es gut, die Engländer...“ grinste er. Als Andy fragte, ob es bei ihnen nicht Nacht war, meinte er. “Bei mir war es Nachmittag in Los Angeles.“. 14.38 um genau zu sein, aber das wollte er jetzt nicht. Und an weisse Häschen glaubte er auch nicht. Alex war ein Realist und das auf ganzer Linie. Und real war, dass sie jetzt hier waren. Und auch, dass er mit einem schlichten Fall in den Sand sicher nicht wieder in der Bücherei landen würde. “Wir müssen uns einen festen Punkt in der Ferne suchen, auf den wir beständig zumarschieren, wenn wir nicht heute abend wieder hier landen wollen.“ schlug er vor und suchte nach genau diesem Punkt. “Die Sonne wandert, sie wäre kein guter Punkt.“Es gab nur keinen anständigen Punkt in dieser Wüste. “Und wenn wir Wasser und Schatten haben, dann überlege ich mir noch einmal, auf das Angebot mit dem Sandabklopfen zurückzukommen.“ zwinkerte er Andy zu. Irgendwie hatte er das Gefühl, seinen Humor nicht verlieren zu dürfen... Anwar - Ein Beduine „Verbrechen ist überall, denn es fehlt an Autorität. Wahrlich, Plünderer sind überall, und der Diener nimmt, was erfindet. Wahrlich, der Nil bringt Flut, doch man pflügt nicht für ihn; alle sagen: 'Wir wissen ja nicht was in der Welt geschehen wird.' Wahrlich die Frauen sind unfruchtbar, man wird nicht mehr schwanger, nichts kann der Schöpfer mehr bilden, wegen des Zustands der Welt.“ ertönte es plötzlich in einer seltsamen Singstimme und nur wenig später sah man einen Beduinen mit 3 Kamelen auf der Kuppe einer der Dünen. Der Mann blickte kurz zu der kleinen Gruppe hinab, stutzte einen Moment und ging dann unbeirrt singend weiter.
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von Elfirin » Fr 25. Nov 2011, 08:51
Jillian
Das Mädchen (oder sagte man Frau?) winkte ab und Jillian lächelte. Der Blick der dabei war sagte alles und Jillian musste innerlich nicken. Ja, so machte man das. Und auch Neals Geste war äußerst nett, allerdings wusste sie nicht genau was sie mit der Jacke genau jetzt anfangen sollte. Also nicht das sie es nicht super nett fand das er so aufmerksam war, aber es war heiß, viel zu heiß. Klar die Jacke würde sie auch schützen, aber was würde Neal dann haben? Aber unhöflich sein wollte sie auch nicht. Also legte sie die Jacke über ihre Schultern und sagte: “Danke dir. Ich geb sie dir später wieder. Wir können uns ja abwechseln.“
Sie untersuchte sich nun noch einmal genauer, aber bis auf den Riss im Shirt konnte sie weder Verletzungen noch Beschädigungen sehen. Dann schaute auch sie nach was sie bei sich hatte, fand aber nur ihre Geldbörse, ein paar Lose Münzen, einen Stift und einen Zettel. Toll! Damit konnte man ja gut die Welt retten. Sie konnten sich ja selbst eine Karte malen… Jillian machte ein schnaufendes Geräusch und stopfte die Sachen wieder in ihre Taschen. Die Diskussion wie sie hier her gekommen waren ging weiter. Und Jillian begann zu überlegen wie viel Uhr es gewesen war, aber sie konnte sich nicht genau erinnern. Es war jedenfalls nicht Nacht gewesen. Alex Zeit Angabe konnte jedoch passen. Sie nickte ihm also zustimmend zu.
Andy schlug vor der Sonne zu folgen. Jillian hielt das für eine gute Idee. Anhand der Sonne konnte man wenigstens die Richtung bestimmen. Man musste der Sonne ja nicht folgen, sondern halt zu sehen das man in die richtige Richtung lief. Mit einem Kompass war das natürlich reichlich einfacher. Sie stutzte. Kompass? Sie sah zu Ewan herüber. “Er hat doch ein Handy, ist da nicht ein Kompass mit drin?“ Jillian hatte nur einen kurzen Blick auf das Handy geworfen und sie kannte sich auch nicht wirklich aus, weil sie selbst nur ein uraltes Ding besaß, aber es hatte hoch modern ausgesehen und waren diese Dinger nicht immer mit allem Schnickschnack ausgerüstet? Sie sah erwartungsvoll in die Runde und hoffte das Ewan sie nicht derart anblaffte. Wenn er genauso mit seinem Handy umging wie mit seinem Wasser konnten sie sich ja auf was gefasst machen. Aber viel sagen konnten die anderen wohl nicht mehr, denn auf einmal hörte Jillian eine Stimme. Und sie sah sich um. Erst sah sie nichts und dachte schon an eine Fata Morgana, aber dann tauchte auf der Düne ein Mann auf. Das erste was sie wunderte war der Text des Liedes. Warum sang man über sowas? “Seht ihr auch was ich sehe?“ fragte sie, immer noch unsicher ob sie es auch wirklich sah und deutete in die Richtung.
Zuletzt geändert von Elfirin am Fr 25. Nov 2011, 13:56, insgesamt 1-mal geändert.
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